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 Columbia OutDry Extreme Eco: So grün ist die Outdoor-Jacke
Nachhaltigkeit | 22.12.2016

So nachhaltig ist die OutDry Ex Eco Kollektion

Columbia setzt auf Outdoor-Jacken mit grünem Gewissen

Columbia OutDry Extreme Eco: So grün ist die Outdoor-Jacke . Columbia verspricht mit seiner Outdry Ex Eco Kollektion Nachhaltigkeit. (Quelle: Columbia)
Columbia verspricht mit seiner Outdry Ex Eco Kollektion Nachhaltigkeit.
Bild: Columbia
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Wasserdicht, atmungsaktiv, hochfunktionell und vor allem nachhaltig produziert. Das sollen die neuen Jacken aus der Outdry Ex Eco Kollektion von Columbia sein. ISPO.com erklärt, was hinter diesem Versprechen steckt. 

Drei Jacken wird Columbia bei der ISPO MUNICH 2017 dem Fachpublikum ganz besonders ans Herz legen: Erstmals werden in großem Stil die OutDry Ex Eco Insulated Jacket und die OutDry Ex Eco Down Jacket präsentiert.

Zwei Jacken gemacht für kalte und extreme Bedingungen; wasserdicht und atmungsaktiv sollen sie sein und im Herbst 2017 in den Handel kommen. Schon im Frühjahr erhältlich: die OutDry Ex Eco Regenjacke. 


Columbia in weiß: Für mehr Nachhaltigkeit

Alle drei Jacken wird es allerdings nur in einer Farbe geben: in weiß! Warum? Weil so ressourcenschonender produziert werden kann. Der Stoff wird nicht gefärbt, in der Produktion werden dadurch pro Jacke mindestens 70 Liter Wasser eingespart.

Nur ungefärbte Kleidungsstücke – das ist natürlich langfristig keine Lösung. Deshalb muss Columbia an dieser Stelle auch zugeben, dass noch Verbesserungsbedarf besteht.

Auf die ressourcenintensiven gängigen Färbemethoden solle aber in absehbarer Zukunft verzichtet werden, sagt der Global Sustainability Manager Guru Khalsa: „Wir untersuchen derzeit neue Färbemethoden.“

Robbert Hersman, Product Director Europe bei Columbia ist trotzdem begeistert von den „drei Weißen“: „Wir haben die weltweit ersten wasserdichten und atmungsaktiven High-Performance-Jacken entwickelt, die komplett auf PFC verzichten und umweltfreundlich hergestellt werden.“

Knackpunkt PFC-freie Außenschicht 

Das war wohl einer der kritischsten Punkte in der Entwicklung: eine wasserdichte Jacke, die bei der Beschichtung ohne per- und polyfluorierten Carbone (PFC), auskommt.

Diese sorgen bei normalen Regenjacken und Funktionsmaterialien dafür, dass die äußere Schicht Wasser, Schmutz oder Öl abperlen lässt. Ihre molekularen Eigenschaften machen sie besonders widerstandsfähig.

Wie Greenpeace schreibt, macht genau diese Qualität die Jacken zu einem Umweltproblem. Einmal in die Natur gelangt, werden PFC praktisch nicht abgebaut. Über die Nahrung, die Luft und das Trinkwasser gelangen die PFC in den Organismus von Menschen und Tieren.

Studien stellen für eine ganze Reihe von PFC einen Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen und Immunstörungen her. Sie stehen außerdem im Verdacht, Krebs zu erregen. Greenpeace setzt sich deshalb seit Jahren für PFC-freie Kleidung ein. 

OutDry Extreme Eco für Columbia ein Meilenstein

Mit der neuen „OutDry Extreme“-Technologie benötigt Columbia keine weitere wasserabweisende PFC-Außenbeschichtung mehr. Der Trick: Die wasserdichte und atmungsaktive Membrane liegt direkt auf der Außenseite der Kleidung und nicht wie sonst üblich zwischen einer Außen- und einer Innenschicht. 

„OutDry Extreme ECO ist ein erster Meilenstein“, sagt Christelle Bretaudeau, PR-Managerin bei Columbia Europe, „aber es ist definitiv noch ein langer Weg“. Schließlich, so muss sie zugeben, hat Columbia das PFC-Problem damit noch nicht gelöst.

Insbesondere kurzkettige PFC würden noch in vielen wasserdichten Columbia-Produkten zum Einsatz kommen. Das soll sich aber, sobald es die Entwicklung zulässt, ändern.

Bluesign-Zertifizierung für OutDry Extreme Eco

Auch beim Einsatz recycelter Materialien schreitet die Outdry Extreme Eco Serie voran: So werden die Jacken zu großen Teilen aus recycelten Plastikflaschen gefertigt. Pro Jacke werden dazu zwischen 20 und 30 Flaschen benötigt. Auch Ösen, Reißverschlüsse, Etiketten und Fäden sind zu 100 Prozent aus recycelten Materialien.

„Die Jacke ist bluesign-zertifiziert“, sagt Hersman. Das garantiere ein Höchstmaß an Verbraucherschutz und die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt seien damit minimal.

„Der Handel sucht definitiv nach nachhaltigen Kollektionen“, sagt der Product Director Europe. Immer mehr Konsumenten sorgten sich um die Umwelt und wollten wissen, wie Produkte hergestellt und welche Materialien verwendet werden.


Greenwashing statt seriöser Nachhaltigkeit?

Auch in der Fachöffentlichkeit kommt das an: Die Regenjacke hat bereits mehrere Auszeichnungen eingeheimst. Beispielsweise kürte National Geographics die Outdry Extreme Eco im Rahmen der „Gear of the Year Awards“  zur „grünsten Jacke“.

Da liegt der Vorwurf nahe, dass Columbia einfach auf den „Nachhaltigkeitstrend“ aufgesprungen ist und eben auch PR-wirksam „grüne Produkte„ anbietet.

Nein, sagen die Verantwortlichen bei Columbia: „Ziel ist es, ein Unternehmen zu sein“, sagt Hersman, „auf das alle stolz sein können, auch weil es verantwortungsvoll mit Rohstoffen umgeht und versucht die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren“.

Dass dies noch ein langer Weg ist, ist den Köpfen bei Columbia bewusst.

 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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