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 E-MTB und MTB: Trends für das Mountainbike-Jahr 2018
Bike | 10.08.2017

E-Bikes auf dem Vormarsch, Gangschaltung ohne Umwerfer, mehr MTBs für Kinder

E-MTB und MTB: Trends und Neuheiten für das Mountainbike-Jahr 2018

E-MTB und MTB: Trends für das Mountainbike-Jahr 2018. Manuals machen auch mit dem E-MTB Spaß (Quelle: Trek)
Manuals machen auch mit dem E-MTB Spaß
Bild: Trek
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Wer jetzt plant ein Mountainbike zu kaufen oder 2018 eines kaufen will, steht vor der Frage: E-Mountainbike oder klassisches MTB? ISPO.com hat die wichtigsten Trends und Neuheiten für das Mountainbike-Jahr 2018 zusammengefasst.

Elektro-Antrieb oder nicht? Auch abseits dieser Frage tut sich einiges. Gerade wenn es um Schaltungen geht, egal ob für Hardtails oder Fullys. Auch hochwertige Mountainbikes für Kinder sind weiter im Kommen.

E-MTB erreicht auch Nicht-Biker

Die Nachfrage nach E-MTBs steigt. Zum einen, weil viele Mountainbiker sich zusätzlich ein E-MTB zu legen, ehemalige Radler sich wieder auf den Sattel setzen und weil das E-Mountainbike teilweise ganz andere Käuferschichten als das klassische Mountainbike erreicht. 2016 waren nach Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) 15 Prozent der verkauften E-Bikes E-Mountainbikes.


Gleichzeitig gehen viele MTB-Experten davon aus, dass sich hier eine ganz neue Sportart entwickelt. Neue Rennformate entstehen und auch viele Motocrosser sind am E-MTB interessiert. Gerade bei der Uphill-Technik kann das E-Mountainbiken seine Einflüsse aus dem Motocross nicht leugnen. 

Gute E-MTBs kosten 2500 Euro aufwärts

Und die Kunden seien bereit dafür zu zahlen, sagt Urs Keller, Sales Manager bei Trek. 2500 bis 3000 Euro seien da völlig normal. Bei den meisten Anbietern gibt es ab dieser Preisklasse schon sehr hochwertige E-MTBs. Komponenten wie Federelemente oder Bremsen sind auf die höheren Kräfte, die beim E-Biken wirken, bereits sehr gut abgestimmt.

So hat beispielsweise Sram die Bremse „Code“ komplett überarbeitet und jetzt auf die Anforderungen von E-Bikes eingestellt. Die Vierkolbenbremse bietet ein Mehr an Bremsleistung und Standfestigkeit. Dazu kommen immer mehr Spezial-Entwicklungen für E-Bikes. Beispielsweise Sättel, die hinten etwas höher sind, um auch im steilen Uphill und bei hoher Beschleunigung genügend Komfort zu bieten.

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E-Bike-Akku verschwindet im Rahmen

Die Akkus werden 2018 noch besser in den Rahmen integriert sein und so auch Skeptiker überzeugen, die das Design der Elektrobikes bisher nicht überzeugend fanden. So lässt sich der neue Bosch Powertube-Akku (500 Wh Kapazität) bereits komplett in den Rahmen einbauen. 

Die Bike-Hersteller können wählen, ob er am Unterrohr nach oben oder unten entnommen werden soll. Ist letzteres der Fall, bleibt sogar Platz für eine Flaschenhalterung. Aber auch die anderen Hersteller, wie beispielsweise Brose – im Bild im Rotwild-MTB – finden immer elegantere Lösungen für die Integration von Akku und Antrieb. 

Auch bei diesem Rotwild-MTB sind die Züge sauber verlegt und der Akku ist elegant in den Rahmen integriert. (Quelle: Rotwild)
Auch bei diesem Rotwild-MTB sind die Züge sauber verlegt und der Akku ist elegant in den Rahmen integriert.
Bild: Rotwild

Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis der E-MTBs und die hohe Leistungsfähigkeit setzt das klassische MTB unter Druck: Die Verkaufszahlen bei den herkömmlichen MTB stagnieren. Urs Keller von Trek: „Bei normalen MTB müssen wir wieder verstärkt auf den Preis achten.“ 

Wieviel darf ein MTB kosten?

Auch Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad sagt: „Vergleicht man E-MTB und MTB, sind gleichwertige E-MTB meist nicht wirklich teurer.“ Die Konsequenz bei Trek: Man versucht, für das Modelljahr 2018 im Mountainbike-Bereich das Thema Preis wieder in den Mittelpunkt zu stellen, um dem Kunden ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.

Sehr hochwertige MTBs für 4000 Euro aufwärts würden eher zur Nische, glaubt auch Fehlau, „das sind dann eher Spezialfirmen mit kleiner Stückzahl, die damit erfolgreich sein werden.“ 

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Einfachschaltung etabliert sich 2018

Aus technischer Sicht wird sich 2018 der Einfachantrieb etablieren – auch bei den preiswerteren Bikes. Der Umwerfer gehört der Vergangenheit an. Sram bietet seine Eagle-Schaltgruppe mit einem Kettenblatt vorne und 12 Ritzeln hinten seit Mitte 2017 nicht nur im Hochpreis-Segment, sondern bereits ab 500 Euro an.

Konkurrent Shimano wird hier nachziehen müssen. Die Eagle-Schaltungen bieten eine Übersetzungsbandbreite von 500 Prozent und funktionieren damit auf steilen Anstiegen und in schnellen Abfahrten. 

Mountainbikes für Kinder

„Die erste und zweite Generation Mountainbiker hat inzwischen Kinder“, sagt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad. Diese Eltern wollten ihren Kids nicht das Standard-Rad bieten, da solle es schon etwas Besonders sein, und das lasse man sich auch etwas kosten. Auch im Kinderbereich gibt es gerade in Richtung Mountainbike ein stetig wachsendes Angebot.   

Dazu gehören dann anstatt eines Rücktritts zwei Bremsen und eine Geometrie, die sich nach dem Einsatzbereich richtet. So wurden 2017 von Canyon Kinder-MTBs vorgestellt, die vorne ein größeres Laufrad haben als hinten, so sitzen die Kinder aufrechter im Rad, haben einen tieferen Schwerpunkt und die Kids können sicherer bergab fahren. Auch die Reifenhersteller ziehen mit und bieten Pneus mit sehr profilierten MTB-Profilen in kleineren Größen an.


Anbieter wie Early Rider haben neben klassischen Kinderrädern MTB-Varianten mit entsprechenden Reifen, teilweise mit Scheibenbremsen und angepasster Geometrie entwickelt. Dementsprechend sind die 16-, 20- oder 24-Zoll-Räder aber nicht straßenverkehrstauglich.

Steigende Auswahl im Kinder-MTB-Bereich, „einfache“ Einfach-Schaltungen für alle und die Qual der Wahl zwischen E-MTB und MTB. Gleichzeitig sind die Bike-Hersteller um ein gutes Preismanagement bemüht. Die Aussichten für Mountainbiker könnten schlechter sein. 

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 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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