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Stoffe, Fasern und Accessoires für den Sport

Textilien im Sport Business sind mehr als Mode. Moderne Stoffe und Fasern bilden die Grundlage für eine effektive Funktionskleidung, die es für den Running, Outdoor- oder Action Sport dringend braucht. Die ISPO.com-Redaktion bleibt nah an den Produzenten. Wir fragen nach neuen Materialien und Technologien, nach der Verarbeitungsqualität und nachhaltigen Produktionsprozessen. Vom Base- bis zum Outer Layer, von Polygiene bis zu Smart Clothes, alles Wissenswerte über Sport-Textilien lesen Sie hier. 

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Anforderungen an die Textil-Industrie

Sport-Textilien sind eine eigene Wissenschaft, nicht ohne Grund: Die Hersteller der Funktionsbekleidung forschen ständig an der Entwicklung optimierter Materialien, Fasern und Technologien. Viele Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung fließen direkt in die Produkte der Textilindustrie ein. Ob für Freizeitsportler, Sport Professionals oder Menschen in ihrem Alltag, immer geht es um eine Verbesserung der gewünschten Trageeigenschaften. Denn so unterschiedlich die Ansprüche in den einzelnen Sportarten Indoor und Outdoor auch sind, so passgenau sollen auch die Textilien sein.

Es geht um Atmungsaktivität und Isolation, Flexibilität und Gewicht, Schutzfunktionen und Pflegeeigenschaften. Socken sollen nicht riechen und dürfen nicht reiben. Jacken und andere Outdoor-Kleidungsstücke müssen vor Wind, Regen und Kälte schützen, den Schweiß aber nach außen lassen. Der Schlafsack muss auch bei Extrembedingungen auf dem Gipfel vor Erfrierungen bewahren, darf aber nur wenig wiegen. Tausende Beispiele ließen sich nennen. Jeder der einen Sport betreibt, wird aus seinem Bereich konkrete Textil-Anforderungen nennen können. Sie bilden den Leitfaden der Industrie.

Sport-Textilien und Umweltschutz

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, gewinnt der Umweltschutz in der modernen Sporttextilien-Forschung einen immer höheren Stellenwert. So können Membranen, die in moderner Outdoor-Bekleidung häufig zum Einsatz kommen, die Erfordernisse einer hohen Atmungsaktivität zwar erfüllen, sind aber zugleich schwer abbaubar. Für Probleme dieser Art gilt es zu sensibilisieren und nachhaltige Lösungen zu finden. Zugleich muss für den Konsumenten, der Geld für hochwertige Kleidung ausgibt, die größtmögliche Transparenz geschaffen werden. Umweltlabel, Normen und glaubhafte Zertifikate können dabei helfen. 

Sport-Textilien – cool, stylish, praktisch

Der Begriff Funktionskleidung beziehungsweise Funktionsbekleidung hat sich inzwischen etabliert, beleuchtet jedoch nur eine Seite der Medaille. Das sportliche Outfit muss keineswegs nur praktischen Ansprüchen genügen, die Kleidung soll auch cool und stylish daherkommen. Wenn man schon dafür trainiert, will man schließlich jederzeit eine gute Figur machen. So haben sich in der Vergangenheit ganz unterschiedliche Stile herausgebildet und unsere Alltagskleidung mit beeinflusst. So manche Jacke, die früher für Berg-Expeditionen genutzt worden wäre, sieht man heute im Großstadt-Dschungel. Auch die Kleidung beim Joggen ist zum echten Hingucker geworden.

Sport-Textilien – die Zukunft lebt

Sporttextilien sind ein Multi-Milliarden-Euro-Markt, auf dem viel Bewegung herrscht –manchmal sogar im wörtlichen Sinne. So meldete das renommierte Massachusetts Institute of Technology 2015 Fortschritte bei der Entwicklung einer neuartigen Sportbekleidung. Die Fasern der Textilien enthalten lebendige Bakterien, die auf die Wärme und Feuchtigkeit der Haut regieren. Wird es zu feucht, öffnen sie die Poren der Textilien und lassen so „Dampf ab“.

Zahlreiche Innovationen der Textilindustrie sind auch vom immer breiteren Markt der Smart Clothes zu erwarten. So wird unsere Sportkleidung in Zukunft immer mehr Funktionen übernehmen, die auf integrierten Sensoren beruhen, zum Beispiel bei der Messung von  Gesundheitswerte wie der Herzfrequenz oder ausgewählten Umweltfaktoren. Auch neuartige Leuchtfasern aus einem hauchdünnen Draht mit organischer Beschichtung wurden im vergangenen Jahr bereits vorgestellt.        

Komplexes beleuchten und einfach darstellen

Mit der stark US-getriebenen Forschung halten nun auch in der Textilindustrie viele Anglizismen Einzug. Nicht immer sind sie selbsterklärend und oft existiert keine adäquate deutsche Übersetzung. Einfach zu erklären sind die Begriffe dennoch. Geht es zum Beispiel beim Base- und Outer Layer nicht letztlich um Schichten des altbewährten Zwiebelprinzips? Sind „Smart Clothes“ nicht einfach Kleidungsstücke, die mit ausgewählten elektronischen Komponenten bereichert wurde? Die ISPO-Redaktion liefert Ihnen auch die Hintergründe, die hinter neuen Begriffen und Technologien der Textilbranche im Sport Business stecken.             

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