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 Fairtrade: Das bekannteste Zertifikat für fairen Handel
Nachhaltigkeit | 16.01.2017

Nachhaltigkeit auf der ISPO MUNICH 2017

Fairtrade International: Das bekannteste Zertifikat für fairen Handel

Fairtrade: Das bekannteste Zertifikat für fairen Handel. Fairtrade kennt man vor allem aus dem Supermarkt. Vor einigen Jahren wurde auch für Baumwolle ein Fairtrade-Programm initiiert.   (Quelle: fairtrade.net)
Fairtrade kennt man vor allem aus dem Supermarkt. Vor einigen Jahren wurde auch für Baumwolle ein Fairtrade-Programm initiiert.
Bild: fairtrade.net
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Fairtrade International ist die Dachorganisation von insgesamt 25 vorwiegend nationalen Fairtrade Organisationen, die inzwischen fast auf der ganzen Welt tätig sind. Weiße Flecken auf der Landkarte gibt es vor allem in Russland und Asien.

Ihren Ursprung hat die Fairtrade-Bewegung in den Niederlanden, wo 1988 das erste Label für Kaffee vergeben wurde. Die Standards werden von Fairtrade International festgelegt, die Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT kontrolliert deren Einhaltung. 

Entsprechend hat das Siegel seine Wurzeln im Anbau von Nahrungsmitteln. Fairtrade setzt sich dafür  ein, dass die Bauern in den Produktionsländern für ihre Produkte ausreichend Geld bekommen um menschenwürdig leben zu können. Fairtrade bietet den Kleinbauern einen fairen Preis, eine garantierte Preisstabilität und technische Möglichkeiten zur Verbesserung der Produktqualität. Alle Handelspartnerschaften im Fairtrade System, mitsamt allen Produkten, basieren auf Respekt, Transparenz und Dialog.

Fairtrade: Ein neues Zertifikat für Baumwolle

Das Fairtrade-Siegel zertifiziert nachhaltig produzierte Baumwolle. (Quelle: Faitraide)
Das Fairtrade-Siegel zertifiziert nachhaltig produzierte Baumwolle.
Bild: Faitraide

Seit 2005 besteht das Fairtrade-Cotton-Siegel. Fairtrade Certified Cotton garantiert faire Arbeitsbedingungen und langfristige Handelsbeziehungen in der Baumwollproduktion und fördert den Umstieg auf biologischen Anbau.

Die Baumwoll-Bauern bekommen den für eine Region definierten Fairtrade Mindestpreis bezahlt. Wenn der Weltmarktpreis höher als der definierte Minimumpreis ist, dann bekommen sie den Weltmarktpreis. Der Fairtrade-Textilstandard ist in Deutschland erst im Juni 2016 in Kraft getreten. Er zertifiziert das Produkt von der Faser bis hin zum fertigen Teil und ist wiederum nur für Baumwollprodukte nutzbar.


Mit dem Siegel können Produkte ausgezeichnet werden, die zu mindestens 50 Prozent aus Fairtrade Baumwolle bestehen. Hinzu kommen weitere Kriterien wie die Verpflichtung, kein genmanipuliertes Saatgut zu verwenden sowie Richtlinien hinsichtlich der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Hier gibt es alle Infos über Fairtrade International.

Dr. Regina Henkel (Quelle: Dr. Regina Henkel)
Ein Beitrag von Regina Henkel, Autorin
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