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 Sponsoring für Stand-Up-Paddler, Surfer, Kiter und Co
Sportbusiness | 31.07.2017

Das sagen SUP-, Kajak- und Surf-Insider zum Sponsoring durch große Marken

Marketing mit Wassersport ist eine „Win-Win-Situation“

Sponsoring für Stand-Up-Paddler, Surfer, Kiter und Co. Spektakuläre Wassersport-Bilder können sich für Sponsoren lohnen (Quelle: Tripstix)
Spektakuläre Wassersport-Bilder können sich für Sponsoren lohnen
Bild: Tripstix
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Nike hat es gemacht, Samsung auch, Mercedes macht es, Red Bull sowieso und Volkswagen auch. Diese Unternehmen sponsern oder sponserten Wassersport-Events und Sportler. Bei den genannten Sport-Sponsoring-Beispielen fließen oder flossen teilweise riesige Summen an Kitesurfer, Stand-Up-Paddler und Surfer.

Mercedes engagiert sich ganz konkret inzwischen in den Sportarten Wind- und Kitesurfen und im Stand-Up-Paddling. Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner ist Markenbotschafter des Auto-Herstellers.

Von Seiten Mercedes hieß es, man sehe eine Verbindung zwischen der Marke Mercedes und der Leidenschaft für Dynamik, Innovation und Streben nach Höchstleistungen. Dies zeichne auch die Sportarten aus. Genaue Summen zu diesem Engagement sind allerdings nicht bekannt.

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Doch wie reagieren Szene-Insider, wenn große Investoren plötzlich etwas abhaben wollen – vom sorgsam gepflegten Surfer- oder Paddler-Image? Die Meinungen unter den Experten gehen auseinander. Diese fünf Branchenkenner aus den unterschiedlichsten Wassersportarten haben uns ihre Meinung dazu verraten.

  1. Stefan Klare, Ideengeber bei Tripstix
  2. Darren Bush, Kajak-Urgestein und Organisator der weltgrößten Paddelshow
  3. Florian Brunner, Ausbilder im Verband der Deutschen Wassersport Schulen
  4. Tao Schirrmacher, Riversurfer und Gründer von Big Ding
  5. Casey Higginbotham, Weltrekordler im Prone Paddling
  6. Martin Fahnemann, Sales- & Marketing-Leiter bei Finis


Sponsoring-Trend ist wünschenswert

Stefan Klare, CEO und Ideengeber beim Start-Up Tripstix. Die Firma stellt aufblasbare Stand-Up-Paddle Boards her, die „eine echte Alternative zu Hardboards sein sollen“.

Aus Sicht des Geschäftsmanns ist dieser Trend definitiv zu begrüßen, da sich durch die großen Marken neue Möglichkeiten ergeben den Sport auf eine neue Ebene zu heben. Jedoch besteht die Gefahr, dass die „Seele des Sports“ verloren geht. Langfristig kann das sogar zu einem Markteinbruch führen.

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Darren Bush, Organisator der Canoecopia, der größten Paddelsport-Show der Welt und des größten Kajak Symposiums in Nordamerika:

Im Paddelsport ist das so, dass bis auf ein paar wenige Ausnahmen alles „homegrown“ ist. Wenn man unsere bescheidenen Ursprünge anschaut, bin ich ziemlich beeindruckt, von den Fähigkeiten unserer Paddelsport-Unternehmen. Sie haben immer wieder Technologien und Materialien aus anderen Industriebereichen genutzt, um unsere Produkte zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von Kevlar sowie Harz und Thermoforming etc.

Wassersport-Stars und ihre Sponsoren


Grundsätzlich ist es immer gut, wenn sich andere Branchen mit ihren Technologien und mit einem Sponsoring einbringen. Wir haben nicht mal ein Hundertstel von dem, was professionellen Sportarten an Marketingpower haben. Wenn sich dann ein Unternehmen trotzdem traut, in den Paddelsport zu investieren, dann ist das für uns ein großer Gewinn.

Wellenreiten und Co bieten Lifestyle

Florian Brunner ist Ausbilder im Lehrteam des Verbandes Deutscher Wassersport Schulen und geschäftsführender Gesellschafter bei der APM Marketing GmbH, Deutschland-Importeur der Marken Starboard (SUP & Windsurfing), Severne Sails und Airush Kiteboarding.

Wassersportarten wie Windsurfen, Wellenreiten, Kiten und jetzt auch SUP stehen wie kaum andere Sportarten für Sommer, Sonne, Lifestyle und Fitness. Angetrieben von Wind, Wellen oder Muskelkraft.


Das passt perfekt zu der Lifestyle Ausrichtung großer Marken. Nicht zu vergessen sind dabei auch Attribute wie Umweltschutz und e-Mobility. Diese Kooperationen sind absolute Win-Win-Situationen.

Tao Schirrmacher, mehrfacher Europameister im „Stationary Wave Riding“ und Gründer von Big Ding. Die Firma wurde 2011 gegründet und vertreibt Surfbrett Reparatur Produkte. Die Sets wurden entwickelt, damit die Surfbretter den Steinwänden am Münchner Eisbach besser standhalten.

Ich denke, im Surfen ist es unheimlich wichtig, dass klassische Surf-Image wegzubekommen. Früher waren Surfer vielleicht langhaarige, kiffende Typen. Aber heute sind die Kids viel mehr auf Leistung getrimmt: Gut Essen, hart trainieren und besser surfen. Inzwischen kann Surfing mit jedem anderen Profisport verglichen werden, egal ob es um Taktik, Training oder Chuzpe geht.

Sponsoringbudgets steigern Attraktivität

Casey Higginbotham, Paddle Boarder und Weltrekordler im Prone Paddling:

Ich denke, das ist sehr wichtig. Es ist eine andere Möglichkeit unseren Markt zu vergrößern. Denn diese Unternehmen können wesentlich mehr Leute erreichen. Wenn bekannte Brands den Sport unterstützen bringt das außerdem für diese Zeit wesentlich mehr Sponsorengeld in die Szene.


Als Nike Mitte der 2000er-Jahre ins Surfen investierte, kam so viel Geld in die Surfszene, wie es das professionellen Surfen bisher noch nicht gesehen hatte. Auch wenn diese Marken oftmals sehr schnell wieder aus der Szene verschwinden, steigert das doch die Aufmerksamkeit ungemein. Der Effekt den das mit sich bringt, ist auch lange Zeit danach noch spürbar. Auch wenn die Brands sich schon lange nicht mehr engagieren.

Martin Fahnemann ist Direktor für Sales & Marketing EMEA-Region bei Finis. Die Firma wurde 1983 in Kalifornien gegründet und bietet seit 1983 weltweit Schwimmsportprodukte.

Die Wassersportindustrie lebt von den Verkäufen ihrer Produkte. Ein Sponsoring bei den entsprechenden Events zeigt natürlich die Präsenz der Marken. Externe Sponsoren, die zum Teil über wesentlich höhere Budgets verfügen, können zur Attraktivitätssteigerung der Events und zu mehr Zuschauern führen. Davon profitiert die Wassersportbranche dann unmittelbar.

Lesen Sie hier: Warum Mercedes voll ins Wasserport-Sponsoring eingestiegen ist >>>

Video: Best of Water Sports


 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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