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 So organisiert Outddor-Ausrüster Millet seinen China-Vertrieb
CHINA | 08.07.2016

ISPO SHANGHAI als Business-Plattform

Outdoor-Ausrüster Millet: China-Vertrieb und Marketing neu organisiert

So organisiert Outddor-Ausrüster Millet seinen China-Vertrieb. Der Outdoor-Ausrüster Millet auf der ISPO SHANGHAI 2016: Neue Vertriebswege für das China-Geschäft. (Quelle: Markus Huber)
Der Outdoor-Ausrüster Millet auf der ISPO SHANGHAI 2016: Neue Vertriebswege für das China-Geschäft.
Bild: Markus Huber
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In China wächst der Outdoor-Markt: Die europäischen Marken versuchen sich auch in Fernost zu etablieren. Der französische Ausrüster Millet nimmt nun seinen Vertrieb wieder in die eigene Hand und möchte so in China erfolgreicher sein als bei den letzten Anläufen.

Millet will es am chinesischen Markt erneut wissen und stellt seinen Vertrieb neu auf. Vorangegangene Partnerschaften hatten im China-Geschäft nicht gefruchtet, doch nun scheint ein neues Konzept aufzugehen.

Die Positionierung von Millet in China ist für Yun Li, Geschäftsführer von Millet China, schon jetzt eindeutig positiv. Man sehe sich als „eine der Top 3 Bergsportmarken im Land“. Der Plan sei, sich in der Alpinismus-Gemeinde als „authentische, innovative und begehrenswerte Marke“ darzustellen. 

Der Vertrieb spielt dabei die größte Rolle, sagt Yun Li: Die Franzosen setzen verstärkt auf eine Mehrkanals-Philosophie. Verbessern will Li die Kombination aus Outdoor-Händlern in den Großstädten, eigenem Einzelhandel der Marke sowie E-Commerce über große chinesischen Online-Händler wie JD und Tmall.

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Marketing-Konzepte aus Frankreich

Die Endverbraucher sollen direkt mit geeigneten Marketing-Maßnahmen angesprochen werden. Dafür werden Konzepte aus Frankreich übernommen, die darauf abzielen, die Opinion Leader in China von der eigenen Brand zu überzeugen. „Guided by guide“ lautet die Strategie, die das Augenmerk auf Athleten und Bergführer hat, die dann wiederum als Multiplikatoren auftreten sollen. Denn die sportliche Betätigung im Outdoor-Bereich muss in China erst gelernt werden, sagen Experten auf der ISPO SHANGHAI 2016 (lesen Sie hier den ganzen Bericht).

Das „Chamonix Base Camp“ geht sogar so weit, dass Händler und Endverbraucher aus China in die Alpen geflogen werden, um sie für Bergsport im Allgemeinen und für die Marke im Speziellen zu begeistern.

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Keine Krise im Spitzen-Segment zu spüren

Von einem möglichen Slowdown der chinesischen Wirtschaft sei man bei Millet nicht direkt betroffen: Man sei, so Yun Li, nicht im Massenmarkt unterwegs, bei dem es vorwiegend um den Preis gehe.

Auf der ISPO SHANGHAI erklärt Thibaut Cornet, verantwortlich für den weltweiten Großhandel des Ausrüsters, das Geschäftsmodell, das Millet anwendet: Der Outdoor-Ausrüster übernimmt den Vertrieb in China selbst, nachdem man im Hauptsitz in Annecy-le-Vieux mit den Zahlen der letzten Vertriebspartner unzufrieden war.

2015 entschloss sich Millet dazu, den Verkauf der Ware an Millet China zu übertragen. Die Niederlassung agiert schon seit vielen Jahren als Hersteller für die Franzosen. Neu ist, dass die Produktionsfirma nun auch den Vertrieb in China übernommen hat.

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Markus Huber (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Markus Huber, Autor
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