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 Messe-Chef Dittrich: „Wollen weitere große Player gewinnen“
ISPO-MUNICH | 07.02.2017

Messe-Chef Klaus Dittrich im Interview

Das Konzept der ISPO MUNICH kommt an: „Wir wollen weitere große Player gewinnen“

Messe-Chef Dittrich: „Wollen weitere große Player gewinnen“. Klaus Dittrich zieht eine Zwischenbilanz zur ISPO MUNICH 2017 (Quelle: ISPO.com)
Klaus Dittrich zieht eine Zwischenbilanz zur ISPO MUNICH 2017
Bild: ISPO.com
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Aussteller-Rekord, steigende Besucherzahlen, die Digitalisierung und das Verhältnis zwischen Industrie und Handel – das sind die Themen, die Klaus Dittrich auf der ISPO MUNICH 2017 beschäftigen. Und dann ist da noch eine ganz besondere Rückkehr: die von Adidas. 

Zeit für eine erste Bilanz. Fünf Fragen an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe München.

ISPO.com Herr Dittrich, wie fällt Ihre Bilanz am dritten Tag der ISPO MUNICH aus? Wie hat sich die Branche entwickelt, wie strahlt das ab auf die Leitmesse des Sport-Business?
Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführer der Messe München GmbH:
Es zeichnet sich ab: Die Branche ist in wieder bester Stimmung. Zusätzlich zum Aussteller-Rekord registrieren wir bis zum heutigen Tag auf der ISPO MUNICH auch wachsende Besucherzahlen, vor allem aus dem Ausland kommt mehr Zuspruch. Und dies aus Ländern, von denen wir es nicht erwartet hätten, wie Russland und auch die USA, aus denen wir deutliche Zuwächse verzeichnen.


„Die Digitalisierung ist langsam angekommen“

Neben diesen Zahlen kommt es ja auch auf die Qualität an. Zu welchen Erkenntnissen gelangen Sie da?
Wenn man so über die Messe geht, komme ich zur Erkenntnis: Das Thema Digitalisierung ist langsam angekommen, nicht nur in der Industrie, auch bei den Händlern. Und das Thema Frauen im Sport-Business, das wir ja aufgegriffen haben, wird auch von den Ausstellern als extrem wichtig eingestuft.

Ich erkenne: Wir haben die richtigen Themen gesetzt. Und auch das Konzept von ISPO, nicht nur Winter zu sein oder Ski, nicht nur Outdoor zu sein, sondern auf die Synergieeffekte über die Segmente hinweg zu setzen, wird gut angenommen. Wir fühlen uns bestärkt in unserem Konzept und werden das so weiterfahren.

Das Comeback von Adidas – „ein deutliches Statement“

Im Rahmen der ISPO MUNICH kam es auch zu einem Comeback von Adidas. Zwar nicht als Aussteller, aber doch als Impulsgeber eines wichtigen Symposiums zur Digitalisierung. Welche Signalwirkung hat diese Rückkehr?
Ich habe es als ein deutliches Statement von Adidas empfunden hin zu der wichtigsten Plattform für den Sportfachhandel, von der sie sich ja vor elf Jahren verabschiedet hatten. Ich glaube, diese Botschaft ist auch angekommen: Adidas will und braucht den Fachhandel und will ihn auch unterstützen – erwartet umgekehrt aber auch Offenheit dafür, dass sie den Weg der Digitalisierung mit ihrer Marke jetzt konsequent gehen werden.

Symposium zur Digitalisierung als Wachstumsimpuls

Und ja, es ist ein Signal an die Mitbewerber: ISPO hat sich ja in den letzten Jahren sehr verändert. Die ISPO MUNICH ist eben nicht nur eine Ausstellung, sie ist eine Kommunikations-Plattform, und es gibt viele Möglichkeiten, sich daran für alle Seiten gewinnbringend zu beteiligen. Adidas hat das erkannt, deswegen sind sie zurückgekommen. Und natürlich werden wir versuchen, jetzt auch andere große Player für dieses Konzept zu gewinnen.

Lesen Sie hier: Wie Adidas und ISPO in die digitale Zukunft blicken

„ISPO.com ist als Medium ein Role Model“

Wie sehr hat die Digitalisierung die ISPO MUNICH 2017 selbst geprägt?
Wir leben als Messe ja längst nicht nur vom Vermieten der Hallenfläche, wir sind in einer vergleichbaren Situation wie die Sport-Industrie und deshalb auch ein guter Partner, weil wir gerade unsere Erfahrungen machen mit genau diesen digitalen Anforderungen.

Unsere Services, von ISPO OPEN INNOVATION bis zum ISPO JOB MARKET, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind digital, 365 Tage im Jahr. Oder nehmen Sie ISPO.com als Medium. Da haben wir in diesen Tagen die besten Reichweiten seit Bestehen von ISPO.com. Und wir sehen auch: ISPO wird als Nachrichtenlieferant in anderen Medien zitiert. Ganzjährig präsent zu sein, da spielt ISPO.com eine wichtige Rolle, und das ist auch ein Beispiel für andere, ein Role Model.


Virtual Reality: Eine Chance für Handel und Messe

Zum Abschluss: Sie sind ja nicht nur der oberste Chef dieser Messe, Sie sind auch Besucher, auch Konsument. Was hat Sie persönlich besonders beeindruckt bei ihren Rundgängen auf der ISPO MUNICH 2017?
Am meisten beeindruckt mich Virtual Reality. Die Playstation-Zeit ist vorbei. Man sieht Avatare, man kann interagieren. Für mich war das Highlight, hier auf der Messe plötzlich irgendwo an der Eiger-Nordwand zu stehen und zwischen meinen Füßen zu sehen, wie weit und wie steil es runtergeht und wie weit noch nach oben.

Messe-Chef Klaus Dittrich testet auf der ISPO MUNICH eine VR-Brille (Quelle: ISPO.com)
Messe-Chef Klaus Dittrich testet auf der ISPO MUNICH eine VR-Brille
Bild: ISPO.com

Was Mammut da gezeigt hat und was auch bei Bogner zu sehen war – beeindruckend. Ich glaube, das wird überall Einzug halten, auch im Handel, das wird auch das Einkaufserlebnis in den Geschäften verändern. Weil ich das Produkt nicht mehr nur an der Stange sehe, sondern erleben kann, wie es aussieht in Action.

Und Virtuell Reality wird auch unsere Möglichkeiten als Messe verändern – wenn ich dem Aussteller anbieten kann, dass er seinen Stand schon vorher mit Hilfe von VR genau anschauen und alle Möglichkeiten begutachten kann.

Gunnar Jans ist Chefredakteur von ISPO.COM (Quelle: www.goettlicherfotografieren.de)
Ein Beitrag von Gunnar Jans, Chefredakteur
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