ISPO.com is also available in English ×
 ICAROS: Virtual Reality für Sportler
AWARD | 23.01.2016

Der ISPO BRANDNEW Overall Winner 2016 im Portrait

ICAROS: Fitness vereint mit Virtual Reality

ICAROS: Virtual Reality für Sportler. Das Münchner Start-up ICAROS ist Overall Winner bei ISPO BRANDNEW 2016 (Quelle: ISPO BRANDNEW / Matthias Robl)
Das Münchner Start-up ICAROS ist Overall Winner bei ISPO BRANDNEW 2016
Bild: ISPO BRANDNEW / Matthias Robl
Artikel teilen:
Artikel bewerten:
Der Wunsch zu fliegen, wohnt dem Menschen seit Urzeiten inne. Ebenso der Spaß am sportlichen Wettkampf. ICAROS verbindet beide Sehnsüchte zu einem Sportgerät, das die Fitnesswelt revolutionieren könnte.

Die Idee, die ICAROS im Jahr 2016 zum unbestrittenen ISPO BRANDNEW Overall Winner machte: Während der Sportler in einem futuristischen Gestell liegt, gleitet er mithilfe einer Virtual-Reality-Brille durch virtuelle Welten und trainiert spielerisch den ganzen Körper – ganz so, als sei er Superman oder ein anderer fliegender Held.

Mit atemberaubender Geschwindigkeit lässt sich der ICAROS zum Beispiel durch eine animierte Canyon-Landschaft fliegen. Durch das Zusammenspiel zwischen dem Schlitten, auf dem der Sportler liegt, und der virtuellen Realität entsteht ein äußerst reales Fluggefühl. Die Übertragung der Bewegung mittels des am Lenker angebrachten Controllers funktioniert komplett ohne Zeitverlust.

Design und Fitness-Konzept des ICAROS preisgekrönt

Nach der Auszeichnung ISPO BRANDNEW Overall Winner ging der Preisreigen im Frühling 2016 weiter. Auf der Fitness-Messe FIBO in Köln belegte ICAROS den zweiten Platz beim Jury- und den dritten Platz beim Fachbesucher-Award. Zusätzlich erhielt das Design des ICAROS beim RedDot Design Award eine Honourable Mention.

Fotoshow: Das ist ICAROS

„Die Vision hinter ICAROS ist der Spaß am Training. Du kannst spielen und musst kein schlechtes Gewissen haben. Dieses langweilige Eisen stemmen, das so vielen Leuten keinen Spaß macht, ist vorbei“, erklärt Johannes Scholl, CEO der ICAROS GmbH. Sein Konzept ist die konsequente Kombination aus Sport und Unterhaltung in der digitalen Welt.

Ein Konzept, das der Industrie-Design-Student Johannes Scholl 2010 bei einem Praktikum bei der Münchner Innovation Company HYVE für seine Diplom-Arbeit entwickelte. Als er seinem damaligen Chef Michael Schmidt erzählte, er wolle ein neuartiges Sportgerät erfinden, war dessen Antwort kurz und knackig: „Tolle  Idee, aber wenn du ein Sportgerät machst, dann nicht den x-ten Heimtrainer, sondern Spektakel. Mach ein Gerät mit dem du fliegen kannst.“ Und das war quasi die Geburtsstunde von ICAROS.


ICAROS vereint Sport und Virtual Reality

Scholl und Schmidt brüteten über der Idee und gaben ICAROS langsam aber sicher eine Form. „Wir kamen ja von Null. Wir haben einfach angefangen, das Ding am Computer aufzubauen“, so beschreibt Scholl den Design-Prozess: „Die erste Idee basierte auf einem Exoskelett, mit ganz vielen Servomotoren. Total abgespaced und unendlich teuer.“

Mittlerweile gibt es den dritten Prototypen des ICAROS’.  Aber das Prinzip „mit dem mittig verbauten Gyroskop und den zwei Achsen, die sich letztlich im Körperschwerpunkt des Nutzers treffen“, ist gleichgeblieben. Prototyp Nummer drei funktioniert inzwischen komplett kabellos und benötigt lediglich eine App und ein passendes Smartphone. Das Handy wird als Bildschirm auf die Virtual Reality Brille gepackt, und schon kann die virtuelle Flug- und Fitnessstunde mit dem Sportgerät gestartet werden.

ISPO.COM-Redakteur Florian Pertsch hat das neue Sportgerät ausprobiert, und erlebt, wie der Virtual-Reality-Sportler mit ICAROS verschiedensten Bereiche trainiert: Konzentration, Reflexe und selbstverständlich auch Kraft – alles ist möglich. Ein Sturzflug zum Beispiel geht stark auf die Schultermuskulatur, lange Kurven beanspruchen die seitliche Rumpfmuskulatur des virtuellen Fliegers.


Schon arbeitet das Team von ICAROS daran, computergesteuerte Gegner in die virtuellen Welten zu bringen – und langfristig sogar Multiplayer-Spiele zu ermöglichen, in denen man sich mit echten Menschen über das Internet messen kann. Das Spielerische dient dabei immer dem Sport: „Primär sehen wir ICAROS als Fitness-Tool“, sagt Johannes Scholl.

ICAROS kaufen? So teuer ist das Sportgerät

Seit dem 1. April liefert die ICAROS GmbH die ersten Modelle an seine Kunden aus und hat damit seinen ambitionierten Zeitplan exakt eingehalten. 

In Hamburg ist das Premium-Fitnessstudio Kaifu Lodge einer der ersten Kunden, die den Kaufpreis von 7.500 Euro pro ICAROS aufgebracht haben. Wie Scholl erklärte gehören auch Eventveranstalter, Hersteller von Virtual Reality Brillen und sogar eine deutsche Airline zu den Kunden.

„Der Ansatz ist momentan definitiv der B2B-Bereich. Das war von Anfang an die Strategie“, so Scholl. Der B2C-Bereich stand zunächst also nicht im Fokus, dennoch orderten bereits auch einige Privatkunden einen ICAROS.

Der Erfolg lässt die Entwickler von ICAROS bereits in größeren Dimensionen denken, denn unter dem Claim „ACTIVE VR“ plant das Unternehmen neue Geräte und neue Software.

Kommentare
Florian Pertsch (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Florian Pertsch, Autor
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media