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 Trailrunning: Das erwarten die Kunden vom Fachhandel
Running | 15.06.2017

Trailrunning-Serie, Teil 5: Anforderungen für Ausrüster und Hersteller

„Der Fachhandel muss Trailrunning als eigene Sportart wahrnehmen“

Trailrunning: Das erwarten die Kunden vom Fachhandel. Hendrik Auf'mkolk (trailblog.de) bevorzugt ein kleines Sortiment bzw. Kollektion, aber dafür mit klarem Fokus. (Quelle: trailblog.de)
Hendrik Auf'mkolk (trailblog.de) bevorzugt ein kleines Sortiment bzw. Kollektion, aber dafür mit klarem Fokus.
Bild: trailblog.de
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Ist die Running-Industrie für die Bedürfnisse der Trailläufer gewappnet? Trailrunning, einst vor allem von Spezialisten ausgeübt, boomt: Der Markt ist im Aufwind, die Nachfrage steigt. Doch wie reagieren die Händler auf den Boom?  Bei ISPO.com debattieren Insider über die Anforderungen an Hersteller und Ausrüster.

„Nur die wenigsten Fachhändler sind selber Trailrunner und können so Produkte auch wirklich beurteilen“, sagt Holger Lapp, Chefredakteur des Portals trampelpfadlauf.de – manchmal scheint es so, als hätten die Kunden selbst mehr Ahnung als die Verkäufer der Ware, zumindest aber haben sie große Ansprüche an den Handel. ISPO.com hat sich umgehört, was die Kundschaft erwartet und was das für den Handel bedeutet.


ISPO.com hat vier Insider befragt:

Links zu den anderen 4 Teilen der Trailrunning-Serie auf ISPO.com mit weiteren Experten-Thesen am Ende dieses Textes.

Trend-Sport Trailrunning in Bildern


„Trailrunner wollen Produkte live testen“

Holger Lapp, trampelpfadlauf.de: „Nur die wenigsten Fachhändler sind selber Trailrunner und können so Produkte auch wirklich beurteilen. Diejenigen, die es sind, haben ein gut laufendes Geschäft. Denn viele Trailrunner nehmen für so eine kompetente Beratung und eine gute Auswahl vor Ort auch gerne mal zwei Stunden und mehr Anfahrt in Kauf. Mit einigen Herstellern, gerade im Schuhsektor, bieten wir Test-Events an, die sehr gut ankommen. Die Trailrunner wollen Produkte live testen und sich selber ein Bild machen. Hier sind die Hersteller aber noch zu schwach aufgestellt, um diesen Bedarf zu decken."

Lesen Sie hier: Produkte, Preise, Know-How: So tickt die Community, das erwartet sie von der Ausrüstung

"Nur die wenigsten Fachhändler sind selber Trailrunner und können so Produkte auch wirklich beurteilen", sagt Holger Lapp.  (Quelle: trampelpfadlauf.de)
"Nur die wenigsten Fachhändler sind selber Trailrunner und können so Produkte auch wirklich beurteilen", sagt Holger Lapp.
Bild: trampelpfadlauf.de

„Lieber ein kleines Sortiment, aber mit klarem Fokus“

Hendrik Auf'mkolk, trailblog.de: „Weniger ist mehr – das gilt sowohl für den Handel als auch für die Hersteller. Lieber ein kleines Sortiment und eine kleine Kollektion, aber dafür einen klaren Fokus. Bei manchen "Innovationen" und Messe-Neuheiten der vergangenen Jahre hatten gerade die großen Hersteller Schwierigkeiten, ihre eigenen Produkte zu erklären.“

Für viele ist Trailrunning inzwischen eine wahre Passion. Worauf Trailrunning-Profis bei Ausrüstung achten sollten >>>

„Erlebniswelt mit Testevents und Trailcamps für Kunden“

Denis Wischniewski, trail-magazin.de: „Die Hersteller machen ihre Sache gut, aber oft denke ich mir, dass sie sich noch zu wenig mit den Bedürfnissen der Trailrunner auseinandersetzen. 
Lesen Sie hier: Trends im Trailrunning: Digitale Welt erobert die Berge

Die Auseinandersetzung mit neuen Stoffen und Materialien hat gerade erst begonnen. Kleine Hersteller haben den großen in den letzten Jahren einiges vorgemacht. Der Fachhandel muss Trailrunning als eigene Sportart wahrnehmen. Nur so kann es klappen! Er muss dem Kunden eine ganze Erlebniswelt um diesen Sport anbieten können. Dazu zählen Testevents, Trailcamps, Vorträge, usw. Es geht immer wieder darum die Sache „spüren“ zu können.“

Trailrunner lieben Natur und setzen daher auf nachhaltige und langlebige Produkte. (Quelle: iStock/ lfz)
Trailrunner lieben Natur und setzen daher auf nachhaltige und langlebige Produkte.
Bild: iStock/ lfz

„Sportgeschäfte sollten eine spezielle Ecke für Trailrunning haben“

Lars Schweizer, Laufcampus Akademie: „Neben den unzähligen Angeboten für Straßenläufer wäre auch eine Ecke mit Traillauf-Sachen in den gängigen Sportgeschäften eine tolle Sache. Man bekommt immer nur die Standardsachen, was meistens ein bis zwei Paar Schuhe umfasst – und das war es dann. Die Hersteller von Trailrunning-Produkten sollten sich auf die breite Masse fokussieren, wie das nun bei einigen auch schon sehr toll funktioniert. Da werden Trailschuhe im unteren Preissegment angeboten und auch Laufrucksäcke für Einsteiger, um allen einmal den Einblick in die Thematik Trailrunning zu geben. Auch Community-Runs mit Schuhtests usw. durch Hersteller sind eine tolle Sache hierfür.“


Lesen Sie hier Teil 1 der Trailrunning-Serie: Faszination Trailrunning: Sind Bergläufer die kompletteren Läufer?

Lesen Sie hier Teil 2 der Trailrunning-Serie: Vom Jogging zum Trailrunning: Die besten Experten-Tipps für Anfänger

Lesen Sie hier Teil 3 der Trailrunning-Serie: Kommende Trends im Trailrunning: Digitale Welt erobert die Berge

Lesen Sie hier Teil 4 der Trailrunning-Serie: Produkte, Preise, Know-How: So tickt die Community, das erwartet sie von der Ausrüstung

Lesen Sie hier Teil 5 der Trailrunning-Serie: Anforderungen für Ausrüster und Hersteller „Der Fachhandel muss Trailrunning als eigene Sportart wahrnehmen“

Gunnar Jans ist Chefredakteur von ISPO.COM (Quelle: www.goettlicherfotografieren.de)
Ein Beitrag von Gunnar Jans, Chefredakteur
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