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 Olympia 2016: Das kassieren die Mega-Stars der Spiele in Rio
Olympia | 10.08.2016

Usain Bolt, Novak Djokovic, Serena Williams und Co. bei Olympia 2016

Was verdienen die Stars bei den Olympischen Spielen in Rio?

Olympia 2016: Das kassieren die Mega-Stars der Spiele in Rio. Die Mega-Verdiener der Olympischen Spiele 2016 in Rio: Roger Federer, Usain Bolt, Novak Djokovic und Kevin Durant. (Quelle: Imago)
Die Mega-Verdiener der Olympischen Spiele 2016 in Rio: Roger Federer, Usain Bolt, Novak Djokovic und Kevin Durant.
Bild: Imago
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Einst waren die Olympischen Spiele ein Wettkampf für Amateure, doch längst sind auch die großen Stars aus der Sportwelt am Start. Auf der Olympia-Gehaltstabelle von Rio 2016 sind aber nicht die Fußballer ganz vorne, sondern Stars aus den unterschiedlichsten Sportarten. 

Tennis-Superstar Novak Djokovic, Basketball-Scorerkönig Kevin Durant, Tennis-Rekordhalterin Serena Williams und Usain Bolt als schnellster Mann der Welt sind die Stars der Olympischen Spiele in Rio (5. bis 21. August). Laut „Forbes“ verdienen sie jährlich zusammen etwa 190 Millionen Dollar.

Damit gehören sie zugleich zu den absoluten Topverdienern bei Olympia in Rio. Die einzige Frau, die im Konzert der männlichen Topverdiener mitspielt: Serena Williams, die in Rio zu den Top-Favoriten im Tennis zählt.

Die Prämien, die die nationalen Sportverbände für Medaillen in Rio ausgelobt haben, klingen dagegen marginal.

ISPO.com stellt die Stars vor: Was sie verdienen und woher das Geld kommt.

Serena Williams: Top-Verdienerin der Frauen

Geschätztes Jahreseinkommen: 29 Millionen US-Dollar. Damit kommt Serena Williams erst auf Platz 40 der bestbezahlten Athleten, darunter auch Sportler aus Nicht-Olympia-Sportarten. Trotzdem ist Williams die mit Abstand bestbezahlte Frau – erst auf Platz 88 der Forbes-Liste kommt Tennis-Star Maria Sharapova.

Die Russin galt lange als die reichste Sportlerin, wurde zuletzt aber des Dopings überführt und hat erhebliche Sponsoring-Einbußen. Lesen Sie hier, welche Geldgeber Sharapova verloren hat.

Verteilung der Einnahmen: Serena Williams hat mit 78 Millionen Dollar während ihrer Profi-Laufbahn doppelt so viel wie jede andere weibliche Top-Sportlerin eingespielt, allein 2015 verdiente sie auf der WTA-Tour 10,5. Der Rest kommt von ihren Top-Sponsoren Nike und Wilson und Beteiligungen.


Ausrüster: Beim Sportartikelhersteller Nike hat Williams eine eigene Kleidungs- und Schuhkollektion. 

Weitere Sponsoren: u. a. Beats, Delta Airlines, IBM, Burlei bras und Audemars Piguet. Kurios: Williams besitzt einen Anteil an Football-Klub Miami Dolphins. Insgesamt bekommt Williams laut Forbes rund 20 Millionen Dollar an Sponsoring-Geldern.

Erfolge: 17 Grand-Slam-Titel, 302 Wochen Nummer 1 der Weltrangliste, Olympiasieger 2008, Olympiazweiter 2012.

Kevin Durant: US-Basketball-Star in Rio

Geschätztes Jahreseinkommen: 63 Millionen US-Dollar. Damit Nummer fünf in der Liste der Topverdiener unter den Sportlern weltweit.

Verteilung der Einnahmen: Kevin Durant ist gerade innerhalb der Basketball-Profiliga NBA von Oklahoma Thunder zu den Golden State Warriors gewechselt. Er soll jährlich über 27 Millionen Dollar von seinem neuen Verein kassieren. Noch mehr gibt’s allerdings von den Sponsoren: 36 Millionen Dollar. Das meiste davon bekommt Durant von Nike.

Ausrüster: Nike. Unglaubliche 300 Millionen Dollar soll Durant für seinen 2014 geschlossenen Zehnjahresvertrag mit dem US-Sportartikel-Giganten kassieren. Nike stach in einem Wettbieten damals den Konkurrenten Under Armour aus. 

Weitere Sponsoren: u. a. Neff und Foot Locker.

Erfolge: Olympiasieger 2012 in London mit dem „Dream Team“ der US-Basketballer, will diesen Erfolg bei Olympia 2016 in Rio wiederholen. NBA-Finalist 2012, MVP der NBA 2014, 4x Topscorer der NBA (2010 bis 2012, 2014).

Lesen Sie hier: Sponsoren bei Olympia 2016: Das Milliardengeschäft in Rio

Novak Djokovic: Weltranglistenerster im Tennis

Geschätztes Jahreseinkommen: 56 Millionen Dollar. Damit ist der Schützling von Trainer Boris Becker die Nummer 6 der Topverdiener unter den Sportlern weltweit. Bei Olympia 2016 war allerdings bereits in Runde eins Schluss. Der Serbe unterlag Martin del Potro.

Verteilung der Einnahmen: Novak Djokovic knackte als erster Tennisprofi der Geschichte die 100-Millionen-Dollar-Preisgeld-Grenze. Aktuell hat er durch seine sportlichen Erfolge über 102 Millionen Dollar eingespielt. 2015 nahm er als erster Spieler über 20 Millionen Dollar in einem Jahr ein (21,6). Trotzdem bringen ihm die Sponsoren noch mehr: Laut „Forbes“ 36 Millionen Dollar per annum.

Ausrüster: Adidas (Schuhe) und Uniqlo (Bekleidung). Der 2012 geschlossene Fünfjahresvertrag mit der japanischen Bekleidungs-Firma soll jährlich gut neun Millionen Dollar bringen. Der mehrjährige Schuh-Kontrakt mit Adidas bringt ebenfalls Millionen in die Kassen. 

Weitere Sponsoren: u. a. Head, ANZ, Peugeot und Seiko.

Erfolge: 12 Grand-Slam-Titel, über 200 Wochen Nummer 1 der Welt, Olympiadritter 2008.

Lesen Sie hier: Die größten Sponsoring-Deals des Sports.

Neymar: Brasiliens Superstar

Geschätztes Jahreseinkommen: 37,5 Millionen Dollar. Damit ist der Star des olympischen Fußballturniers von Rio gemeinsam mit Tennis-Profi Rafael Nadal die Nummer 21 der Liste der bestbezahlten Sportlern des Planeten.

Neymar ist der Superstar der Brasilianer und läuft auch bei Olympia für die Selecao auf. (Quelle: Imago/Fotoarena)
Neymar ist der Superstar der Brasilianer und läuft auch bei Olympia für die Selecao auf.
Bild: Imago/Fotoarena

Verteilung der Einnahmen: Der brasilianische Fußball-Star hat gerade einen neuen Fünfjahresvertrag mit dem FC Barcelona bis 2021 geschlossen. Daraus kann man ihn nur für astronomische Summen zwischen 200 Millionen Dollar (im ersten Jahr) und 250 Millionen Dollar (in den letzten beiden Jahren) herauskaufen. Sein Gehalt bei Barca wird auf 14,5 Millionen Dollar geschätzt. Weitaus mehr bringen auch bei ihm die persönlichen Sponsorenverträge: Es sollen 23 Millionen Dollar pro Jahr sein.

Ausrüster: Nike. Noch als Teenager unterschrieb Neymar einen bis 2022 gültigen Elfjahresvertrag mit dem US-Sportartikel-Riesen. Sein Millionen-Kontrakt erhält Bonuszahlungen für Auftritte in der brasilianischen Nationalmannschaft, für Erfolge und falls er als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet werden sollte.

Weitere Sponsoren: u. a. Volkswagen, Red Bull, Panasonic, Konami und Gillette.

Erfolge: Champions-League-Sieger und nationaler Champion mit dem FC Barcelona, Halbfinalist bei der WM 2014 und Olympiazweiter 2012 mit Brasilien, Südamerikas Fußballer des Jahres 2011 und 2012, Dritter bei der Wahl zum Weltfußballer 2015.

Lesen Sie hier: Das waren die Top-Verdiener der Euro 2016

Usain Bolt: Weltrekordhalter und Sprintstar 

Geschätztes Jahreseinkommen: 32,5 Millionen Dollar. Damit ist der schnellste Mann der Welt die Nummer 32 bei „Forbes“ in der Liste der bestbezahlten Sportler. Der Jamaikaner kann als einziger Leichtathlet in Sachen Bezahlung mit den Fußball-, Tennis-, Basketball-, Football- oder Baseball-Profis mithalten.

Verteilung der Einnahmen: Üppige Prämien? Fehlanzeige. Startgelder, Sieg- und Rekordprämien bringen Bolt nur 2,5 Millionen Dollar jährlich ein. Den Großteil kassiert er durch seine Sponsoren: 30 Millionen Dollar.

Ausrüster: Puma. 2013 verlängerte Bolt seinen Kontrakt mit dem deutschen Sportartikelriesen bis inklusive 2016. Pro Saison gibt es zehn Millionen Dollar. Falls er auch 2017 bei der WM in London antritt noch einmal zehn Millionen. Nach seinem Rücktritt kassiert Bolt vier Millionen Dollar pro Jahr als Botschafter für Puma.

„Usain Bolt spielt eine entscheidende Rolle bei der Strategie von Puma für die Olympischen Spiele 2016 in Rio und danach“, sagte Puma-Chef Björn Gulden. Trotzdem gibt es Kritik, dass Puma und Bolt ihre Partnerschaft nicht perfekt nutzen würden.

Das sind die Top-Verdiener bei Olympia


Weitere Sponsoren: zehn globale und sieben regionale Partner, u. a. Virgin Media.

Erfolge: 6x Olympiasieger, 11x Weltmeister über 100 Meter, 200 Meter und in der 4x100-Meter-Staffel, Weltrekordler über 100 Meter (9,58 Sekunden) und 200 Meter (19,19 Sekunden).

Viele prominente Golf-Profis wie Phil Mickelson (Nr. 8 der Bestverdiener des Sports) oder Jordan Spieth (Nr. 9) fehlen bei den Olympischen Spielen in Rio, obwohl Golfen erstmals bei Olympia dabei ist. Zudem sind unter den Top 40 der Forbes-Liste auch viele Baseball- und Football-Profis, deren Sportarten nicht olympisch sind.

Lesen Sie hier: Was die Fußball-EM den Sponsoren gebracht hat.

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Lars Becker (Quelle: Lars Becker)
Ein Beitrag von Lars Becker, Autor
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