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 Gola: Aus England den chinesischen Markt erobern
CHINA | 28.02.2017

Fazit nach der ISPO BEIJING 2017

So will Gola den Schritt nach China schaffen

Gola: Aus England den chinesischen Markt erobern. Laufen ist Trend in China – das ist natürlich auch für westliche Schuh-Spezialisten interessant. (Quelle: iStock)
Laufen ist Trend in China – das ist natürlich auch für westliche Schuh-Spezialisten interessant.
Bild: iStock
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In Europa im Sport-Fashion-Sektor etabliert, wagt das britische Traditionsunternehmen Gola den Schritt nach China. Mit den Erfahrungen der ISPO SHANGHAI und BEIJING fühlt sich Gola jetzt bereit.

Es war ein erster zaghafter Schritt im Juli 2016. Vorsichtig hielt das britische Traditionsunternehmen Gola den großen Zeh in den Pool China – und das Wasser war auf der ISPO SHANGHAI wohl nicht zu kalt. Denn im Februar 2017 kehrten die Briten zurück und waren erstmals auch auf der ISPO BEIJING als Aussteller vertreten. Diesmal mit einem deutlich größeren Stand und einem klaren Ziel: der Schritt nach China soll ernsthaft in Angriff genommen werden.

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„Vor sechs Monaten waren wir uns noch nicht ganz im Klaren, wie der Übergang von Europa nach China funktionieren soll, aber jetzt sind wir an dem Punkt, wo der Schritt realistisch und durchführbar erscheint“, so Wayne Howarth, Brand Manager Sports bei Gola.

Online-Infrastruktur hat für Gola Priorität

Howarth betreute auf der ISPO BEIJING den Stand Golas und war auch auf der ISPO SHANGHAI vor Ort. Federführend beim Projekt, Gola in China zu etablieren, erklärt er ISPO.com, wie es nun nach den beiden Messen weitergehen soll.

Nach Ansicht Howarths sind zwei Punkte entscheidend, wobei der Schritt „eine eigene Online-Infrastruktur aufzubauen“, die höchste Priorität hat. „Dadurch können wir mit den anderen Online-Plattformen zusammenarbeiten, jeder kennt die Großen: Tmall und JD zum Beispiel. Wir versuchen das direkt mit den Sozialen Medien und ein paar Fitness-Apps zu verbinden, die ebenfalls Werbung für Produkte machen und rund 40 bis 60 Millionen Menschen erreichen. Besonders das Geschäft via Smartphones ist in China extrem entwickelt.“, so Howarth.

Wayne Howarth ist Brand Manager Sports bei Gola. (Quelle: Gola)
Wayne Howarth ist Brand Manager Sports bei Gola.
Bild: Gola

Um die Kooperationen mit Social Media und Fitness-Apps einzugehen, braucht es aber zunächst ein Produkt im chinesischen Markt, das auch wirklich angeboten werden kann. Aus diesem Grund war für Howarth und Gola auf der ISPO BEIJING die wichtigste Aufgabe, einen verlässlichen Distributor zu finden. Bereits auf der ISPO SHANGHAI 2016 gab es einige Angebote, Vollzug konnte Gola aber bislang noch nicht vermelden.

Der Markteintritt in China ist für 2018 geplant

“Wir wollen die Unternehmensbewertung gründlich erledigen und sichergehen, dass die Partnerschaft ordentlich ist. Sollten wir nicht komplett glücklich sein, ziehen wir es vor, zu warten und nichts zu überstürzen“, so Howarth: „Die ISPO BEIJING war recht erfolgreich, wir haben ein paar sehr gute Qualitätskontakte geknüpft. Leute die mit anderen Brands arbeiten, mögliche Distributoren und einige Unternehmen, die ihre eigenen Retail Stores haben.“

Für 2018 ist der Markteintritt geplant, dann sollen die ersten Produkte von Gola in China erhältlich sein. Ist die Hürde genommen, ist der nächste Schritt die Brand Awarness beim Konsumenten zu erhöhren. Denn was nutzt das beste Produkt, wenn es in einem umkämpften “Sports and Fitness”- Markt niemand kennt.    

                             

Neben den Social-Media-Kanälen will Gola dabei auf Auftritte bei Events und Sportveranstaltungen setzen und auch weiterhin als Aussteller in Peking und Shanghai auftreten. Um sich auf den zukünftigen Messen von der Konkurrenz abzuheben, arbeitet Gola bereits an einigen Neuerungen extra für den chinesischen Markt.

Präsentation in Englisch und Chinesisch

„Wir arbeiten an einer komplett neuen Außensohle, deren Entwicklung hauptsächlich auf dem Feedback aus China beruht. Zudem ist ein weiterer Schwerpunkt das Upper Material des Schuhs mit einer sehr hohen Leistungsfähigkeit“, erklärt Howarth: „Das soll einer unserer Grundsteine bei der ISPO SHANGHAI im Juli sein. Wir wollen uns direkt von Beginn an von den lokalen Brands abheben und Aufsehen erregen.“

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Abgesehen von den neuen Produkten kündigte Howarth gleich noch eine weitere Veränderung für Shanghai an. Statt wie in Peking nur ausgewählte Texte am Stand in Mandarin zu übersetzen, wird für Sommer-Messe in Shanghai alles in zwei Sprachen präsentiert werden. „Das war ein kleiner Fehler von uns. Die Informationen zur Geschichte des Unternehmens haben gefehlt.“

Florian Pertsch (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Florian Pertsch, Autor
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