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 Bogner Holodeck VR: Mit Virtual Reality bis an die Grenzen
ISPO-MUNICH | 05.02.2017

Virtuelle Realität in der Sportbranche

Holodeck VR bei Bogner: Mit Virtual Reality bis an die Grenzen gehen

Achtung, steil! Willy Bogner (r.) hilft Klaus Dittrich (Vorsitzender der Geschäftsleitung der Messe München GmbH) über den flachen Boden, der in der virtuellen Welt Abgründe bereit hält. (Quelle: Messe München GmbH)
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„Können Sie mich bitte an der Hand halten? Ich trau' mich sonst nicht...!“ Ängstlich sieht der junge Mann eigentlich nicht aus, der sich da die VR-Brille übergezogen hat, aber so ganz traut er der Sache dann doch nicht. Schließlich marschiert er ja gerade über einen schmalen Steg, 500 Meter über Grund – zumindest in seiner Einbildung. In Wahrheit sind es nur ein paar Meter schnöder Holzboden, ebenerdig und ganz ohne Abgrund.

VR steht für Virtual Reality, und was den Besuchern am Bogner-Stand in Sachen virtueller Wirklichkeit geboten wird, ist schon eine irre Geschichte. Knapp zusammengefasst funktioniert die von Fraunhofer IIS entwickelte Technologie, die ISPO AWARD GOLD WINNER wurde, wie folgt:

Das Holodeck VR ist ein System aus Echtzeit-Trackern und bietet Sensorfusions- und Kalibrierungsfunktionen, die mit Virtual-Reality-Brillen und virtuellen Inhalten kombiniert werden. Bis zu drei Personen können gleichzeitig an diesem Erlebnis teilhaben.


Kaum hat man die etwas überdimensioniert wirkende Skibrille aufgezogen, befindet man sich mitten in den Bergen – virtuell. Wetter: 1a. Panorama: noch besser. Wenn nur dieser schmale Steg nicht wäre, den es nun zu begehen gilt und an dessen Ende einem jede Menge Bogner-Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten um die Ohren fliegen.

Holodeck VR bei Bogner

Virtuelle Höhenangst am Bogner-Stand

Gerade für Menschen mit Höhenangst eine gewaltige Herausforderung. Der junge Mann, der sich von einer der Bogner-Assistentinnen an der Hand über den imaginären Steg führen lässt, quiekt: „Oh mein Gott, ist das gruselig.“ Bogner-CEO Alexander Wirth sagt: „Wir haben den Steg noch etwas breiter gemacht – sonst würden viele Leute wahrscheinlich einfach nicht drüber gehen.“

Lesen Sie hier: Das ist das Holodeck VR System >>>

Manche setzen mitten auf dem Steg irritiert die Brille wieder ab, und in der Tat gibt es auch ein paar Total-Verweigerer: „Ich kann das nicht“, sagt eine Dame mit gerunzelter Stirn und schuldbewusstem Augenaufschlag.

Dabei ist das Ganze ja eine Gaudi, bei der natürlich überhaupt nichts passieren kann, bei der einem vielmehr das Gehirn ein Schnippchen schlägt. Wer über die Begrenzung „No step“ hinaus steigt, verlässt sozusagen nur den Sendebereich des Systems und stürzt nicht in den Abgrund.

Dittrich: „Eine unglaubliche Technologie“

Messe-Chef Klaus Dittrich stürzt natürlich auch nicht, marschiert vielmehr sehr sicher über das schmale Geläuf.

Er hat aber auch schon geübt, kennt das Holo Deck schon von einer Präsentation in Nürnberg – und von einigen ähnlichen Anbietern auf der ISPO MUNICH: „Ich war heute schon in der Eiger-Nordwand“, sagt Dittrich und fügt kopfschüttelnd hinzu: „Wirklich eine unglaubliche Technologie.“

Video: Digitale Herausforderung für die Sportbranche

Ein Beitrag von Thomas Becker, Autor
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