ISPO.com is also available in English ×
Home > Thema
zurück vor

1. Ski in Zahlen – eine Einordnung

2. Die Entwicklung des Skisports

3. Ski-Disziplinen

4. Wettbewerbe Ski Alpin und Bestenlisten

5. Skisport – die Ausrüstung


1. Ski in Zahlen – eine Einordnung

Welche Bedeutung das Skifahren besitzt lässt sich in wenigen Zahlen verdeutlichen. In seiner Studie „Wirtschaftsfaktor Wintersport“ stellt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft im Dezember 2013 fest: „Skifahren ist mit Abstand die wirtschaftlich bedeutsamste Sportart in Deutschland: Skilaufen alleine macht 13 Prozent der Gesamtkonsumausgaben des Sports aus.“ 

Zur Einordnung: Die Konsumausgaben für den aktiven Sport liegen in Deutschland bei mehr als 83 Milliarden Euro jährlich. Fast elf Milliarden entfallen auf den Skisport. Abgesehen vom Fußball wird für keine Sportart mehr oder auch nur annähernd so viel im Konsumbereich investiert.

Blickt man auf die die Skifahrer und Snowboarder selbst, geht es ebenfalls um gigantische Zahlen. Rund 20 Millionen Deutsche, Österreicher und Schweizer stellen sich jährlich zur Wintersportsaison auf ihre Bretter. Führend bleiben die ski-begeisterten US-Amerikaner mit 25 Millionen Fahrern.


2. Die Entwicklung des Skisports

Die Idee, mit Skiern – zunächst einer Art länglichem Schneeschuh – auf die Jagd zu gehen, ist mehr als 5.000 Jahre alt. Funde aus Asien, Skandinavien und anderen Regionen der Erde belegen dies. Das Prinzip: Wer nicht im Schnee einsinkt, ist schneller und erhöht seine Jagdchancen. Es ging ums Überleben.

Um den Sport ging es beim Skifahren ab dem 17. Jahrhundert. Im Herzogtum Krain, heute Teil Sloweniens, „flogen“ die Bauern „auf hültzernen Brettlein die Berge hinunter“, wie es in Überlieferungen heißt. Den Durchbruch schaffte der Skisport aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wobei die Norweger das Tempo vorgaben.

In den 1920ern nahm der Ski-Tourismus an Fahrt auf, Skischulen eröffneten, die Technik wurde verfeinert, das Material immer besser. Und natürlich wollten sich die Aktiven sportlich messen: Die erste alpine Ski-WM eröffnete 1931 in der Schweiz. 1936 folgten die Olympischen Winterspiele.


3. Ski-Disziplinen

Folgende Untergliederung ist im Ski-Wettkampfsport heute üblich:

· Ski alpin: Abfahrt, Super-G, Slalom, Riesenslalom und Alpine Kombination

· Ski nordisch: Skispringen, Ski-Langlauf und Nordische Kombination

· Ski Freestyle: Skicross, Halfpipe, Slopestyle

· Biathlon: Einzel, Sprint, Staffel, Verfolgung, Massenstart

Hinzu kommen einige Sonderformen, zum Beispiel das Speedskiing, bei dem es um maximale Geschwindigkeiten geht. Der Rekord liegt derzeit bei 254,9 km/h, gehalten vom Italiener Ivan Origone. Auch Techniken wie das Buckelpisten- oder Tiefschneefahren bilden oft eigene Disziplinen.


4. Wettbewerbe Ski Alpin und Bestenlisten

Die wichtigsten Wettbewerbe sind der Alpine Ski-Weltcup, der jährlich zwischen Oktober und März ausgetragen wird. Daneben gibt es die Skiweltmeisterschaften, die alle zwei Jahre stattfinden, sowie die Olympischen Winterspiele im Vier-Jahres-Turnus.

Bei den internationalen Wettbewerben im Alpinen Skisport liegt Österreich in der Ewigen Bestenliste unangefochten vorn, gefolgt von der Schweiz, Frankreich und Deutschland. Seit Start der WM 1931 holte Österreich 276 Medaillen, die zweitplatzierten Schweizer brachten es auf 184 (Stand nach WM 2015).

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch im Alpinen Skisport bei den Olympischen Winterspielen: Österreich mit 106 Medaillen vor der Schweiz mit 56. Es folgen Deutschland und Frankreich.

Die Bestenliste im Alpinen Weltcupzirkus wird bei den Herren von Marc Girardelli angeführt, der wie auch Marcel Hirscher fünf Mal den Gesamtweltcup gewinnen konnte. Beide Athleten stammen aus Österreich, Girardelli startet allerdings für Luxemburg. Auf Rang drei liegt mit vier Gesamtsiegen der Schweizer Pirmin Zurbriggen.

Bei den Damen führt die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll die Wertung mit sechs Gesamtsiegen an, vor der US-Amerikanerin Lindsey Vonn (4) und Vreni Schneider aus der Schweiz (3).


5. Skisport – die Ausrüstung

Im Skisport werden hohe Geschwindigkeiten erreicht, bei der Ausrüstung geht es daher neben der optimalen Funktionalität immer um ein Maximum an Sicherheit.

Folgende Ausrüstung wird benötigt: Skier, Skikleidung, Skischuhe, Skihelm, Skibrille, Skihandschuhe, Skibindung und Skistöcke. Die Sicherheitsausstattung wird je nach Sportart um Protektoren, LVS-Geräte und Sonden erweitert.

Ski-Ausrüstung für Damen, Herren und Kinder wird in zahlreichen Online-Shops und in den Ladengeschäften der Ski-Gebieten zum Kauf oder im Verleih angeboten. Anbieter wie SportScheck bieten zusätzlich Online-Ski-Berater an. Hier können gerade Ski-Neulinge ermitteln, welche Ausrüstung gemäß Test zur geplanten Nutzung passt.

Der Skier-Markt – 300.000 Paar werden jährlich allein in Deutschland verkauft – wird seit  Jahrzehnten vom stark taillierten Carving-Ski bestimmt. Er ermöglicht das Fahren enger Kurven bei hohem Tempo und kommt sowohl im Freizeit- als auch den Leistungssport zum Einsatz.

Zu den wichtigsten Ausrüstern zählen unter anderem Atomic, Airtracks, Blizzard, Elan, Fischer, Head, K2, Leki, Nordica, Rossignol, Salomon, Scott und Völkl. 

ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media