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 Snowboard-WM: Eine neue Welt für die Chinesen
China | 11.03.2016

Erster Härtetest vor den Winterspielen 2022 in Peking

Snowboard-WM: Eine neue Welt für die Chinesen

Snowboard-WM: Eine neue Welt für die Chinesen. Für Liu Jia Yu ist die die Snowboard-WM in Yabuli ein voller Erfolg (Quelle: WCS Snowboarding)
Für Liu Jia Yu ist die die Snowboard-WM in Yabuli ein voller Erfolg
Bild: WCS Snowboarding
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China entwickelt sich allmählich zur Wintersportnation. Schon lange vor den Olympischen Spielen 2022 richtet das Land nun erstmals eine Snowboard-Weltmeisterschaft aus.

Das Event findet im Schneesportzentrum Yabuli statt, circa 230 Kilometer von der Millionen-Metropole Harbin im Nordosten des Landes entfernt. Die Branche erwartet sich von der Veranstaltung Impulse, um diesen Sport im ganzen Land populär zu machen und das Geschäft rund um die Bretter, die die Wintersportwelt bedeuten, in Gang zu bringen.

Snowboard-Elite ist am Start

Rund um die Club Med-Anlage in Yabuli ist eine moderne Infrastruktur entstanden, um ideale Voraussetzungen für ein Spitzen-Event zu bieten. Und davon sollen alle Wintersport-Begeisterten profitieren.


Die Temperaturen in der Region sind zumeist gut unter Null und gewährleisten normalerweise sonnige Wetterverhältnisse bei geringen Niederschlägen. Das erfordert in der Regel auch moderne Präparierungsmethoden, um für den nötigen Schnee zu sorgen.

Zur Snowboard-Weltmeisterschaft haben sich prominente Besucher aus der Szene angekündigt, etwa Kelly Clark, Jamie Anderson, Shaun White und Mark McMorris. Erstmalig steht auch ein Big-Air-Contest auf dem Programm, bei dem Preisgelder in Höhe von 500,000 US-Dollar winken.

Snowboard: China noch im Frühstadium

Wichtig für den Sport, der sich in China erst im Frühstadium des Take-Offs befindet, ist es überhaupt erstmal, ein breiteres Publikum für den Actionsport zu interessieren: Die Weltmeisterschaften „werden einen positiven Einfluss haben“, da ist sich der chinesische Champion und Präsident des nationalen Verbands CSbA, Wang Lei sicher.

„Wir werden gute Geschichten für das chinesische Publikum zu erzählen haben und dafür sorgen, dass man das Event in bester Erinnerung behält.“

(Finden Sie hier die aktuellste Studie zum Wintersport in China)

Die Bilder der Snowboard WM in Yabuli

Gleichzeitig ist Wang Lei realistisch und erwartet „nicht unmittelbar stark steigende Verkaufszahlen“ für die Industrie. Aber die WM ist ein weiterer Aspekt, um „mehr Leute für Snowboarding zu begeistern“.

Wang Lei kann dabei bereits auf erhebliche Steigerungen verweisen, was den jährlichen Zuwachs der Snowboard-Interessierten betrifft. Als entscheidenden Motor sieht Wang Lei die Ausrichtung von Spitzen Events im asiatischen Raum.

Snowboard-WM: Medien als Schlüssel

Aufgrund des Umstands, dass Snowboarding in China „erst am Anfang steht“, wie Joe Hang, Mitgründer der Informations-Plattform GoSKi.cn sagt, geht es erstmal darum, Aufmerksamkeit für den in China noch jungen Sport zu entfachen.

Weltmeisterliche Rahmenbedingungen: das Wintersportzentrum Yabuli im Nordosten Chinas. (Quelle: WCS Snowboarding)
Weltmeisterliche Rahmenbedingungen: das Wintersportzentrum Yabuli im Nordosten Chinas.
Bild: WCS Snowboarding

Hang begleitet die WM mit einer eigenen mobilen App. Ziel ist es zunächst, dass sich „ein breiteres Publikum den Sport und den damit verbundenen Lifestyle“ überhaupt mal auseinandersetzt.

GoSki.cn will dem Sport dadurch helfen, Geschichten rund um die Athleten, die Rennen und das Lebensgefühl zu entwickeln, damit sich in der Gesellschaft ein besseres Verständnis der jungen Sportart festsetzt. 

Markus Huber (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Markus Huber, Autor
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