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 Das sind die beliebtesten Sportarten in China
China | 04.07.2017

Sport in China: Laufen, Badminton, Tischtennis, Basketball und Fußball

Das sind die beliebtesten Sportarten in China

Das sind die beliebtesten Sportarten in China. Fußball ist in China zwar auf dem Vormarsch, doch im Gegensatz zu Deutschland längst nicht beliebtester Sport. (Quelle: imago)
Fußball ist in China zwar auf dem Vormarsch, doch im Gegensatz zu Deutschland längst nicht beliebtester Sport.
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In China wird Sport immer populärer. Tischtennis, Badminton, Basketball sind typische Sportarten für das Land. Eine Sportart schlägt sie aber alle.  

Sport in China ist beliebt und wird immer populärer. Besonders die wachsende Mittelschicht hat Zeit für Running, Fitness, Tischtennis, Basketball, aber auch für Wintersport und Fußball.

Neben der massiven staatlichen Förderung für den Spitzensport gibt es viele Sporttrends die Freizeitsportler in China für sich entdecken. Die beliebtesten Sportarten in China stellen wir hier vor. 


Running ist Trend-Sport

Laufen ist inzwischen die wichtigste Sportart für chinesische Freizeitsportler. 44 Prozent der sporttreibenden Chinesen zählen Running zu ihren Hauptsportarten.

„2016 gab es in China über eine Million Marathonläufer“, sagt China-Experte Martin Kössler. Er begleitet unter anderem Sport- und Outdoorfirmen bei ihrem Markteintritt in China.

Der Jilin-Marathon Ende Juni 2017 zog über 30.000 Läufer an. (Quelle: imago)
Der Jilin-Marathon Ende Juni 2017 zog über 30.000 Läufer an.
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Im vergangenen Jahr habe es außerdem mehr als 100 Marathonläufe in China gegeben. Aus Sicht der Sport-Unternehmen seien Läufer in China sogar eine besonders interessante Zielgruppe, sagt Kössler. Die Läufer sind im Vergleich zu Europa wesentlich jünger und sie geben mehr Geld für ihr Hobby aus. So ist der größte Teil der laufenden Chinesen zwischen 36 und 45 Jahre alt, danach folgen anteilig die 25- bis 35-Jährigen. 

Ein weiterer interessanter Aspekt: Running macht Fitness-Studios wieder beliebter. So entstehen in den großen Städten Studios, die sich auf die Bedürfnisse von Läufern spezialisiert haben. Genauso wie für Laufschuhe, -bekleidung und -accessoires geben die chinesischen Freizeitsportler auch hierfür gerne Geld aus.


Chinesen spielen Badminton und Tischtennis

Die beiden Rückschlagsportarten gehören seit Jahren zu den beliebtesten Sportarten in China. Der internationale Profisport wird sowohl im Tischtennis als auch im Badminton von Chinesen dominiert.

Der beste Badmintonspieler aller Zeiten, der zweifacher Olympiasieger und fünffacher Weltmeister Lin Dan, ist in China eines der größten Sportidole überhaupt und in ganz Asien berühmt. ESPN zählt ihn zu den 100 bekanntesten Sportlern weltweit.

Auch im Freizeitbereich sind die Sportarten Badminton und Tischtennis in China sehr beliebt. Über ein Drittel der Chinesen die Sport treiben, spielen auch Badminton und über ein Fünftel nimmt gerne den Tischtennisschläger in die Hand.

Badminton-Ass Lin Dan ist in China eine Sport-Ikone. (Quelle: imago)
Badminton-Ass Lin Dan ist in China eine Sport-Ikone.
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Sehr beliebt: Basketball und Fußball

Auch wenn alles Westliche verbannt wurde, Basketball war während der Kulturrevolution (1966 bis 1976) ein beliebter Sport in China und diese Popularität hält bis heute an. China ist für die amerikanische Profibasketballliga NBA der größte internationale Markt. Über 18 Prozent der chinesischen Sportler spielen Basketball.

Doch womöglich wird Fußball Basketball den Rang ablaufen. Schon jetzt liegt der Anteil der chinesischen Sportler, die auch Fußball spielen, bei 12 Prozent. Die chinesische Führung hat das ehrgeizige Ziel ausgerufen, 2050 den WM-Titel zu gewinnen.

„2025 soll es 50.000 Fußball-Akademien in China geben“, sagt Martin Kössler, „Diese Dimensionen bieten natürlich ein enormes Potential für westliche Firmen.“

Es sollen Ligen für Amateure entstehen und china-weit unzählige Fußballplätze gebaut werden. Derzeit ist China noch ein Fußball-Zwerg und steht in der FIFA-Weltrangliste zwischen Benin und Weißrussland auf Rang 82. 

Der brasilianische Fußballer Hulk ist einer der Superstars, die ihren Weg in die Chinese Super League gefunden haben. (Quelle: imago)
Der brasilianische Fußballer Hulk ist einer der Superstars, die ihren Weg in die Chinese Super League gefunden haben.
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Auch deshalb holt das Land viel Know-how aus dem Ausland. Die Chinesische Super League investiert kräftig: Nach den Angaben der FIFA lagen im Jahr 2016 die Transferausgaben der chinesischen Profiliga bei 450 Millionen Euro.

Ausländische Profis können sich hier ihren Karriereabend versüßen. Zu den namhaftesten Fußballspielern die einem Transfer nach China zugestimmt haben, gehören beispielsweise der Argentinier Carlos Tevez, der Brasilianer Hulk oder Jackson Martinez. Der Kolumbianer wechselte 2016 für 42 Millionen von Atletico Madrid zu Guangzhou Evergrande.

Wintersport in China wächst

Die Olympischen Winterspiele werden 2022 in Beijing ausgetragen. Das ist natürlich eine Verpflichtung für das Land. „Viele Investoren steigen in das Wintersport-Business ein“, sagt der China-Experte Kössler.

Hier entwickelt sich der größte Anfängermarkt der Welt und weil es im Ski- und Wintersportbusiness eine lange Wertschöpfungskette gibt, werden laut Kössler sehr viele Firmen vom wachsenden Wintersport-Markt in China profitieren. Zudem haben die Skigebiete einen hohen Bedarf an Fachkräften aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Der Auftakt der ISPO SHANGHAI 2017 in Bildern


2016 existierten fast 650 Skiresorts in China. „Einschränkend muss natürlich gesagt werden, dass diese nicht mit Gebieten in Europa vergleichbar sind“, sagt Kössler. So haben drei Viertel der Skigebiete einen Höhenunterschied von maximal 100 Meter.

Doch viele Chinesen probieren das Skifahren aus, die Besucher in den Gebieten steigen seit Jahren deutlich. So verdreifachte sich die Anzahl der Besucher in den Skigebieten von 2009 bis 2016 nahezu von 5,5 auf 15,1 Millionen.

Bei knapp 1,4 Milliarden Chinesen dürfte das Potential noch nicht ausgeschöpft sein.

Video: Das war die ISPO BEIJING 2017

 (Quelle: CK)
Ein Beitrag von Claudia Klingelhöfer, Autorin
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