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 Verleihung des ISPO AWARD: „Ritterschlag“ für Sport-Firmen
Award | 05.02.2017

Verleihung des PRODUCT OF THE YEAR

ISPO AWARD 2017: Sport-Unternehmen nutzen Auszeichnung als Marketing-Tool

Verleihung des ISPO AWARD: „Ritterschlag“ für Sport-Firmen. Olivier Bernhard (l.) und Ilmarin Heitz sind stolz das PRODUCT OF THE YEAR von On Running. (Quelle: Messe München GmbH)
Olivier Bernhard (l.) und Ilmarin Heitz sind stolz das PRODUCT OF THE YEAR von On Running.
Bild: Messe München GmbH
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Der Jubel über die Auszeichnung zum PRODUCT OF THE YEAR ist groß: „Diese Auszeichnung ist wie ein Ritterschlag“, findet Olivier Bernhard von On Running. Seine Firma stellt einen von fünf Segment-Siegern des ISPO AWARD, die im Rahmen der ISPO MUNICH 2017 geehrt wurden.

„Vor drei Jahren standen wir noch in der Schreinerei und haben Laufschuhe auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Und heute stehen wir hier mit diesem Pokal – das ist schon ein sehr gutes Gefühl“, sagte Olivier Bernhard am ersten Tag der ISPO MUNICH 2017.

ISPO AWARD Preisverleihung


„Wir nennen unsere Entwürfe Monster“

Vom ersten Prototypen des Running-Schuhs Cloudflash bis zum Titel ISPO AWARD PRODUCT OF THE YEAR im Segment Performance war es ein weiter Weg. „Unsere ersten Entwürfe nennen wir Monster, weil sie am Anfang so hässlich sind“, sagt Bernhard. „Bei uns heißt es: Design follows function. Wir würden nie einen Schuh auf den Markt bringen, von dessen Funktion wir nicht hundertprozentig überzeugt wären.“

Der Cloudflash des jungen Schweizer Unternehmens On Running gibt durch den innovativen Aufbau seinen Trägern beim Aufkommen einen Extra-Boost – und überzeugt auch optisch.

Ein Konzept, das ankommt: „2018 könnte das erste Jahr werden, in dem wir weltweit eine Million Paar Laufschuhe verkaufen“, sagt der ehemalige Profi-Triathlet Bernhard. „Der ISPO AWARD wird unseren Händlern sicherlich helfen, unser Produkt bei den Kunden zu pushen.“

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„ISPO AWARD hebt unseren Stellenwert“

Auf denselben Effekt bauen auch die anderen drei Segment-Sieger, die am Sonntag ihre Pokale erhielten. „Wir bekommen durch die Auszeichung viel mehr Aufmerksamkeit“, ist sich Daniel Steininger, Leiter Verkauf bei Wintersteiger, sicher.

Mit dem 3D Scanner Vandra des Tochterunternehmens Bootdoc hat seine Firma einen echten Hit gelandet – und damit den ersten Preis im Segment Ski gewonnen. „Der ISPO AWARD hebt natürlich unseren Stellenwert auf dem Markt. Ich glaube, unsere Vertreter werden es nun leichter haben, die Händler von unserem Fußscanner zu überzeugen.“

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Imagegewinn und mehr Bekanntheit bei Händlern und Verbrauchern – für nichts anderes steht der ISPO AWARD. Auch Bowflex sieht die Auszeichnung als Gütesiegel der Sportindustrie. So dürfte es ihren „intelligenten“ Hanteln SelectTech 560 deutlich leichter fallen, sich auf dem Markt durchzusetzen.

Raus aus der Nische

Für Korua Shapes, Sieger im Segment Action, ist die Auszeichnung zwar überraschend, aber irgendwie auch konsequent. Schließlich sei der Markt reif für eine neue Art des Snowboardens. „Wir haben uns gefragt: Wozu braucht man beim Powdern eigentlich Kanten?“, sagt Brand Manager Nicholas Wolken.

Herausgekommen ist das Tugboat. Mit seinem außergewöhnlichen Design verspricht es deutlich mehr Auftrieb und Speed als herkömmliche Snowboards – und damit mehr Spaß auf und abseits der Pisten. „90 Prozent der Snowboarder fahren das falsche Board“, sagt Wolken.

„Was man in Red-Bull-Snowboardfilmen sieht, hat doch mit der eigenen Realität nichts zu tun“, meint der Schweizer. „Durch den ISPO AWARD können wir mehr aus der Nische rücken und zeigen, dass unsere Boards nicht nur etwas für Freaks sind.“ Der silbern glänzende Pokal fürs PRODUCT OF THE YEAR werde bei Korua Shapes einen guten Platz bekommen.

Scarpa nutzt Marketing-Effekt

Den Pokal für das beste Produkt im Segment Outdoor holte sich am Montag das italienische Unternehmen Scarpa ab. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit unserem komplett neuen Ansatz eines Bergschuhs beim renommierten ISPO AWARD gewonnen haben“, sagte Marketing-Manager Marco Campagna. „Der Ribelle Tech erlaubt es den Alpinisten, bequem vom Tal bis auf den Gipfel zu gehen.“

Scarpa nutzt den ISPO AWARD als außergewöhnliches Marketing-Tool. Nicht nur in der italienischen Heimat berichteten viele Medien über den Erfolg des Outdoor-Unternehmens, das dem Verkaufsstart seines PRODUCT OF THE YEAR entgegenfiebert.

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Joscha Thieringer (Quelle: ISPO)
Article by Joscha Thieringer, editor
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