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 Wearables bei den Olympischen Spielen 2016
Wearables | 03.08.2016

Diese Wearables unterstützen die Athleten bei den Olympischen Spielen

Wearables bei Olympia 2016 in Rio

Wearables bei den Olympischen Spielen 2016. Solos by Kopin ist eine ultraleichte smarte Funktionsbrille, die in Sachen Aerodynamik, Style und Komfort beste Leistung bringt. (Quelle: Solos)
Solos by Kopin ist eine ultraleichte smarte Funktionsbrille, die in Sachen Aerodynamik, Style und Komfort beste Leistung bringt.
Bild: Solos
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„Wearables werden genauso wichtig sein wie die klassische Sportausrüstung der Olympiateilnehmer.“ So lautet nicht nur die Einschätzung von Mounir Zok, Direktor für Technologie und Innovation des Nationalen Olympischen Komitees der USA, sondern auch die von WT | Wearable Technologies. Wir haben verschiedene Wearables entdeckt, die schon in diesem Jahr bei den Athleten und den Olympischen Spielen in Rio zum Einsatz kommen.

Ein Ring, der das Bezahlen vereinfacht

Die Idee für den Visa-Zahlungsring ist bei Gesprächen mit Olympioniken entstanden. Wenn man sich ständig umziehen muss, ist es einfach unpraktisch, mit Bargeld oder Karte zu bezahlen. Daher musste eine Bezahl-Lösung her, die rund um die Uhr getragen werden kann, unabhängig von der jeweiligen Kleidung. Im Zuge der Olympischen Spiele 2016 in Rio hat VISA einen neuen Ring vorgestellt, mit dem die Athleten schnell und einfach per Handbewegung bezahlen können. Falls der Ring verlorengeht, kann er per Smartphone deaktiviert werden.

Er ist wasserdicht und zeichnet sich durch ein elegantes, schlichtes Design aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass er ohne Akku auskommt, sodass lästiges Aufladen überflüssig wird. Im Inneren des praktischen Schmuckstücks befindet sich ein sicherer Gemalto-Mikrochip sowie eine integrierte Antenne. Von außen besteht der Ring aus schwarzer oder weißer Keramik. Zwar wird der Ring nicht individuell gefertigt, VISA bietet allerdings 20 verschiedene Größen an, aus denen die Sportler die für sie passende wählen können.


Das Team von Solos hat sich vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio mit den Teilnehmern der Olympischen Radsportdisziplinen zusammengesetzt. Solos by Kopin ist eine ultraleichte smarte Funktionsbrille, die in Sachen Aerodynamik, Style und Komfort beste Leistung bringt.

Die clevere Brille ist mit einem integrierten Head-up-Display sowie den nötigen Audio-Features ausgestattet. Auf dem hochauflösenden Display können sich Radfahrer die Leistungswerte von ihrem Smartphone oder anderen Wearables in Echtzeit anzeigen lassen. So haben sie Zugriff auf alle relevanten Daten und können ihr Training präzise darauf ausrichten und Spitzenleistungen erzielen, ohne die Fahrt zu unterbrechen.

Ein smartes Shirt zur Leistungsüberwachung

Auch das Smart Shirt von Hexoskin zählt zu den Wearables, die von den Olympiateilnehmern in diesem Jahr genutzt werden. Es kann Puls, Atmung, Geschwindigkeit und Schlafgewohnheiten aufzeichnen und ist eines der wenigen Wearables auf dem Markt, die die elektrische Aktivität des Herzens mittels EKG messen.

Die vom Hexoskin Smart Shirt gesammelten Daten können via Bluetooth direkt mit dem Smartphone oder Tablet synchronisiert und anschließend mit früheren Leistungsdaten verglichen werden. Außerdem vereinfacht es die Analyse durch den Trainer, indem es wichtige Daten hervorhebt und Verbesserungspotenziale in Echtzeit aufzeigt.

Das US-amerikanische Damen-Volleyballteam bringt den Sprungmonitor von VERT in die Olympische Arena. Der VERT-Sprungmonitor kam bei der Olympiavorbereitung der Mannschaft zum Einsatz. Er wird um die Hüfte getragen und erfasst Anzahl und Höhe der einzelnen Sprünge. Anschließend übermittelt er die Daten in Echtzeit an die zugehörige App. Außerdem nutzte ihn das Team, um Verletzungen vorzubeugen.

Mit VERT kann das Team nachverfolgen, auf welcher Position wie viele Sprünge gemacht werden, und seine Taktik sofort daran anpassen. Auch für Spielerinnen mit Knie- oder Rückenproblemen bietet es wichtige Unterstützung.

Der VERT-Sprungmonitor kam bei der Olympiavorbereitung des Volleyballteams zum Einsatz. Er wird um die Hüfte getragen und erfasst Anzahl und Höhe der einzelnen Sprünge. (Quelle: Myvert)
Der VERT-Sprungmonitor kam bei der Olympiavorbereitung des Volleyballteams zum Einsatz. Er wird um die Hüfte getragen und erfasst Anzahl und Höhe der einzelnen Sprünge.
Bild: Myvert

Überwachung im Schuh

Auch Kinematix ist auf dem Weg nach Rio, und zwar mit dem US-amerikanischen Olympioniken Greg Billington und seiner portugiesischen Kollegin Vanessa Fernandes. Kinematix TUNE ist ein Überwachungssystem für beide Füße, das im Schuh angebracht wird. Mit TUNE können die Athleten relevante Parameter wie Distanz, Zeit, Geschwindigkeit und Höhenmeter überwachen und so ihren Lauf optimieren.

Darüber hinaus bietet es ihnen wichtigen Informationen zu Laufleistung und -technik. Zudem erstellt TUNE anhand der analysierten Daten ein individuelles Trainingsprogramm zur Unterstützung des Trainers. 

Bei Olympia kann eine Tausendstelsekunde über die Farbe der Medaille entscheiden. Daher machen sich die Olympioniken jetzt Wearables und die damit aufgezeichneten Daten zunutze, um schneller als ihre Konkurrenten zu sein. Außerdem können Trainer und Coaches mit dem neuen Equipment die Leistung ihrer Sportler in Echtzeit überwachen und sehen, in welchen Bereichen Verbesserungspotenzial besteht.

Die Olympischen Spiele versprechen jetzt noch spannender zu werden, da die Teilnehmer ihr Potenzial mithilfe der Weareables voll ausschöpfen können.

Christian Stammel (Quelle: Wearable Technologies)
Ein Beitrag von Christian Stammel, Autor
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