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 Pechstein auf der ISPO MUNICH: Erst die Messe, dann aufs Eis
ISPO-MUNICH | 24.01.2016

ISPO-MUNICH

Claudia Pechstein: Erst Messe, dann Weltmeisterschaft

Claudia Pechstein präsentiert den neuen Rockwell-Helm (Quelle: Messe München GmbH)
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Zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf besucht Claudia Pechstein die ISPO MUNICH. Deutschlands erfolgreichste Winterspiel-Olympionikin aller Zeiten spricht am Stand ihres Sponsors Rockwell über Helme sowie die sportlichen und juristischen Herausforderungen – und wirkte dabei zutiefst entspannt.

Das Produkt in der Hand, den Daumen nach oben: Als Testimonial des Helm-Herstellers Rockwell machte Claudia Pechstein einen Abstecher auf der ISPO MUNICH, bevor es direkt wieder zurück nach Berlin ging. Das Training wartet, die Weltmeisterschaft im russischen Kolomna steht vor der Tür.

60 gewonnene Eisschnelllauf-Medaillen

„Die ISPO MUNICH passt nicht wirklich ins Trainingsprogramm, ist aber eine nette Abwechslung“, sagt Pechstein. Mitte Januar bewies Pechstein, dass sie ihren Sport immer noch beherrscht. Zum zehnten Mal holte sie den deutschen Meistertitel im Eisschnelllauf. Es war ihre insgesamt 60 Medaille bei Meisterschaften und olympischen Spielen. Und das im – sportlich gesehen – biblischen Alter von 43 Jahren.

Fotoshow Claudia Pechstein

Nun, zwei Wochen vor der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Kolomna, zeigt sich Pechstein trotz der jüngeren Konkurrenz selbstbewusst. „Ich will um die Medaillen kämpfen, auch wenn ich mich nicht als Favoritin sehe“, sagt die Berlinerin. „Bronze ist aber realistisch.“

Helm-Hersteller Rockwell als Sponsor

Als Unterstützer hat Pechstein seit kurzem den Helm-Hersteller Rockwell an ihrer Seite. Das Start-up aus Düsseldorf hat ein modulares Helmkonzept entwickelt. Design und Farbe lassen sich individuell zusammenstellen. Durch mehrere Inlays sind die Helme für verschiedene Aktivitäten geeignet, egal Winter- oder Wassersport, Inlineskaten oder Fahrradfahren.

Die Rockwell-Modelle bestehen aus drei Teilen: eine EPS-Dämpfung als unterste Schicht, einer textilen Softshell und einer biegsamen Außenschale. „Ein Helm für alles, der auch noch cool aussieht – das hat mich überzeugt“, lobt Pechstein das Produkt ihres neuen Sponsors. „Im Sommer fahre ich sehr viel Fahrrad, und dabei keinen Meter ohne Helm.“

Rechtsstreit mit dem Eislauf-Weltverband

Bevor sie aber wieder aufs Bike steigt, steht für sie der Wintersport im Vordergrund – und der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Und dann entscheidet sich am 8. März, ob der BGH die Entscheidung des Oberlandesgerichts München bestätigt. Das hatte im Januar 2015 ein Urteil gefällt, das Pechstein als „sporthistorisch“ bezeichnet: Es erklärte, dass Pechsteins Klage gegen den Eislauf-Weltverband ISU vor einem deutschen Gericht zulässig ist. Damit wurde zum ersten Mal entschieden, dass Sportler bei Rechtsstreitigkeiten mit Verbänden nicht zwangsweise vor den internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen muss.

Claudia Pechstein (Quelle: Rockwell)
Pechstein: „Ohne Helm steige ich nicht aufs Fahrrad“
Bild: Rockwell

Die ISU hatte Pechstein 2009 wegen eines angeblich Doping-Vergehens für zwei Jahre gesperrt. Die Berlinerin konnte aber beweisen, dass der fragliche Blutwert auf eine vererbte Anomalie zurückzuführen ist. In Deutschland gilt sie seitdem als rehabilitiert. Ob der Weltverband Schadensersatz zahlen muss, hängt auch vom BGH-Urteil ab. Pechstein hatte in ihrer ersten Klage Schadensersatz in Höhe von 4,4 Millionen Euro von der ISU verlangt.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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