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Wearables: Technische Innovation für den Freizeitsport

Der Freizeitsport wird immer professioneller, beim Fitnesstraining ebenso wie im Running, in den verschiedenen Action Sports und im gesamten Outdoor-Sektor. Einer der Gründe dafür ist, dass selbst Freizeitsportlern heute Mess- und Kontrollwerte zur Verfügung stehen, über die vor wenigen Jahren noch nicht einmal Profis verfügten. Der Markt ist hochinnovativ, nicht nur Apple (iOS) und Samsung (Android) spielen mit. Für kreative Start-ups eröffnet der wachsende Markt der Wearables grandiose Möglichkeiten. 

Wearables erobern die Welt des Sports

Kleine Tracking-Geräte am Armgelenk oder Brustgurt zeichnen beim Joggen zuverlässig die gelaufene Distanz und das Streckenprofil auf, ordnen Gesundheitsdaten wie die Herzfrequenz oder den Kalorienverbrauch zu und errechnen auf dieser Basis die Fitness des Läufers und das optimale Trainingsprogramm für den kommenden Tag. Der Community-Eintrag sorgt für das Feedback Gleichgesinnter, für neue Streckenempfehlungen, Lauf-Avancen und allem voran für einen kräftigen Schub an Motivation. Ein Beispiel, denn Wearables gibt es inzwischen in allen sportlichen Bereichen, selbst die Routenplanung für Kletterer am Fels wird demnächst möglich sein.

Wearables – weit mehr als Messung und Kontrolle

Manche Trainingsproramme wären ohne die kleinen elektronischen Helfer wahrscheinlich gar nicht entstanden. So basiert das Fettverbrennungswunder HIIT, also das hochintensive Intervalltraining im Fitnessstudio auf der exakten Einhaltung von Trainingsphasen und Pausen. Wer es mit der Stoppuhr in der Hand versucht, wird da schnell Probleme bekommen.

Wearables sind der vielleicht wichtigste Techniktrend dieses Jahrzehnts. Ein Multi-Milliarden-Euro-Markt. Für Sportindustrie und Aktive bedeutet er eine Revolution. Welche Produkte kommen 2016, 17 und 18 auf den Markt? Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für Sport Professionals und Freizeitsportler? Wo liegen die Probleme, zum Beispiel im Bereich des Datenschutzes?

Die ISPO.com-Redaktion setzt sich mit diesen Themen intensiv auseinander und ist dabei ganz dicht dran. Mit der ISPO OPEN INNOVATION wurde erstmals ein Crowdsourcing-Tool geschaffen, das die Experten der Sportindustrie ganzjährig mit den Sportlern verknüpft. So können die Anforderungen der Aktiven direkt in die Produktentwicklung einfließen, auch im Bereich der Wearables. Nie zuvor war die Kundenbindung so eng, nie konnten neue Trends schneller erkannt und zielgerichtet in der Entwicklung umgesetzt werden.

Deutschland und Europa – ganz vorn mit dabei

Europäische Unternehmen und Start-ups sind auf dem hochinnovativen Markt der Wearables bestens aufgestellt. Das belegen nicht zuletzt die Ergebnisse der ISPO BRANDNEW und des Wearable Technologies Innovation World Cups, bei denen regelmäßig Firmen aus Deutschland, England, Spanien, Portugal und anderen europäischen Staaten zu den Nominierten und Preisträgern zählen. Erinnert sei beispielhaft an das portugiesische Unternehmen Kinematix, das mit Tune ein Wearable zur Analyse des Laufstils entwickelt hat. Egal ob Profi oder Laie, mit den Daten des Mini-Computers am Schuh kann das Running weiter optimiert und das Trainingsprogramm verbessert werden. In eine ähnliche Richtung forscht auch „Gait Up“ aus der Schweiz. Neben optimaleren Trainingsmethoden dürften die Ergebnisse Einfluss auf die Entwicklung neuer Laufschuhe nehmen.

Auch für Deutschland lassen sich Beispiel nennen. So hieß der Gewinner im Bereich Sportswear bei der ISPO BRANDNEW 2015 „Wearable Life Science“. Das Start-up aus Frankfurt hat mit der „Antelope fitness line“ eine Kleidungsserie vorgestellt, die nicht nur sensorische Daten liefert, sondern auch die Muskeln der Sportler gezielt stimulieren kann. Die eingesetzte EMS-Technologie ist für den Outdoor-Sport ebenso geeignet wie für das Training im Studio oder zuhause. 

Wohin die Reise bei den Wearables gehen wird, ist nur schwer abzuschätzen. Dass sie spannend wird, ist sicher. Fest steht auch: Es ist eine Weltreise, in die Welt des Sports mit all ihren Sportarten.

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