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 Slackline-Ass Tauri Vahesaar trotzt Kälte und Schmerzen
Outdoor | 06.02.2017

Competition gegen Jaan Roose und Nathan Faure Vincent

Slackline-Ass Tauri Vahesaar trotzt Kälte und Schmerzen

Tauri in Action: Neben dem Pool drängen sich die Zuschauer, über dem Pool turnt Tauri Vahesaar. (Quelle: ISPO.com)
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Im Water Sports Village auf der ISPO MUNICH 2017 batteln sich drei der weltbesten Slackliner. Auf einem 20 Meter langen Band über einem Pool zeigen sie verrückte Stunts. ISPO.com war dabei und sprach mit Slackline-Profi Tauri Vahesaar.

Schon nach 30 Minuten waren die roten Striemen an den Oberkörpern von Jaan Roose, Nathan Faure Vincent und Tauri Vahesaar nicht mehr zu übersehen. Schrammen und Kratzer von den verrückten Stunts auf der Slackline, die über den Pool im Water Sports Village auf der ISPO MUNICH 2017 gespannt wurde.

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„Slackliner müssen Schmerzen aushalten“

Auf und nieder schwingt die Slackline, wenn die Athleten auf ihr aufkommen und sich nach oben katapultieren lassen. Festgezurrt wird die Slackline wie ein Spanngurt auf der Ladefläche eines LKWs. Mal landen Sportler auf dem Hintern, die Füße klatschen dann ins Wasser, so tief sinken sie herunter, mal auf den Füßen und mal auf dem geschundenen blanken Oberkörper. Wer glaubt, dass Slackliner die entspannten Typen aus dem Park sind, die zwischen zwei Bäumen versuchen, die Balance zu halten, liegt völlig daneben.

Drei Star-Slackliner: Die Esten Jaan Roose und Tauri Vahesaar sowie der Franzose Nathan Faure Vincent mit dem Gibbon-CEO Robert Käding (von rechts). (Quelle: ISPO.com)
Drei Star-Slackliner: Die Esten Jaan Roose und Tauri Vahesaar sowie der Franzose Nathan Faure Vincent mit dem Gibbon-CEO Robert Käding (von rechts).
Bild: ISPO.com


„Du musst Schmerzen aushalten, wenn du beim Slacklinen weiterkommen willst. Das unterscheidet professionelle Slackliner von denen, die es nur als Hobby machen“, sagt Tauri Vahesaar. Der 23-Jährige ist zum vierten Mal in Folge auf der ISPO MUNICH: „Das Besondere hier ist, dass so viele Zuschauer am Rand stehen, die uns feiern.“

Nach einer Stunde Contest reicht es aber auch Vahesaar: „Mir ist eiskalt.“ Er rennt zum Gibbon-Stand in Halle A6 und verschwindet hinter einem Vorhang aus Slacklines. Immerhin: Die Zuschauer haben ihn zum Sieger des Wettkampfes gekürt.

Das ist das Watersports Village


Slackliner Tauri Vanesaar: „Habe die Ehre“

Der junge Este aus Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands, ist Slackline-Profi und kann von seiner Leidenschaft sogar leben. Gibbon ist sein Hauptsponsor, dafür muss Vahesaar aber auch von Contest zu Contest reisen.

Der größte Wettbewerb findet auf dem Red Bull Slackship statt, einem Schiff in Danzig, bei dem zwischen den beiden Segelmasten in 25 Metern Höhe eine Slackline gespannt wird. Höhenangst darf man nicht haben. Eben nur was für die ganz harten Jungs. Tauri wurde 2016 Zweiter.

So pompös ist der ISPO Contest nicht und trotzdem kommt Vahesaar, der als Stuntman im Film Assassins Creed mitspielte, immer wieder gerne. „Meine Freundin ist Deutsche.“ Sein Lieblingswort auf Deutsch? Ganz münchnerisch: „Habe die Ehre.“

Gregor Röslmaier schreibt für ISPO.com. (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Gregor Röslmaier, Autor
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