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 Streetwear auf der Piste: Trends für den Winter 2016/2017
Wintersport | 25.10.2016

Wintersport-Outfits: Mehr Transparenz und immer modischer

Streetwear auf der Piste: Sieben Mode-Trends für den Winter 2016/2017

Streetwear auf der Piste: Trends für den Winter 2016/2017. Goldig! Eine Trendfarbe für den Winter 2016/2017 ist Gold: Die Bikerjacke und Jetpants von Bogner Sports. (Quelle: Bogner)
Goldig! Eine Trendfarbe für den Winter 2016/2017 ist Gold: Die Bikerjacke und Jetpants von Bogner Sports.
Bild: Bogner
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Rauf auf die Piste und dabei noch im angesagten Outfit: Immer mehr Hersteller von Wintersportkleidung setzen auf modisches Designs. Dazu kommt die Entwicklung zu natürlichen Materialien. Sieben Tipps, welcher Style im Winter 2016/2017 voll im Trend liegt.

Was haben Bikerjacke, Denim-Overall oder Lodenhose auf der Skipiste zu suchen? Nichts? Weit gefehlt. Dank neuer Stofftechnologien gelingt es den Designern immer überzeugender, die Looks von der Straße auf die Piste zu übertragen. Der Phantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt. 

Im Sommer hat sich der Athleisure-Trend längst durchgesetzt, jetzt setzt auch die Wintermode voll auf den Allround-Style: Die Skijacke ist nicht mehr nur für die Abfahrt, sondern auch gleich ein modisches Accessoire für die Aprés-Ski-Party oder das Abendessen nach einem Tag im Schnee. Diese sieben Trends setzen sich im Winter 2016/2017 durch.

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1. Athleisure-Trend auch im Wintersport

Lässige Outfits, die für die Piste und die Stadt taugen: Gequiltetes Leder von Toni Sailer. (Quelle: Toni Sailer)
Lässige Outfits, die für die Piste und die Stadt taugen: Gequiltetes Leder von Toni Sailer.
Bild: Toni Sailer

Die Zeiten sind vorbei, in denen es nur ein entweder-oder gab. Skifahrer oder Snowboarder? Sportler oder Fashionista? Arbeit oder Freizeit? Solche Unterscheidungen spielen keine Rolle mehr. Der Übergang zwischen den Welten, vom Tiefschnee in die Großstadt, vom Bike zur Bar, vom Job zum Jogging wird immer nahtloser, und niemand muss sich mehr zwischen Funktion und Design entscheiden.

Die Designs passen sich den Bedürfnissen an und werden immer stärker multifunktionell ausgerichtet. Erreicht wird die Vielseitigkeit zum einen durch einen intelligenten Layering-Aufbau des Outfits, indem alle Teile zusammen passen und übereinander getragen werden können. Zum anderen wird Multifunktionalität erreicht, indem sich die Skibekleidung immer stärker an der Straßenkleidung orientiert und deren Trends bei Farben, Stoffen und Passformen aufgreift.

Athleisure: Mit den Sportklamotten in die Arbeit – Ein Trend, der zum Lifestyle wurde.


2. Wintersport-Mode: Die optische Täuschung 

Die Stoffdesigner haben sich richtig angestrengt, viele neue Stoffe zu entwickeln, die modisch und funktionell allen Ansprüchen genügen. Was noch vor ein paar Jahren als undenkbar galt, findet nun wie selbstverständlich Eingang in die Welt des Sports. Zum Beispiel strukturierte Stoffoberflächen wie Leinen, Jacquards, Twills, Denims, Quilts etc.

Entweder tauchen sie als täuschend echt wirkender Alloverdruck auf Funktionsgeweben auf, oder die Stoffe wurden tatsächlich laminiert und damit hochfunktionell ausgerüstet. Fade-Out-Effekte, Waschungen und sogar verschlissene Stoffe, wie sie für Denim typisch sind, tauchen in den Skikollektionen auf und sorgen dort für echte Hingucker. Beispielsweise Denim-Overalls!

Selbst Fell- und Lederoptiken werden einfach auf den Stoff gedruckt und wirken verblüffend echt. So findet auch die Bikerjacke – sogar mit wasserabweisenden Echtledereinsätzen – in diesem Winter den Weg auf die Piste!

3. Natürliche Materialien und High-Tech-Stoffe

Sportlich und hochfunktionell muss alles sein, es muss aber nicht unbedingt so aussehen. Im Gegenteil: Immer mehr natürliche Materialien feiern ihr Comeback im Sport und sehen dabei überhaupt nicht technisch aus. Allen voran die Merinowolle.

Im Bereich der Base Layer und Mid Layer ist sie längst ein Standard geworden, jetzt findet sie immer stärker im Bereich der Wattierungen und Oberstoffe Verwendung. Auch Strick – in der Mode gerade ein großes Thema - taucht jetzt in den Sportkollektionen wieder auf und wird mit leistungsstarker Technologie kombiniert, die besonders feuchtigkeitstransportierend und schnelltrocknend ist.

Echte HighTech-Stoffe mit betont natürlicher Ausstrahlung sind die neuen Lodenstoffe, die sich dank technischer Ausrüstung jetzt wieder auf die Piste zurück trauen und dort mal als Akzent, mal als ganzes Skioutfit für Furore sorgen!

4. Die Trend-Farben für die Skipiste

Nach Jahren der Knallfarben beruhigt sich die Farbpalette wieder. Urbane, dunkle Farben wie Schwarz, Braun, Grau und Military dominieren die Kollektionen. Bei den Mustern spielen Camouflage-Varianten eine wichtige Rolle.

Kontraste gibt es aber dennoch, beispielsweise Schwarz mit Weiß oder Akzente in Orange und Bordeaux. Wem das viel zu unauffällig ist, dem kann mit der neuen Trendfarbe Gold geholfen werden. Der metallische Glanz wird gerne bei den Reißverschlüssen verwendet, und auch Schuhe wird es in Gold geben.

Für Mutige: Der goldene Look fällt mit Sicherheit auf: Das Outfit von Burton und Lamb. (Quelle: Burton x Lamb)
Für Mutige: Der goldene Look fällt mit Sicherheit auf: Das Outfit von Burton und Lamb.
Bild: Burton x Lamb


Für ganz mutige werden sogar goldfarbene Jacken und Hosen angeboten. Aber Achtung, das ist nur was für echte Könner auf der Piste! 

5. Daune: Klassiker neu interpretiert

Die Daunenjacke hat auch in diesem Winter noch längst nicht ausgedient. Immer neue Steppungen und Kammerformen lassen sich die Designer einfallen. Bloß keine klassisch horizontalen Streifen lautet das Motto.

Stattdessen wird mit Asymmetrien gespielt, mit Rauten, Schräg-, und Querstreifen, Raffungen und Karos. Sie sind oft technisch so geschickt umgesetzt, dass die Füllungen in den Kammern nicht verrutschen und an den Nähten keine Kältebrücken mehr entstehen.

Lesen Sie hier: Warum die Winterjacke schon im Sommer in den Läden hängt? Die Industrie plant falsch.

6. Technische Innovationen im Winter-Outfit

Bei den technischen Innovationen spielt die Snowwear seit jeher in der Oberliga. Komfort und Funktion gehören hier seit Jahren zu den Standards und die Luft nach oben wird immer dünner.

Die Stoffe werden immer leichter, atmungsaktiver und witterungsbeständiger. 4-Wege-Stretche, dehnfähige Wattierungen und Laminate ermöglichen maximale Bewegungsfreiheit, und sie machen die engen, modischen Schnitte auf der Piste überhaupt erst möglich. Selbst enganliegende Jethosen können jetzt warm gefüttert werden, beispielsweise durch dünne, intelligente Schaumstoffe, die zwischen Oberstoff und Futter liegen und dort aktiv das Klima regulieren.

Daunen werden in der Funktionsbekleidung durch immer bessere synthetische Fasern ersetzt, die sich problemlos waschen lassen und auch im nassen Zustand warm halten.


7. Wintermode: Die Transparenz nimmt zu

Nachhaltigkeit ist vielen Brands ein echtes Anliegen. Die Verwendung von recycelten Stoffen, beispielsweise aus PET Flaschen oder alten Fischernetzen beweisen das. Der Anteil an recycelten Materialien wächst mit der Performance dieser Stoffe beständig.

Gerade die Gewinnung der Daune hat in den letzten Jahren immer wieder öffentlichen Protest entfacht. Viele Brands haben deshalb Zulieferer gefunden, die auf Lebendrupf verzichten und legen ihre Supply Chain offen. Gleichzeitig stößt das Engagement für umweltfreundlichere Ausrüstungen auf immer mehr Interesse, z.B. beim Verzicht auf PFC.

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Bis 2020 wollen viele Brands für die wasserabweisenden, aber umweltschädlichen Chemikalien eine Alternative gefunden haben, bis dahin reduzieren sie ihren Einsatz auf ein Minimum. 

Lesen Sie hier: Stylisch durch den Sommer? Die Industrie hat schon die Sommer-Trends für 2018 festgelegt.

 

Dr. Regina Henkel (Quelle: Dr. Regina Henkel)
Ein Beitrag von Regina Henkel, Autorin
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