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 Das kann der Fitness-Tracker TomTom Runner 2 Cardio + Music
Wearables | 17.08.2016

PRODUCT OF THE YEAR beim ISPO AWARD

GPS-Uhr TomTom Runner 2 Cardio + Music: Herzfrequenzmessung und MP3-Player

Das kann der Fitness-Tracker TomTom Runner 2 Cardio + Music. TomTom Runner 2 Cardio + Music: Laufen mit Musik am Handgelenk (Quelle: TomTom)
TomTom Runner 2 Cardio + Music: Laufen mit Musik am Handgelenk
Bild: TomTom
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Die TomTom Runner 2 Cardio + Music ist ein äußerst vielversprechender Trainingspartner: Die GPS-Uhr kann die Herzfrequenz messen und den Sportler mit Musik versorgen. Dabei braucht es kein Smartphone und keinen Brustgurt. ISPO.com hat die Uhr getestet: So klappt das Training mit der neuen TomTom-Uhr.

Die Kombination aus optischer Herzfrequenzmessung und Musik ist zunächst ungewöhnlich. Wie zuverlässig funktioniert die Messung über den optischen Sensor, und wann ist Laufen mit Musik überhaupt zu empfehlen? Wir haben einen genaueren Blick auf den Gewinner des ISPO AWARD PRODUCT OF THE YEAR 2016 im Performance-Segment geworfen und mit ihm ein paar Kilometer absolviert. 



Mit dem Nachfolger der Runner 1 betritt TomTom neues Terrain im Bereich der Wearables und versorgt Läufer jetzt auch mit musikalischer Unterhaltung. Auch wenn sich die TomTom Runner 2 Cardio + Music auf den ersten Blick kaum von ihrem Vorgänger unterscheidet, bietet sie einige Verbesserungen und wesentliche Zusatzfunktionen. Bei einem Preis von 249 Euro dürfte die neue Multisportuhr von TomTom für viele ambitionierte Hobbyläufer interessant sein und in das Lifestyle-Segment der Activity Tracker und Puls-Sportuhren ordentlich Bewegung bringen.

Lesen Sie hier: So entwickelt sich der Wearable-Markt in Zukunft

TomTom Runner 2: Musik und Herzfrequenz

Die GPS-Uhr ist mit 51 Gramm sehr leicht und kann mit unterschiedlich breiten Armbändern, die es in drei Farbvarianten gibt, an das Handgelenk angepasst werden. Auffällig ist das verbesserte Display aus widerstandsfestem „Gorillaglas“. Die markanten Veränderungen stecken jedoch im Gehäuse: Die TomTom Runner 2 Cardio + Music besitzt einen integrierten MP3-Player und misst die Herzfrequenz durch einen optischen Sensor am Handgelenk. Das wird besonders Läuferinnen freuen, denn wunde Stellen durch scheuernde Brustgurte gehören fortan der Vergangenheit an. 

TomTom Runner 2 Cardio + Music mit drei individuellen Trainingsanzeigen. (Quelle: TomTom)
TomTom Runner 2 Cardio + Music mit drei individuellen Trainingsanzeigen.
Bild: TomTom


Herzfrequenzmessung: Komfortabel und immer exakter

Optische Sensoren waren für die Herzfrequenzmessung während des Laufens bisher häufig ungenau und störanfällig. Wie gut die optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk letztendlich funktioniert, hängt von einigen Faktoren ab:

  • Eine Trageposition zu nah am Handgelenk und vor allem ein zu lockerer Sitz können eher zu Unregelmäßigkeiten bei der Messung während des Sports führen.
  • Die Art der Aktivität kann zu Unterbrechungen der Herzfrequenzmessung führen. Gelangt beispielsweise beim Schwimmen Wasser zwischen die Haut und den optischen Sensor, wird der Lichtstrahl abgelenkt und erreicht nicht mehr die Blutbahn.
  • Die äußeren Bedingungen, insbesondere sehr niedrige Außentemperaturen, können dazu führen, dass die Herzfrequenz nicht zuverlässig ermittelt wird. Bei kälteren Temperaturen ist der Blutfluss langsamer, was dem optischen Sensor Schwierigkeiten bereiten kann. 

TomToms GPS-Uhr: Kompatibel mit anderen Herstellern

Den äußeren Lichteinfall hat TomTom mit der Modifizierung der Gehäuseunterseite reduziert und den optischen Sensor in einer kleinen Erhöhung und tiefer im Gehäuse integriert. Dadurch muss die TomTom Runner 2 Cardio + Music nicht mehr so eng am Körper wie das Vorgängermodell getragen werden. Zudem wird jetzt ein Sensor von Osram verwendet, der die Herzfrequenzdaten durch einen neuen Algorithmus auswertet. 

Walter Hermsen, VP Product Marketing Sports bei TomTom, erklärt: „Der neue HR-Algorithmus ermöglicht es, Bewegungsinformationen und die Sensorwerte zu kombinieren, um so die Herzfrequenz während verschiedener Tätigkeiten besser zu messen. Ferner können wir so auch eine kontinuierliche 24/7-Auswertung durchführen." 

Das Ganze ist technologisch komplex, und daher ist es bemerkenswert, wie gut TomTom diese zentrale Funktion im Griff hat. Wer dennoch eine Herzfrequenzmessung via Brustgurt bevorzugt, der kann fast jeden Brustgurt mittels Bluetooth Smart mit der Uhr koppeln.

„Für manche Aktivitäten verwenden Sportler immer noch lieber einen Brustgurt. Zum Beispiel während des Fahrradfahrens, wenn die Uhr am Lenker montiert werden kann. Zudem tragen viele Sportler ihre Uhr im Winter über der Kleidung, dabei ist die Herzfrequenzmessung am Handgelenk nicht möglich“, so Walter Hermsen.

Es lassen sich ebenso alle Sensoren anderer Anbieter für die Messung von Geschwindigkeit und Trittfrequenz beim Radfahren nutzen.

Lesen Sie hier: Das sind die Wearables der Zukunft: Gesundheitsüberwachung wird besonders wichtigt.

TomTom Runner 2 Cardio & Music: Der optische Herzfrequenzsensor sitzt tiefer im leicht erhöhten Gehäuseboden. (Quelle: TomTom)
TomTom Runner 2 Cardio & Music: Der optische Herzfrequenzsensor sitzt tiefer im leicht erhöhten Gehäuseboden.
Bild: TomTom


TomToms Stärke: Zuverlässiger GPS-Empfang

Auffällig: die einzige Taste zur Menü-Führung sitzt unterhalb des Displays. In ihr ist auch der GPS-Sensor verbaut. „Dadurch, dass die Taste unter dem Bildschirm sitzt, konnten wir das Uhren-Design kleiner und sehr schlank gestalten“, sagt Walter Hermsen: „Die Ein-Knopf-Steuerung sorgt für eine intuitive und einfache Bedienung."

Durch die separate Platzierung des GPS-Sensors sollen Messung verbessert und Störungen vermieden werden. So zeigt er beim Laufen meist nach oben, was den Empfang verbessert. Die Position wird schnell gefunden, vorausgesetzt die Assisted-GPS-Daten sind durch die Synchronisation über Computer oder Smartphone aktuell. Die TomTom-Ingenieure setzen beim Tracking auf eine Kombination von GPS und GLONASS, der russischen Alternative. Die speziellen Satellitendaten werden via MySports Connect beziehungsweise MySports App auf die Runner 2 Cardio + Music übertragen.

Musik ohne Smartphone und Kopfhörer-Kabel

Bleibt noch die Musik: Die einen schwören auf die motivierende Wirkung, andere können auf keinen Fall mit Musik laufen. Manchen Läufern ist der Rhythmus der Musik völlig egal, für andere müssen die Beats mit Herzschlag oder Schrittfrequenz übereinstimmen. Wenn man es mag, kann das Laufen mit Musik durchaus Sinn machen. Hierfür bietet die Tom Tom Runner 2 Cardio + Music einen 3-GB-Speicher für Playlists und 500 Songs. Sie lässt sich via Bluetooth kabellos mit dem mitgelieferten Kopfhörer verbinden, und alle laufbegeisterten Musikfans können ohne lästiges Smartphone am Arm im Rhythmus ihrer Playlist trainieren. 

Lesen Sie hier: Die ISPO-Redaktion hat die perfekte Lauf-Playlist zusammengestellt.


Laufen mit Musik steigert die Motivation und das persönliche Wohlbefinden, viele Läufer können dadurch besser abschalten. Stehen lange oder schnelle Läufe auf dem Trainingsplan, dann erhöht sich durch die Musik die Belastungsverträglichkeit und Leistungsbereitschaft. Besonders gut eignet sich natürlich das Laufen mit Musik auf dem Laufband.

Die GPS-Uhr liefert TomTom zusammen mit einem Bluetooth-Kopfhörer. Der sieht zwar etwas sperrig aus, funktioniert in der Praxis aber einwandfrei und bietet satte Bässe. Drei Tasten am Kopfhörer regeln die Kopplung mit der Uhr sowie die Lautstärke. Die Kopplung ist unkompliziert schnell und erfolgt manuell vor jedem Start der Aktivität. Zudem kann die TomTom Runner 2 Cardio + Music mit jedem anderen Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher verwendet werden. Die mitgelieferten Kopfhörer werden über einen Mikro-USB Anschluss aufgeladen. 

Lesen Sie hier: Warum Smartwatches die Zukunft der Uhrenbranche sichern

Stefan Drexl ist Redakteur der ISPO. (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Stefan Drexl, Autor
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