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Action Cams – Live dabei aus Sportler-Sicht

Die rasante Abfahrt mit dem Mountainbike, der Gleitflug mit dem Wingsuit oder der Kampf gegen die Stromschnellen des Wildwassers, natürlich in HD-Qualität. All das verdanken wir einem Winzling, der nur wenige 100 Gramm auf die Waage bringt: der Action Cam. GoPro und Co. haben den Outdoor Sport revolutioniert, indem sie ihm eine neue Sichtbarkeit geschenkt haben.  Millionen weltweit nutzen dies täglich und klicken die rasanten Videos aus der Sportler-Perspektive an. Die ISPO.com-Redaktion widmet sich den aufregendsten Bildern des Sports.

Markt für Action Cams boomt

Der Markt für Action Cams boomt, seit Jahren schon. Für 2014 meldeten die Marktforscher der GfK 5,5 Millionen verkaufte Geräte weltweit. Das Wachstum im ersten Halbjahr 2015 liegt erneut bei über 50 Prozent und die Prognosen der Analysten sprechen dafür, dass es nach einem leichten Einbruch Ende 2015 in den Folgejahren weiter aufwärts geht. Steigerungen bis zu 25 Prozent gelten als realistisch.

GoPro – Action Cam-Pionier kämpft um Marktanteile

Der Marktführer und Action Cam-Pionier GoPro muss in seinem Kerngeschäft zunehmend mit Konkurrenz rechnen. Neben innovativen Neustartern sind inzwischen auch die Platzhirsche aus dem Geschäft mit Navigationssystemen, Garmin und TomTom, in den boomenden Markt der Action Cams eingestiegen. GoPro reagiert, Anfang 2016 auch mit der 100-Millionen-Dollar-schweren Akquisition von zwei Video-Apps. Es geht um Marktanteile, die man sich vor allem von einer noch leichteren Bedienung der Cams erhofft – trotz immer neuer Features und Möglichkeiten zur Video-Bearbeitung.

GoPro – Geschichte eines Aufstiegs

Die GoPro-Geschichte begann in den 2000ern. Und sie begann mit einem Ärgernis. Der US-Amerikaner Mick Woodman, noch Student und leidenschaftlicher Surfer, war es leid, dass er seinen Ritt über die Wellen nicht ansatzweise einfangen konnte. Denn gefilmt wurde damals meist noch vom Ufer aus, immer vorausgesetzt, es fand sich ein Freiwilliger dafür. Wer an der Kamera stand, konnte nämlich schlecht zugleich das Surfen auf dem Board genießen. Gab es Aufnahmen, so hatten sie zwei Nachteile: die filmische Qualität und die distanzierte Zuschauer-Perspektive. Wollte man mehr, musste man tief in die Tasche greifen. Selbst wer dies konnte, musste viel riskieren, das Profi-Gerät dann mit an Bord zu nehmen.

2002 gründete Woodman „GoPro“, Go Professional. Er scannte den Markt und entwickelte erste Modelle einer preisgünstigen, aber dennoch leistungsfähigen Kamera, die man überall mitnehmen konnte. So kam 2004 die GoPro 35mm Hero auf den Markt. Es folgten eine Digital-Version, dann eine Hero mit der Möglichkeit zur Tonaufnahme. Bildqualität und Auflösung wurden verbessert, neue Formate kamen hinzu. Zehn Jahre nach Gründung stieg Foxconn bei GoPro ein – mit 200 Millionen US-Dollar für acht Prozent des Unternehmens. Seit 2014 wird GoPro auch an der Börse gehandelt. Knapp eine halbe Milliarde US-Dollar spielte der Börsengang ein. Seitdem geht es weiter voran, allerdings bekommt GoPro die Konkurrenz zu spüren. 2016 wird die Produktpalette kleiner sein.

Sport Action aus Sportlersicht – für jedermann

Für Millionen Freizeit-Surfer, Mountainbiker, Bergsteiger, Longboarder und Action Sportler jeder Couleur markiert die GoPro einen Wendepunkt in der Außenwirkung ihres Sports. Nicht allein, dass man die eigenen Abenteuer plötzlich aus verschiedenen Perspektiven – vor allem der eigenen – aufzeichnen kann, die Aufnahmen lassen sich auch teilen und werden im Internet beispielsweise über den GoPro-Channel bei YouTube millionenfach abgerufen.

Ob 360-Grad-Blickwinkel oder Action-Filme aus der Drohnen-Perspektive, die ISPO.com-Redaktion verfolgt die spannenden Entwicklungen der Action Cams und die besten Action Videos im Netz. Wir sprechen mit Experten über mögliche Grenzen der Entwicklung und das Gefahrenpotential, wenn für immer spektakulärere Aufnahmen ein immer höheres Risiko eingegangen wird. Nicht zuletzt liefern wir News und Informationen über Unternehmensdaten und neue Player am Markt.

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