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 Headis erobert den chinesischen Markt
China | 09.03.2016

Trendsport expandiert ins Reich der Mitte

Headis erobert den chinesischen Markt

Ein Mix aus Tischtennis und Fußball: Gerade in China kommt diese Kombination sehr gut an. (Quelle: Marc Blasius)
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In Europa längst etabliert, setzt Headis seine Expansion auch in Asien fort. Nach der Thailand-Tour im Dezember spielen Rene Wegner und seine Headis-Crew auf der ISPO BEIJING 2016  vor. Im Anschluss geht es für einen Headis-Workshop nach Shanghai an eine der größten Universitäten der Stadt. 

2006 gegründet, wurde Headis – Tischtennis ohne Schläger, aber dafür mit dem Kopf und einem Gummiball gespielt – vier Jahre später als Finalist des ISPO BRANDNEW ausgezeichnet.

ISPO.com sprach mit Headis-Erfinder Rene Wegner über die Bedeutung des chinesischen Marktes, eine mögliche Kooperation mit Fußball-Superstar Wesley Sneijder und einen Trip zu Arsenal London.

ISPO.com: Herr Wegner, Sie waren mit Headis erstmals auf der ISPO BEIJING. Ihr Fazit?
Rene Wegner: Die Messe ist prima für uns gelaufen. Wir haben sehr gutes Feedback von den Messebesuchern bekommen. Uns spielt in China natürlich in die Karten, dass die Leute dort Tischtennis lieben.


Ist die Platte also quasi ein Türöffner zu den chinesischen Kunden?
Auf jeden Fall. Jeder dort kann mit Headis zumindest grundsätzlich etwas anfangen. Zudem wird Fußball in China immer beliebter. Headis ist gewissermaßen das bislang fehlende Bindeglied, um beide Leidenschaften zu kombinieren. Zuschauen, Videos und Fotos erstellen – die Interaktion ist immer da. Und viele wollen Headis auch gleich ausprobieren.

Blieb es beim Ausprobieren – oder konnten Sie in Beijing auch neue Geschäfte auf den Weg bringen?
Wir hatten sehr interessante Gespräche. Zum einen mit potenziellen Vertriebspartner für den Headis-Ball und das Netz und außerdem noch mit einem Programm, das den Fußball in China voranbringen soll.

Um was geht es da?
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Unternehmen Sport8 International und dem Fußball-Unterrichtsprogramm Yoursoccercoach. Sport8 gehört unter anderem dem niederländischen Nationalspieler Wesley Sneijder und richtet in China Fußballcamps für Kinder und Jugendliche aus.

„In China ist einfach alles riesig“

Welchen Part soll Headis in diesem Fall übernehmen?
Um den Fußball in China voranzubringen, geht Yoursoccercoach mit der Unterstützung von Sport8 International an die Schulen des Landes und bildet dort Fußballtrainer aus. Diese Trainer halten verstärkt Fußballunterricht, bei dem Headis dann ein weiterer Baustein sein soll.

Über welche Dimensionen sprechen wir hier? China ist ja nicht gerade das Saarland, wo Sie herstammen...
Klar, das ist nicht mit deutschen Dimensionen zu vergleichen. Die erste Idee für das Programm waren gut drei- bis fünftausend Schulen. Da denkst du im ersten Moment nur: Okay! (lacht). In China ist einfach alles riesig. Wir hatten während der ISPO BEIJING viele mehrere Gespräche – ich bin also recht zuversichtlich, dass wir in irgendeiner Art zusammenarbeiten werden.

Botschafter mit Köpfchen


Eine Kooperation, die schon konkret Züge angenommen hat, ist die Zusammenarbeit mit Franchise Partner Chinese Global Media Group. Nach der ISPO BEIJING stand der erste Showtermin in Shanghai an. Wie ist es gelaufen?
Wir waren an der Shanghai Jiao Tong University, um einen Headis Work Shop zu geben. Die Dozenten der Uni sollen als Botschafter von Headis auftreten. Solche Termine werden wir im Laufe des Jahres noch ein paar mal durchführen.

„Manga-Comic zur Entstehung von Headis“

Wie groß wird so ein Workshop aufgezogen?
Vor Ort war ein Fernsehteam mit dabei, zusätzlich haben die Organisatoren extra für das Projekt ein Manga-Comic zur Entstehung von Headis gedruckt und dort gezeigt, wie man es spielt. Es gab Werbung auf Bussen und riesige Banner überall am Uni-Campus, dazu für alle Teilnehmer noch Kleidung mit Headis-Logo – und von all dem wussten wir nichts, wir wurden positiv überrascht.

In Deutschland hat es Headis schon öfter ins Fernsehen geschafft, etwa zu "Schlag den Raab" bei Pro7. Wie wird Headis im chinesischen Fernsehen vertreten sein?

Die Chinese Global Media Group arbeitet eng mit dem Staatsfernsehen zusammen. In unserem Fall vor allem mit CCTV 5, das ist der Sportsender.

ISPO.com-Redakteur Florian Pertsch testet Headis auf der ISPO BEIJING 2016. (Quelle: Marc Blasius)
ISPO.com-Redakteur Florian Pertsch testet Headis auf der ISPO BEIJING 2016.
Bild: Marc Blasius

Wie wichtig ist der chinesische Markt für Sie überhaupt im Vergleich zu Europa?
Wir kommen aus Europa und sind auf diesem Markt gut vertreten. Dementsprechend ist Europa derzeit der wichtigste Markt für uns. China hat aber aufgrund seiner Größe und der Bedeutung von Tischtennis ein extrem großes Potenzial für uns.

Ist der Markt in Europa bereits gesättigt?
Absolut nicht. Wir werden noch im März nach London fahren und dort ein Projekt mit einem Premier League Klub machen.

Headis im Mutterland des Fußballs – mit welchem Klub werden Sie zusammenarbeiten?
Wir wurden von Arsenal London eingeladen, die Social Media Abteilung der Gunners hat da spannende Pläne. Um was es konkret geht, kann ich noch nicht verraten. Aber das erste Gespräch war schon ziemlich unterhaltsam. Arsenal erzählte ganz stolz, dass sie bei ihrem Videos 8 Millionen Views hatten, und wir haben ihnen dann klargemacht, dass wir mit mehr als 100 Millionen Views auf einem Video schon ein bisschen mehr vorzuweisen haben.       

Lesen Sie hier ein ausführliches Portrait von Headis.

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Florian Pertsch (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Florian Pertsch, Autor
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