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 Den richtigen Sattel finden: So erhöhen Sie den Sitz-Komfort
Promotion | 15.12.2016

BIKE: Profi Tibor Simai erklärt, wie jeder Biker seinen Komfort steigern kann

Der Bike-Sattel macht den Unterschied: Komfort erhöhen, Leistung steigern

Den richtigen Sattel finden: So erhöhen Sie den Sitz-Komfort. Entwickelt mit dem SQlab-Team die Sättel selbst: MTB-Profi Tibor Simai. (Quelle: SQlab)
Entwickelt mit dem SQlab-Team die Sättel selbst: MTB-Profi Tibor Simai.
Bild: SQlab
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Jeder Biker kennt das Problem: Der Sattel bereitet Schmerzen beim Fahren. Die Ergonomie-Experten von SQlab haben deshalb allen fünf Kontaktpunkten auf dem Rad den Kampf angesagt.  Um den Komfort auf dem Bike noch weiter zu steigern, kommt nun neben den Ergowave-Sätteln und den Innerbarends auch ein neuer Lenker auf den Markt.

Einer, der wissen muss, wo man ein Mountainbike noch verbessern kann, ist Tibor Simai.  Als MTB-Experte ist er Teil der Jury des ISPO AWARD 2017 im Segment Action. Der Bike-Profi, der bis heute als einer der Top-Athleten der Szene gilt, erklärt im Interview, wieso der richtige Sattel nicht nur wichtig für die Haltung auf dem Bike ist, sondern auch mehr Leistung bringt.

Die frischen Ideen von seinem SQlab-Team und welche Maßnahmen jeder Biker treffen kann, um Leistung und Komfort zu verbessern, zeigt er bei ISPO.com.

Warum schmerzt ein Sattel? Die Sitzknochen müssen genug Platz auf dem Sattel haben. (Quelle: SQlab)
Warum schmerzt ein Sattel? Die Sitzknochen müssen genug Platz auf dem Sattel haben.
Bild: SQlab

ISPO.com: Tibor, Sie sind Bike-Profi, Bike-Legende und seit geraumer Zeit recht aktiv in der Produktentwicklung bei SQlab. Wie war der Schritt aus dem Sattel in die Tiefe des Sattels?
Tibor Simai: Es ist wie im Sport. Du brauchst immer ein gutes Team, Talent, viel Fleiß und ein wenig Glück. Nachdem der Trainings- bzw. der Arbeitsfleiß das Einzige ist, das du selbst beeinflussen kannst, ist das in der Produktentwicklung ebenfalls der entscheidende Faktor. Durch meine Zeit in der Sportschule Puch, wo ich viele anatomische Ausbildungen durchlaufen durfte, traf ich bei SQlab auf Gleichgesinnte mit dem einzigen Gedanken: Die Ergonomie im Radsport zu verbessern und mit richtig guten Lösungen den Leuten, die es lieben Rad zu fahren, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das macht es auch so interessant und produktiv.

Die Top-Produkte von SQlab

Wie sieht das Team hinter den Entwicklungen bei SQlab aus?
Da geht es vor allem um meinen alten Freund und SQlab-Gründer Toby Hild. Nach seinem Unfall mit der Motocross, bei dem ich leider dabei war, wurde er zum sensibelsten Testfahrer, den ich auf diesem Planeten kenne. Alleine ein Blatt Papier, das ich ihm heimlich auf eine Seite des Sattels kleben würde, würde er sofort merken. Mit ihm hatte ich meine ersten Testfahrten und war nicht schlecht erstaunt, als er ein Stück Schleifpapier aus der Bibshort zog, um die Ergowave nachzushapen.

Hinzu kommt das SQlab-Entwicklungsteam, das in den letzten Jahren enorm gewachsen ist. Mit unseren zwei Docs, den Urologen und Neurochirugen sowie Ex-Motocross und Downhiller Mitch, der sich hauptsächlich um die Produktion und das Design kümmert. Dazu Stephan, unser Mann am CAD, der alles auf den Bildschirm bringt und berechnet, was man noch an Gewicht herausholen kann. Und Lukas, der sich um Materialien, Studien und Versuche kümmert. Weiter arbeiten wir noch eng mit dem Institut für Materialwissenschaften der FH Frankfurt sowie der Uniklinik in Frankfurt zusammen und haben noch ein paar externe Wissenschaftler. Zudem haben wir Testlabors und Werkstätten eingerichtet.
Natürlich haben sich alle im Team ihre Lorbeeren auf dem Bike verdient. Ob im Wettkampf, im täglichen Gebrauch oder im Extrembereich. Alle leben Bike.

Wenn wir jetzt noch unser Snaqeteam miteinbeziehen, kommen wir auf weit über 100 Leute. Denn unsere Snaqeteam-Fahrer geben uns detailliertes Feedback zu unseren Prototypen. So können wir gewährleisten, dass ein SQlab-Produkt einfach passt wie angegossen.

Video: Das ist der Ergowave-Sattel von SQlab

Wie lässt sich die Leistung über den Sattel steigern?
Die meisten Race-Sättel sind, von der Seite betrachtet, gerade geschnitten und müssen per Wasserwaage ausgerichtet werden. Das entspricht aber nicht der Anatomie. Meist muss man über Muskeln das Becken vorn anheben, um nicht – bei nach vorne gebeugter Sitzposition – zu hohen Druck auf die Genitalien zu bekommen. Dadurch wird aber die Kraft der Rumpfmuskulatur für etwas benötigt, das ich hier nicht brauchen sollte. Denn gerade diese Rumpfmuskulatur benötigt man, um den Beinen den Halt für jeden starken Tritt zu geben. Jegliche Kompensation von Druck oder Schmerzpunkten kosten also Kraft. Diese fehlt mir am Ende des Tages. Sitze ich schon fast wahrnehmungslos im Sattel, so rumpelt es auch richtig bei den Wattmessern.
Sprich: Eine optimale Verteilung von Druck ohne Druckspitzen und ein entspanntes Sitzen im Sattel steigert die Leistung. 

Ohne Druckspitzen wegen der breiten Auflagefläche: Hier gibt es die Ergowave-Sättel von SQlab >>>>

Ist die Ausrichtung des Sattels nicht von der UCI reglementiert?
Doch, das wurde anscheinend extra deswegen vor ein paar Jahren eingeführt inklusive einer bestimmten UCI-Messlehre. Das betrifft aber nur UCI-Straßenrennen. Beim MTB sehen sie das nicht so streng, aber es beweist, dass ein hochgezogenes Heck unter anderem mehr Halt nach hinten und damit eine bessere Kraftübertragung auf das Pedal bedeutet. 

Was ist der Unterschied zwischen einem 611er- und einem 612er-Sattel?

Ihr Active System dient aber eher dem Komfort?
Durch das Active System kann sich das Becken genau wie beim Gehen auch um circa sieben Grad mitbewegen – der Sattel folgt also der Tretbewegung. Durch diese Bewegung erhöht sich der Komfort, und insbesondere die Bandscheiben werden nicht nur entlastet, sondern auch mobilisiert. Aus biomechanischer Sicht ähnelt die Tretbewegung damit mehr dem Gehen. Diese Gehbewegung hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und ist sehr effizient und somit wird auch die Tretbewegung etwas runder und effizienter. 

Ich empfehle, einfach mal die Radhose nach ein paar Wochen von unten anzugucken. Hier sieht man die Sitzknochen an den hellen Stellen. Da kann man sich vorstellen, dass ein Sattel, der sich bewegt, die perfekte Lösung ist.

Weche Tricks gibt es noch, um durch die Ergonomie schneller zu werden?
Zum Beispiel unsere Einlegesohlen. Der Fuß ist der Antrieb, und wenn der erst mal platt gedrückt wird, bevor die Kraft aufs Pedal kommt, ist das vollkommen unnötig. Darüber hinaus ist das Aktivieren der fußeigenen Federung eine sehr häufige Ursache für Kniebeschwerden. Mit einer angepassten Einlegesohle lässt sich das Längsgewölbe des Fußes unterstützen und damit die Federung blockieren. Denn die braucht man nur beim Laufen aber nicht beim Pedalieren.
Ergonomie gilt aber für alle Kontaktpunkte am Rad wie Griffe, Lenker, Pedale, bis hin zum Bikefitting.

Die Innerbarends von SQlab sind in der Mitte des Lenkers angebracht und verbessern die Haltung auf dem Bike. (Quelle: SQlab)
Die Innerbarends von SQlab sind in der Mitte des Lenkers angebracht und verbessern die Haltung auf dem Bike.
Bild: SQlab

Haben Sie sich auch schon mit dem Thema Aerodynamik beschäftigt? 
Ja, denn die Sitzposition ist ja immer ein Kompromiss aus Aerodynamik, Biomechanik und Komfort. Wir haben zum Beispiel mit unseren Innerbarends für das MTB ein ganz simples Produkt, das bei unserer Studie und 300 Watt Tretleistung im Schnitt circa 15 Watt eingespart hat. Gleichzeitig erhöht es den Komfort, obwohl das normalerweise bei Aerodynamikoptimierungen kaum möglich ist. 

Die Innerbarends verbessern die Haltung auf dem Bike: Hier gibt es die Neuheit von SQlab zu kaufen >>>>

Was können wir 2017 noch Spannendes erwarten?
Wir sind zuletzt sehr ins Detail gegangen und haben die Gewichte der Ergowave-Sättel auf ein unglaubliches Level gebracht. Dann kommen Anfang 2017 Lenker und Vorbauten, bei denen ganz stark meine Handschrift zum Tragen kommt. Weiter geht es mit einem neuen Sitzpolster, dem SQPad, in einer Radhose.

Tibor Simai testet bei SQlab die Sättel selbst

Posted by SQlab on Montag, 21. November 2016

 

Style und Design kommt bei ergonomischen Produkten doch meist etwas kurz? Stört Sie das als alter „Styler“, wie man Sie in der Branche nennt?
Die Ergowave hat gezeigt, dass alles im richtigen Moment passiert ist. Toby und die gesamte Entwicklungscrew waren schon bei 90 Prozent. Mitch und ich hatten dann noch hier und da was dran gemacht, und jetzt ist es meiner Meinung nach der geilste und stylischste Sattel ever. Klar, über Geschmack lässt sich streiten. Aber hier nicht mehr. 

Das ist SQlab

 (Quelle: SQlab)
Bild: SQlab

SQlab hat es als einer der sogenannten Gamechanger geschafft, mit der Idee der Sitzknochenvermessung im Fachhandel und dem Sattelbreitensystem zu erreichen, dass heutzutage nahezu weltweit kaum mehr ein Sattel ohne Sitzknochenvermessung verkauft wird. Die weiteren Konzepte wie der Stufensattel oder das Active-Konzept machen SQlab zu einer der erfolgreichsten Sattelmarken, wie Tests der Fachpresse belegen. SQlab macht aber nicht nur Sättel, sondern hat sich auf alle Kontaktstellen zum Rad spezialisiert. Ab 2017 kommen auch noch Radhosen und insbesondere Hosenpolster dazu, die künftig auch von anderen Bekleidungsherstellern eingesetzt werden.

Der Sitz von SQlab ist Taufkirchen bei München.

Ob die innovativen Innerbarends oder die Ergowave-Sättel: Hier können Sie die Neuheiten und Produkte von SQlab bestellen >>>>


ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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