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 EOCA: Hier für den Umweltschutz abstimmen
Nachhaltigkeit | 29.02.2016

Die gute Seele der Outdoor-Industrie

EOCA-Voting: Die spannendsten Umweltschutz-Projekte

EOCA: Hier für den Umweltschutz abstimmen. Schutz des Seidensifakas und des Roten Varis, Madagaskar. (Quelle: Julie Larsen)
Schutz des Seidensifakas und des Roten Varis, Madagaskar.
Bild: Julie Larsen
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In der European Outdoor Conservation Association (EOCA) engagieren sich fast 130 Unternehmen der Branche für den Schutz der Natur. Jedes Jahr veranstaltet die Non-Profit-Organisation ein Voting, welche Umweltprojekte unterstützt werden sollen: Hier können Sie abstimmen.

In den zehn Jahren ihres Bestehens hat die NGO EOCA über 1,8 Millionen Euro Spendengelder für Projekte gesammelt, die vom Schutz der Braunbären in Spanien bis zur Errichtung eines Naturwanderwegs in Nepal reichen.

Welche Projekte sollen unterstützt werden?

Die in der EOCA versammelten Firmen können Umweltschutz-Organisationen vorschlagen, die dann jeweils 30.000 Euro für ein spezielles Projekt erhalten. So wurden in den vergangenen Jahren schon neue Wälder gepflanzt, Wanderwege gebaut, Müll aus der Natur entfernt und die Rückzugsräume gefährdeter Arten wie Schneeleoparden, Orang-Utans oder Raubvögel geschützt.

Welches Projekt unterstützt wird, wird in einer öffentlichen Abstimmung entschieden. Daran nehmen oft Zehntausende teil – das zeigt, wie wichtig die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch für den Endverbraucher inzwischen sind. Im März 2016 wird der Sieger in den Bereichen Nature, Alpine und Outdoor ermittelt.

EOCA ist eine Non-Profit-Organisation: Jedes Jahr werden Projekte ausgewählt, die mit Spenden unterstützt werden sollen. (Quelle: EOCA)
EOCA ist eine Non-Profit-Organisation: Jedes Jahr werden Projekte ausgewählt, die mit Spenden unterstützt werden sollen.
Bild: EOCA

Die Vorschläge 2016 reichen von einer sicheren Kinderstube für Katzenhaie bis zur Bewahrung der Fruchtwälder in Zentralasien. Jedes Jahr vergibt die EOCA zudem den Titel des „Conservation Champions“. Damit werden Mitglieder geehrt, die die „Extrameile“ für die Unterstützung des Umweltschutzes gehen. 2015 wurden Smartwool und Vaude ausgezeichnet. Vaude wurde 2015 übrigens auch als Deutschlands nachhaltigste Marke ausgezeichnet. 

Die EOCA hat für das zehnte Jahr ihres Bestehens ehrgeizige Pläne. „Unser Ziel für 2016 ist, die Zwei-Millionen-Euro-Marke an Spendengeldern zu erreichen. So wollen wir unser Jubiläum feiern“, sagte EOCA-Präsidentin Anna Maria Rugarli in den Tagen von München in einem Interview mit mountainblog.eu. Bislang wurden seit der Gründung vor einem Jahrzehnt 1,8 Millionen Euro eingesammelt, die zu 100 Prozent an Umweltschutzprojekte gehen.

Es gibt Hoffnung, dass das ehrgeizige Spenden-Ziel erreicht wird. Schließlich erkennen mehr und mehr Unternehmen der Outdoor-Branche die Bedeutung der Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das einfache Motto heißt: Ohne intakte Natur gibt es auch keine Geschäftsgrundlage für die Outdoor-Firmen. Zuletzt konnte die EOCA mit der schwedischen Outdoor-Firma Throne oder dem preisgekrönten Wasserfilter-Hersteller WaterNlife neue Mitglieder begrüßen. 


„Die Outdoor-Industrie braucht die Natur. Die Plätze zu schützen, wo sich ihre Kunden bewegen, ist wichtig für alle Marken. Wir sehen in der Branche wesentlich mehr Engagement als in der Vergangenheit“, sagt Rugarli. Zu den inzwischen fast 130 EOCA-Mitgliedern zählen Big Player wie Patagonia, Jack Wolfskin oder Mammut. Aber auch Amazon oder die ISPO MUNICH. Allerdings fehlen auch noch viele Outdoor-Firmen in der Liste der Unterstützer.

Trotzdem konnten durch die jährlichen Mitgliedsbeiträge und zusätzliche Spenden schon viel erreicht werden, wie Catherine Savidge als einer der EOCA-Generalmanager hervorhebt: „Wir haben zusammen signifikante Umweltschutz-Erfolge rund um die Welt erzielt und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit den alten und neuesten Mitgliedern.“

Das sind die Gewinner:


Lars Becker (Quelle: Lars Becker)
Ein Beitrag von Lars Becker, Autor
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