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 Pep Guardiola: „Du brauchst Feinde, um besser zu werden“
ISPO-MUNICH | 25.01.2016

FC Bayern-Trainer auf der ISPO MUNICH 2016

Pep Guardiola: „Du brauchst Feinde, um besser zu werden“

Pep Guardiola auf der ISPO MUNICH 2016 (Quelle: Messe München GmbH)
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Auch wenn Pep Guardiola auf der ISPO MUNICH nicht verriet, welchen Klub er in der der englischen Premier League künftig coacht, so erklärte der spanische Fußballtrainer zwischen den Zeilen doch, warum er den FC Bayern München verlässt: „Du brauchst immer neue Herausforderungen.“ Markenbotschafter von Gore-Tex bleibt er. 

„Pep Guardiola hat einen Vertrag unterschrieben. Bis Sommer 2019.“ Die Moderatorin vom Nachrichtensender Sky Sport News HD war in ihrem Element, die Gäste in der ISPO Alm schmunzelten. Nein, der Trainer des FC Bayern München verriet auch auf der ISPO MUNICH 2016 nicht, wo in England es ihn im kommenden Sommer, wenn er München und die Fußball-Bundesliga verlassen wird, genau hinziehen wird.

Gewiss ist nur: Seine wetterfesten Jacken wird der spanische Fußballtrainer mitnehmen. Der Vertrag mit Gore-Tex, im vergangenen Sommer geschlossen, läuft noch dreieinhalb Jahre.

Fotoshow: Pep Guardiola auf der ISPO MUNICH

Und doch hätte man glatt meinen können, dass sich etwas getan hat bei Pep Guardiola, dass sich seine Anspannung gelöst hat. Locker wie selten präsentierte sich der Cheftrainer des deutschen Fußballmeisters am Stand seines Sponsors, unzählige Selfies ließ der sonst zuweilen unnahbare 45-Jährige von sich mit ihm unbekannten Menschen machen, sogar zum Smalltalk mit Fans unter den Besuchern der Fachmesse war er bereit.

Wie hat Gore den Guardiola-Deal geschafft?

Nicht nur geduldig, sondern tatsächlich interessiert wirkte Guardiola, als ihm Christian Langer, Business Leader Gore-Fabrics, die Produktpalette zeigte  ganz als wolle er die Materialien prüfen und beweisen, dass er, der Brand Ambassador des Outdoor-Herstellers, seine Aufgabe als Markenbotschafter genauso fokussiert angeht wie den Job des Fußballlehrers – wenngleich auch deutlich gelassener.

Wie Gore-Tex es geschafft habe, ihn unter Vertrag zu nehmen? „Ich bin leicht zu überreden“, sagte der Spanier, der durchaus als eigenwillig gilt, da musste selbst lachen. „Jeder sagt, Pep ist kompliziert. Aber ich bin ganz einfach.“

Nun, beim FC Bayern sind sie dieser Meinung nicht uneingeschränkt, und umgekehrt ist es ja auch so, dass sich Guardiola in seinen drei Jahren beim deutschen Rekordmeister nicht immer verstanden fühlte.

Einen kurzen Einblick gewährte in die Seele des Taktik-Tüftlers auch auf der ISPO MUNICH, als er darüber referierte, warum seine permanenten Wechsel von Systemen und Aufstellungen nicht jedermann gefallen müssen. Jeder Gegner sei anders, jede Spieleröffnung eine neue, „du musst immer neu und anders reagieren, die Spannung hochhalten, auch für die Spieler – sonst ist es langweilig.“

Bayern-Trainer braucht Herausforderungen

Vor allem für ihn selbst. „Nach drei, vier Jahren hast du alles durch“, erklärte Pep Guardiola und hielt ein Plädoyer gegen die Genügsamkeit. „Du braucht Feinde, um besser zu werden. Und du brauchst neue Herausforderungen, um besser zu werden, immer neue Herausforderungen.“

Er sagte dies zu Stefan Glowacz, dem Extremkletterer, die beiden Testimonials sprachen über Abenteuer, doch zwischen den Zeilen erklärte Guardiola („Ich war noch nie in den Bergen“) in der ISPO Alm seinen Fußball-Job und den Grund dafür, dass er den FC Bayern nach drei Jahren verlässt. Die Premier League ist seine nächste Herausforderung.

Geht Guardiola zu Manchester City?

Manchester City wird es wohl werden, dort erwarten sie seine Unterschrift. Ob es ihm, dem sonnenverwöhnten Spanier, gefallen werde, das britische Regenwetter, wurde Pep Guardiola noch gefragt. Er blickte auf die Jacken seines Ausrüsters und sagte: „Es gibt diese Produkte. Wir sind save.“ Gore-Tex wird Guardiola auch in England helfen können. Und umgekehrt sowieso.

Gunnar Jans ist Chefredakteur von ISPO.COM (Quelle: www.goettlicherfotografieren.de)
Ein Beitrag von Gunnar Jans, Chefredakteur
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