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 Wie Outdoor-Brands Nachhaltigkeit überprüfbar machen
ACADEMY | 11.08.2017

Soziale Standards, Umwelt-Zertifikate, Social Reports und Corporate Responsibility

Wie Outdoor-Brands mit Nachhaltigkeit und Transparenz umgehen

Wie Outdoor-Brands Nachhaltigkeit überprüfbar machen. Outdoor-Firmen setzen immer häufiger auf überprüfbare Nachhaltigkeitsmaßnahmen. (Quelle: Löffler)
Outdoor-Firmen setzen immer häufiger auf überprüfbare Nachhaltigkeitsmaßnahmen.
Bild: Löffler
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Nachhaltigkeit und ihre Maßnahmen überprüfbar machen, transparent sein, das ist der nächste Schritt, für Wirtschafts-Unternehmen, wenn sie ihre Nachhaltigkeits-Strategien formuliert und umgesetzt haben. Die vier Outdoor-Brands Deuter, Lowa, Löffler und Peak Performance haben ISPO.com verraten, wie wichtig ihnen diese Transparenz ist und wie sie Nachhaltigkeit, soziale und Umwelt-Standards überprüfbar machen. 

„Nachhaltigkeit ist eine willkommene Marketing-Masche und oft ist nichts dahinter“, diesen Vorwurf müssen sich Sport- und Outdoor-Unternehmen in letzter Zeit immer öfter gefallen lassen. Auch deshalb ist es für die Marken wichtig, transparent zu sein, ihr Engagement zertifizieren zu lassen und sich an Standards zu halten und damit glaubwürdig zu bleiben.

Otto Leodolter, Geschäftsführer bei Löffler sagt über verantwortungsvolle Produktion: „Es ist nicht das Thema eines einzelnen, es muss von allen Entscheidern und Mitarbeitern mitgetragen werden.“ Warum Löffler dadurch zu einem Vorreiter in Österreich geworden ist, hat er hier aufgeschrieben.


Neben Löffler haben noch drei weitere Brands die Frage nach der Überprüfbarkeit von Nachhaltigkeit beantwortet:

  • Deuter: Martin Riebel, Geschäftsführer der Deuter Sport GmbH und der Schwan STABILO Outdoor GmbH
  • Lowa: Alexander Nicolai, Leiter Design und Entwicklung
  • Löffler: Otto Leodolter, Geschäftsführer Löffler GmbH
  • Peak Performance: Mandarva Stenborg, Global PR und Communication Manager

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Diese Öko-Label nutzen Sport-Brands


Deuter mit Social Report

Martin Riebel ist Geschäftsführer der Deuter Sport GmbH und der Schwan STABILO Outdoor GmbH. Er ist seit fünf Jahren im Unternehmen. Deuter wurde bereits 1898 gegründet. Die Firma ist bekannt für viele innovative Entwicklungen im Rucksack-Bereich.

„Das steht alles sehr schön und übersichtlich beschrieben in unserem Social Report. Deuter nimmt das Thema Nachhaltigkeit im sozialen, ökonomischen und ökologischen Bereich sehr ernst, und lebt dieses Thema schon immer.

Nicht erst seit es medial ein Thema wurde. Deshalb sind wir auch stolz darauf, innerhalb der Fair Wear Foundation zu den führenden, beispielgebenden Marken zu gehören.“

Manager für Corporate Responsibility bei Lowa

Alexander Nicolai ist Leiter Design und Entwicklung bei der Lowa Sportschuhe GmbH. Die Firma mit Hauptsitz im bayerischen Jetzendorf fertigt Schuhe im Berg-, Outdoor- und Travel-Segment. Lowa ist im Bereich der Berg- und Outdoorschuhe Marktführer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen gehört seit 1993 zur italienischen Firmengruppe Tecnica. Alle Schuhe werden in Europa produziert.

„Unser CR-Manager (Corporate-Responsibility-Manager) Ingmar Anderson ist Ansprechpartner für sämtliche Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen und direkt der Geschäftsführung unterstellt. Gemeinsam mit verschiedenen Ansprechpartnern im Unternehmen nimmt er an verschiedenen Multistakeholder-Initiativen teil, um den Austausch und die Transparenz zu fördern.

Aktuell arbeiten wir an der Aufbereitung aller Themen, um sie dann final im Online- und Printbereich detailliert und transparent darzustellen.“


Löffler produziert in Europa

Otto Leodolter ist Geschäftsführer der Löffler GmbH; Löffler wurde 1947 gegründet und war anfangs auf Strickwaren spezialisiert. 1973 wurde Löffler vom Skiproduzenten Fischer übernommen und auf funktionelle Sportbekleidung ausgerichtet. Heute beschäftigt Löffler rund 200 Mitarbeiter.

„Hier müssen wir betonen, dass Löffler großteils in Österreich und ausschließlich in Europa produziert. Hier sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Standards streng geregelt und überprüft (Beispiel Kinderarbeit, Abfallentsorgung, Arbeitsbedinungen etc).“

Expertentipps, wie Sie Nachhaltigkeit in Ihre Unternehmensstrategie einbauen, finden Sie hier >>>

„Außerdem waren wir das erste österreichische Textilproduktionsunternehmen mit einer Ökotex-Step-Zertifizierung. Diese Rezertifizierung haben wir kürzlich mit Bravour bestanden. Aktuell arbeiten wir an einer nachweislich geschlossenen Produktionskette für unsere Produkte.

Das Thema verantwortungsvolle Produktion hat bei Löffler seit jeher obererste Priorität – und zwar über alle Unternehmensbereiche und -ebenen. Für uns kann das nicht das Thema eines Einzelnen sein, es muss von alle Entscheidern und Mitarbeitern mitgetragen werden.“

Die Outdoor-Marke Löffler setzt auf Produktion in Europa. (Quelle: Löffler)
Die Outdoor-Marke Löffler setzt auf Produktion in Europa.
Bild: Löffler

Bluesign-Zertifikat für Peak Performance

Peak Performance wurde 1986 in Åre in Schweden gegründet. Mandarva Stenborg ist dort Global PR & Communication Manager. Das Unternehmen hat 480 Mitarbeiter und einen Umsatz von 155 Millionen Dollar

„Wir arbeiten mit weltführenden Materiallieferanten zusammen und wir setzen Recycling Materialien als Rohmaterial ein und wir bauen gefährliche Chemikalien ab. Zudem arbeiten wir mit neuen Prozessen und Methoden, um den Energie- und Wasserverbrauch in unserer Produktion zu reduzieren.

Wir versuchen mit unseren Ressourcen hauszuhalten. All dies versuchen wir mit verschiedensten Zertifikaten zu verifizieren. Dazu gehören unter anderem der Responsbile Down Standard (RDS), Better Cotton Standard der Better Cotton Initiative (BCI), Bluesign und Ökotex.“

Die Marken haben uns nicht nur erklärt, wie sie Nachhaltigkeit überprüfbar machen, sondern auch wie ihre Nachhaltigkeitsstrategie aussieht. Die Antworten finden Sie hier >>>

 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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