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 Adidas beendet die Unterstützung der NADA
Sportbusiness | 25.10.2016

Sportartikelhersteller zahlt kein Geld mehr für Kampf gegen Doping

Adidas beendet die Unterstützung der Anti-Doping-Agentur NADA

Adidas beendet die Unterstützung der NADA. Meistens in den Stadien der Fußball-Bundesliga dabei: Die Doping-Kontrolleure der NADA – hier mit Niklas Stark von Hertha BSC Berlin. (Quelle: Imago)
Meistens in den Stadien der Fußball-Bundesliga dabei: Die Doping-Kontrolleure der NADA – hier mit Niklas Stark von Hertha BSC Berlin.
Bild: Imago
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Dem Kampf gegen Doping geht in Deutschland mit einem Schlag viel Geld verloren: Sportartikelhersteller Adidas steigt bei der NADA als Geldgeber aus. Immerhin: Die Herzogenauracher wollen eine „alternative Zusammenarbeit“ prüfen.

Adidas steigt im Kampf gegen Doping aus – einen Bericht der Bild-Zeitung bestätigte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen und ergänzte, man habe der NADA den Ausstieg bereits im Frühjahr 2016 mitgeteilt. 

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Der NADA fehlen nach dem Adidas-Ausstieg 300.000 Euro

Der Nationalen Anti Doping Agentur gehen laut dem Bericht 300.000 Euro verloren. NADA-Vorstand Lars Mortsiefer sagte zu Bild: „Wir bedauern sehr, dass wir einen Partner der ersten Stunde aller Voraussicht nach verlieren werden.“ Eine Begründung habe Adidas der NADA allerdings vorenthalten.

Lesen Sie hier: Wie der Weltverband der Sportartikelindustrie gegen Doping kämpft.

„Die NADA als Stiftungsmodell gescheitert“

Auch aus der Politik gibt es Kritik: Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportauschusses im Bundestag: „Offensichtlich ist man in Sport und Wirtschaft der Meinung, die Finanzierung der Nada sei ganz überwiegend Sache des Staates. Dann stellt sich aber die Frage nach dem Nada-Stiftungsmodell, das man jetzt getrost als gescheitert bezeichnen darf“.

Adidas-Sprecher Brüggen sagte immerhin, man prüfe eine alternative Zusammenarbeit. Adidas werde auch weiterhin gegen Doping aktiv vorgehen und beispielsweise Athleten-Kooperationen beenden, wenn sich der Verdacht erhärtet.

Lesen Sie hier: Diese Sponsoren kündigten Maria Sharapova wegen Dopings.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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