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 Das Armband sagt: "Nimm die Treppe"
Ausrüstung | 29.11.2015

Wearables tragen zur Gesundheit bei

Das Armband sagt: "Nimm die Treppe"

Das Armband sagt: "Nimm die Treppe". Trailrunner in den Alpen (Quelle: Garmin)
Trailrunner in den Alpen
Bild: Garmin
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Richtiges Equipment, Trainingsplanung und regelmäßige Analysen der Leistungsentwicklung sind bei ambitionierten Sportlern gang und gäbe. Nun kommen immer mehr Activity-Tracker auf den Markt, mit denen auch Freizeitsportler ihre Fitness analysieren und optimieren können.

Activity Tracker entwickeln sich derzeit zu einem wahren Mainstream-Phänomen. Die elektronischen Armbänder zählen die täglichen Schritte und berechnen die zurückgelegte Strecke und den Kalorienverbrauch. Sämtliche Informationen schicken sie drahtlos über Bluetooth an das nahegelegene Smartphone oder Tablet. Aber das ist noch nicht alles. Viele der smarten Fitness-Armbänder können noch viel mehr.


Pulsmessung  

Einige der neuen Activity Tracker, wie der Samsung Gear Fit oder die Apple Watch, haben einen optischen Sensor an der Unterseite, der über den Kontakt der Haut den Puls misst. Andere Produkte, wie Garmins VivoFit und der Loop von Polar, bieten einen optionalen Brustgurt, um gerade bei Ausdauersportarten wie Laufen eine exakte Herzfrequenzmessung zu gewährleisten.

Schlafphasen werden aufgezeichnet

Moderne Activity Tracker messen nicht nur die Alltagsbewegungen. Trägt man die sensiblen Armbänder auch während des Schlafs, erkennen die Sensoren, ob man nachts aufgewacht und wenn ja, wann und für wie lange. Die Informationen können später in einer App oder auf der Website anhand von Grafiken analysiert werden. Einige Activity Tracker, wie Withings Pulse Ox oder der Runtastic Orbit, sind sogar in der Lage die Schlafphasen aufzuzeichnen und ermöglichen so einen tieferen Einblick in ein wichtiges Element der Regeneration.

Fitnesstracking in den Alpen (Quelle: Garmin)
Fitnesstracking in den Alpen
Bild: Garmin

Gesetzte Ziele leichter erreichen

Durch entsprechende Einstellungen über die passende Fitness-App können auf den meisten Activity Trackern die persönlichen Ziele, wie Anzahl der Schritte pro Tag oder das Wunschgewicht, für einen bestimmten Zeitraum festgelegt werden. Beim Garmin VivoFit kann man beispielsweise die Ziele für den Kalorienverbrauch, die zurückzulegende Strecke oder die gewünschte aktive Zeit vorgeben.

Eine besondere Motivation ist das Sammeln von Bonuspunkten und anderen Auszeichnungen. Nike verwendet bei seinem FuelBand SE die eigens entwickelte Maßeinheit NikeFuel. Seine Nutzer erhalten je nach Aktivität bestimmte „Fitness Milestones“. Einige Apps liefern nicht nur Ergebnisse, sie geben auch Empfehlungen für einen gesünderen Lebensstil wie: „Früh aufstehen“, „Mehr Bewegung“ oder „Nimm die Treppe“.

Kleine Erfolge mit Freunden teilen

Viele Fitness-Bänder haben die Möglichkeit, die erreichten Ziele, Teilerfolge oder den aktuellen Fitness-Status direkt in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter zu teilen, ohne die Informationen manuell eintippen zu müssen.

Natürlich sind Gewichtsverlust und Fitnessziele Teil der Privatsphäre, man sollte sich daher genau überlegen, welche Informationen man der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchte. Aber es kann motivieren, seine Fortschritte bestimmten Freunden mitzuteilen. Einige Activity Tracker nutzen diesen zusätzlichen Anreiz ganz bewusst. Der Striiv Touch erlaubt es beispielsweise, sich virtuell mit Freunden zu messen und Medaillen zu gewinnen.


Aufnahme und Verbrauch von Kalorien steuern

Bei manchen Activity Trackern lassen sich mit Hilfe der App oder Website die täglichen Mahlzeiten besser steuern. Dabei kooperieren einige Hersteller mit Partner-Apps, um Inhaltsstoffe und Kalorienmenge bestimmter Lebensmittel bereitzustellen. Zwar ist es noch erforderlich, die Anzahl und Menge der verzehrten Nahrungsmittel einzugeben, der Abgleich mit den täglichen Aktivitäten erfolgt dabei aber automatisch. So synchronisiert sich zum Beispiel der FitBit Flexmit der App LoseIt!, um dem Nutzer mitzuteilen, ob er die aufgenommenen Kalorien bereits wieder verbrannt hat.

Auch der Jawbone UP24 arbeitet mit verschiedenen Apps, um die Nahrungsaufnahme zu berechnen, das Gewicht zu kontrollieren und Strecken aufzuzeichnen. Außerdem lassen sich damit die Barcodes von Lebensmitteln scannen – das erspart die Eingabe und zeigt die exakte Anzahl der Kalorien, Fette, Proteine und Kohlenhydrate an, die man gegessen hat.


Stefan Drexl ist Redakteur der ISPO. (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Stefan Drexl, Autor
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