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 Umfrage: Digitalisierung des Handels verläuft schleppend
Retail | 22.06.2017

Achim Berg wird neuer Präsident des Digitalverbands

Bitkom-Umfrage: Digitalisierung des Handels verläuft schleppend

Umfrage: Digitalisierung des Handels verläuft schleppend. Die Deutschen kaufen mehr und mehr im Internet ein – der Handel reagiert offenbar zaghaft auf die neuen Bedürfnisse der Kunden. (Quelle: iStock / Anchiy)
Die Deutschen kaufen mehr und mehr im Internet ein – der Handel reagiert offenbar zaghaft auf die neuen Bedürfnisse der Kunden.
Bild: iStock / Anchiy
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Der deutsche Handel reagiert anscheinend zaghaft auf die neuen Bedürfnisse der Kunden: Die Digitalisierung verläuft offenbar langsamer als erhofft. Das hat eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom, der den ehemaligen Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg an seine Spitze gewählt hat, ergeben.

Die Umfrage unter 530 online und stationär tätigen Einzel- und Großhändlern offenbart ein Defizit: 77 Prozent der Händler sehen sich als Nachzügler in Sachen Digitalisierung. 11 Prozent der Händler haben immer noch keine eigene Homepage. Betrachtet man nur den stationären Handel, ist es sogar rund jeder dritte Händler (36 Prozent), der noch keinen Internetauftritt besitzt.



Digitaler Wandel zu zaghaft

„Kunden wünschen sich heute den smarten Store, in dem sie ein rundum vernetztes Einkaufserlebnis haben“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Einige Händler halten mit den veränderten Kundenerwartungen noch nicht Schritt. Ziel muss sein, vom Getriebenen zum Gestalter des digitalen Wandels zu werden.“

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5 Prozent der von Bitkom befragten Händler verkaufen ausschließlich online, 65 Prozent bespielen einen Online- und Offline-Kanal – und 28 Prozent haben weiterhin nur ein stationäres Standbein. 

Die deutschen Händler sehen sich bei der digitalen Transformation als Nachzügler. (Quelle: Bitkom)
Die deutschen Händler sehen sich bei der digitalen Transformation als Nachzügler.
Bild: Bitkom

„Viele Händler sehen den Online-Shop nicht als Chance für eine Erweiterung des Portfolios, etwa da sie Produkte dann nicht mehr alle einzeln im Ladengeschäft vorhalten müssen. Und ein viel zu großer Anteil hat die Online-Welt noch überhaupt nicht für sich entdeckt. Wer heute aber nicht digital ,handelt‘, verpasst schnell den Anschluss“, sagte Rohleder.

Investitionen in Digitalisierung abschreckend

Dabei erzielen diejenigen Händler, die neben ihrem stationären Ladengeschäft auch einen Online-Shop unterhalten, damit erhebliche Einnahmen. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) gab an, dass er bis zu 30 Prozent seines Umsatzes online macht, bei jedem neunten Händler (11 Prozent) ist es sogar mehr als die Hälfte.

Was aber hält den Handel davon ab, mehr in Digitalisierung zu investieren? Abschreckend empfinden Händler vor allem den hohen Aufwand für Datenschutz (86 Prozent) und die Investitionskosten (81 Prozent), heißt es in der Bitkom-Mitteilung. „Digitalisierung gibt es nicht zum Nulltarif, aber sie lohnt sich. Die vielen neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, müssen Händler ergreifen und mit ihnen einen Service anbieten, der den Kunden begeistert“, kommentierte Rohleder.

Achim Berg ist neuer Bitkom-Präsident

Bitkom bezeichnet sich als „Digitalverband Deutschlands“. Er wurde 1999 als Zusammenschluss einzelner Branchenverbände in Berlin gegründet und vertritt 2500 Unternehmen der digitalen Wirtschaft.

Achim Berg ist zum Präsidenten des Digitalverbands Bitkom gewählt worden. (Quelle: Bitkom)
Achim Berg ist zum Präsidenten des Digitalverbands Bitkom gewählt worden.
Bild: Bitkom


Am 20. Juni 2017 wurde Achim Berg zum Bitkom-Präsidenten gewählt. Der ehemalige Chef von Microsoft Deutschland ist Nachfolger von Thorsten Dirks. „Deutschland muss ein global führender Digitalstandort werden“, forderte Berg bei der Jahresversammlung des Verbands.

Video: Sieht so der Einkauf der Zukunft aus?

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