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 Diese 8 Job-Profile suchen Adidas & Co. wirklich
Karriere | 13.04.2017

Was Adidas & Co. wirklich suchen

Diese 8 Job-Profile sind in der Sportbranche gefragt

Diese 8 Job-Profile suchen Adidas & Co. wirklich. Mit Social-Media-Expertise verschafft man sich auf dem Job-Markt entscheidende Vorteile. (Quelle: iStock)
Mit Social-Media-Expertise verschafft man sich auf dem Job-Markt entscheidende Vorteile.
Bild: iStock
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Für die Fernsehbranche war es wie ein Faustschlag: Sport-Riese Adidas will nach Aussage von CEO Kasper Rorsted seine TV-Spots zurückfahren und sich fast ausschließlich auf digitale Werbeformate konzentrieren. Damit sollen die jüngeren Kunden stärker angesprochen und der eCommerce kräftig angekurbelt werden.

Wörtlich sagte Rorsted gegenüber CNBC: „Es ist klar, dass der jüngere Konsument sich mit uns vor allem über mobile Geräte beschäftigt. Digitales Engagement ist für uns der Schlüssel. Man schaut sich heute keine TV-Werbung mehr an.“

Das heißt: Auch bei den Jobanforderungen für Mitarbeiter in der Werbung wird sich ab sofort einiges ändern. Und das mit Sicherheit nicht nur bei Vorreiter Adidas. Brauchte man bei den Sportartikel-Herstellern bisher Spezialisten, die mit Hilfe von Agenturen die TV-Werbung strategisch planen und die entsprechenden Werbe-Budgets steuern konnten, so werden in Zukunft Digital-Profis für die vielen Werbe- und Kommunikationsformen im Netz gefragt sein.

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Hier erklären unsere Praxis-Experten Andy Gugenheimer (Chef von sportyjob.com sowie Kooperationspartner des ISPO JOB MARKET) und Gunther Schnatmann (Personalberater mit Spezialisierung Marketing und Online), welche Jobs und Qualifikationen bei Adidas und Co. wegen dieser aktuellen Entwicklung in nächster Zeit händeringend gesucht sein werden. Und auch, was hinter den oft exotischen Berufsbezeichnungen wirklich steckt.

Media-Stratege Digital

Auch gerne Media Manager genannt. „Kauft“ bisher in den großen Media-Agenturen für Unternehmenskunden im großen Umfang Anzeigenseiten, TV-Spot-Werbeplätze und Online-Banner ein, achtet mit Tabellenkalkulationen darauf, dass zum günstigsten Preis möglichst viele Konsumenten aus der Zielgruppe über die passenden Medien erreicht werden können.


Auf Seiten der Unternehmen steuert das Marketing diese Agenturen und Media Manager, aber zunehmend werden auch bei den Herstellern Spezialisten gefragt sein, die Medialeistungen auf digitalen Kanälen beurteilen und auch selbst steuern können.

Hier sollte Erfahrung auf Agenturseite als auch speziell im digitalen Geschäft vorhanden sein. Andy Gugenheimer: „Die Media-Strategie sollte vorgegeben und dann entweder intern oder durch die Agenturen umgesetzt werden. Wo also im Sportartikelkonzern welche Kanäle wie Online-Portale, Social Media, Blogs etc. mit welchen Kampagnen in welchem Umfang und für welches Budget bespielt werden.“

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SEA-Spezialist

Im Search Engine Advertising (SEA) werden im Gegensatz zum SEO (Search Engine Optimization) nicht nur die Suchworte und das Auffinden des Unternehmens und der Produkte in den Suchmaschinen optimiert.

Hier geht es vor allem um Google AdWords und wie diese Werbemöglichkeit am effektivsten (den potentiellen Kunden mit den passenden Suchworten – wie „Laufschuhe“ – die eigenen Sportartikel-Angebote attraktiv einblenden) genutzt werden können.

Neben der Google-Suche spielen Plattformen wie T-Online, GMX, oder Focus Online eine Rolle. Hier wird meist nach Cost per Click kalkuliert. Also eine marketinggetriebene Position, die sehr stark den Kosten-Nutzen-Effekt einbezieht.

Andy Gugenheimer baut ISPO JOB MARKET zur größten Jobbörse im Sport Business aus. (Quelle: privat)
Andy Gugenheimer baut ISPO JOB MARKET zur größten Jobbörse im Sport Business aus.
Bild: privat

Native Advertising Manager

Wird auch gerne Content Marketing Manager genannt, was dann aber nicht zwangsläufig mit „Werbung“ zu tun hat. Native Advertising oder Branded Content ist schlicht gesagt bezahlter redaktioneller (Informations- oder Unterhaltungs-)Inhalt, der rein werbliche Ziele wie Abverkauf oder Markenbildung hat.

Native Advertising wird im Gegensatz zum Content Marketing nicht auf den eigenen Kanälen wie Social Media oder Website, sondern auf weitreichenstarken Plattformen wie Spiegel Online oder Kicker Online geschaltet. Also statt Kauf-mich-Werbung bei RTL und ARD dann Informationen im redaktionellen Umfeld eines zielgruppenaffinen Online-Mediums.

„Hier sind gerade im Sportbereich Kreativität, Nutzwertorientierung und vor allem die Aussteuerung des Kosten-Nutzen-Faktors gefragt“, weiß Experte Andy Gugenheimer. Visitors, Klickzahlen und Pay-per-view sind dabei die Währungen. Kandidaten müssen als Multitalente immer wieder neue Inhalte und Formate entwickeln, die bestmöglichen Platzierungen für die angepeilte Zielgruppe im Auge haben und das Budget möglichst effektiv einsetzen können.

Online Touchpoints Manager

In dieser Funktion muss ein Kandidat den Überblick haben, auf welchen Kanälen welche Kunden beim Unternehmen „aufschlagen“ und wie man sie dort auf ihrem Weg (Deswegen auch gerne „Customer Journey Manager“ genannt) zu nötigen Informationen, zu den gesuchten Produkten und letztlich zur Bestellung auf der eigenen Website führt.

Hier sollten sich Bewerber vor allem mit Customer Relationship Management (CRM) sowie mit dem Suchmaschinen-Marketing (SEM) und der Suchmaschinenoptimierung (SEO) auskennen. Andy Gugenheimer: „Letztlich muss man in einer solchen Position aus Interessenten dann ganz konkret Kunden für seine Laufschuhe, Gadgets oder Apps gewinnen.“ 


Interaction Manager Consumer Markets

Mit dem Touchpoints Manager verwandt ist der Interaction Manager für Endkunden. Dieser plant und steuert die Kommunikation, die durch das Hineinführen von Interessenten (über SEA und Touchpoints-Management) in die digitale Welt des Unternehmens und speziell in den Online-Shop entsteht.

Hier sind durchaus Werbe- und Marken-Spezialisten gesucht, die den Verkauf im Fokus haben und dem Kunden dafür Beratungsangebote, Response- und Feedbackmöglichkeiten wie Bewertungen bieten. “Eine hohe Affinität für die Zielgruppe ist dabei im Sportbusiness Voraussetzung”, sagt Gunther Schnatmann.

Beispiele sind die digitalen Frage-/Antwort-Möglichkeiten auf Shop-Seiten, die bei nicht standardisierten Fragen dann zum Chat mit Beratern weiterleiten.

Social Media Manager

Der Social Media Manager plant, koordiniert, kontrolliert und optimiert die Auftritte des Unternehmens in allen sozialen Medien. Er ist die Schnittstelle zwischen Social Web und Unternehmenskommunikation, Marketing, Pressestelle, Vertrieb und Produkt-Management.

Er gibt die Stimmung aus dem Web nach innen weiter und vermittelt die internen Entwicklungen nach außen. Er ist auf seinem Gebiet der Stratege im Unternehmen. Nach seinen Vorgaben beackern die Community Manager dann die einzelnen Kanäle.

Er muss natürlich schon länger privat die Klaviatur der gängigen Social Networks inklusive Blogs – insbesondere im Sportbereich – mit Erfolg spielen.


Community Manager

In dieser Position ist Kommunikation das A und O. Der Community Manager  muss gut mit Menschen können und das Social Web absolut beherrschen. Der Community Manager führt die Communities auf Facebook, in Foren oder auf anderen virtuellen Netzgemeinschaften inklusive interner Communites.

Er ist Bindeglied zwischen Community-Mitgliedern/Usern und Unternehmen. Er ist Auge und Ohr, muss Vertrauen zu den Nutzern aufbauen und gleichzeitig die vielfältigen Interessen des Unternehmens vertreten.

„Weil es in unserer Branche natürlich oft um Sport-Themen geht, müssen Kandidaten für eine solche Position absolut fit bei den Themen sein und möglichst aktiv Sport betreiben, um sich in die Zielgruppe einfühlen zu können“, sagt Gugenheimer.


Affiliate Manager

„Affiliate“, das Partner-Management, ist quasi ein Ersatz für Werbung. Besucher landen grob gesagt auf Websites der Partner und werden von dort zum Unternehmen beziehungsweise direkt zum Kauf geführt, wofür der Partner Provision bekommt.

Der Affiliate-Manager entwickelt mit der IT technische Lösungen, wie Partnerprogramme bestmöglich umgesetzt werden können. Er akquiriert und bindet Partner. Weitere Aufgaben: Controlling, Reports, Marktbeobachtung (wer ist für welche Produkte ein optimaler Partner) und verwalten Budgets. Also klassische BWL- und Marketing-Aufgaben, vermischt mit einer tiefen Kenntnis des Web-Business und in der Sportbranche mit einem Riecher für aktuelle Trends, auf welchen Seiten sich die Zielgruppe gerade bewegt.


Nike und Adidas machen es vor

Das Fazit: „TV war und ist zwar noch für die Werbeansprache der Masse geeignet, ob für Deos oder Bier. Aber die junge und trendige Zielgruppe der Sportfirmen ist fast ausschließlich mobil in digitalen Medien unterwegs und kann dort viel direkter ohne Streuverluste angesprochen werden“, weiß Andy Gugenheimer.

Beispiel: Ein Marken-Repräsentant wie Lionel Messi hat digital Millionen Follower und hat laut Forbes darüber 53,5 Millionen US-Dollar für Adidas generiert.

Nike soll allein mit seinem Zugpferd Cristiano Ronaldo sogar knapp 500 Millionen Dollar erwirtschaftet haben. Vor allem durch die Präsenz in digitalen Medien wie Facebook.

Solche Berechnungen spielen inzwischen bei Nike und Adidas eine sehr große Rolle. Alle übrigen Spieler im Sportbusiness werden sich früher oder später auch ganz auf diese Kanäle konzentrieren. Gugenheimer: „Wer jetzt früh digitales Know-how erarbeitet, kann sich die nächsten Jahre seinen Traumjob bequem aussuchen!“

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Gunther Schnatmann (Quelle: GS)
Ein Beitrag von Gunther Schnatmann, Personalberater, Bewerbungs-Coach und Medientrainer
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