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 Olympia in Brasilien: Der Gigant erwacht
ISPO-MUNICH | 26.01.2016

Brasiliens Sportminister George Hilton auf der ISPO MUNICH 2016

Olympia in Brasilien: Der Gigant erwacht

Olympia in Brasilien: Der Gigant erwacht. George Hilton  (Quelle: Messe München GmbH)
Brasiliens Sportminister George Hilton sprach auf der ISPO MUNICH 2016 über die Olympischen Spiele in seinem Land
Bild: Messe München GmbH
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Brasiliens Sportminister George Hilton berichtet bei seinem Besuch auf der ISPO MUNICH über die Veränderungen, die die anstehenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro seinem Land gebracht haben. Er lädt die Sport-Industrie zu Investitionen in Brasilien ein und Touristen zum Besuch des „Giganten“.

George Hilton hatte so viel über die Olympischen Spiele und ihre Folgen zu erzählen, dass er sein Zeitfenster beim Vortrag in der ISPO ACADEMY weit überschritt. Am Schluss gab er den interessierten Zuhörern auf der weltweiten Leitmesse der Sport-Industrie eine „klare Botschaft“ mit: „Brasilien ist ein Gigant. Wir sind nicht mehr nur das Land des Fußballs, sondern auch das Land der vielen anderen Sportarten. Wir sind erwacht.“


Große Umwälzungen durch Olympia

Das hat weniger etwas mit der traumatischen 1:7-Niederlage der „Selecao“ im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zu tun. Vielmehr sorgen die anstehenden Olympischen Spiele (5. Bis 21. August 2016) und Paralympics (7. bis 18. September 2016) in Rio de Janeiro für große Umwälzungen im Riesenland mit über 200 Millionen Einwohnern.

Brasilianischer Minister George Hilton dos Santos auf der ISPO MUNICH 2016 (Quelle: Messe München GmbH)
George Hilton dos Santos (l.) diskutiert mit Bundesminister Dr. Gerd Müller (r.) und Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München (2. v.r.)
Bild: Messe München GmbH


Der olympische Fackellauf geht durch 330 brasilianische Städte und soll die Begeisterung für den Sport im ganzen Land entzünden. „Wir sind stolz, dass wir im August der Welt zeigen können, wie wir als Land gewachsen sind. Das ist etwas, was bleibt. Olympia in Rio ist heute, Brasilien ist morgen“, sagte Hilton fast ein wenig poetisch.

Eine Milliarde Euro für den Sport in Brasilien

Er meinte damit die Veränderungen im politischen Denken im Land, in dem Fußball (42,7 Prozent aller Sporttreibenden in Brasilien beschäftigen sich damit) Religion ist. In den letzten Jahren wurde vor allem Geld in die Entwicklung einer Infrastruktur für olympische Sportarten gesteckt – inzwischen summieren sich die Investitionen auf etwa eine Milliarde Euro.

„Wir haben Sportzentren und Exzellenzzentren für Sportarten wie Judo, Kanu, Sportschießen oder Taekwondo im ganzen Land geschaffen. Allen Schulen wird vorgeschrieben, den Sport zu fördern, damit auch die Ärmsten Zugang zum Sport bekommen“, sagte Hilton.

Olympia in Brasilien: große Chance für die Sport-Industrie

Die Gesamtinvestitionen für die Olympischen Spiele in Rio – dazu zählen auch Infrastrukturausgaben für Verkehrsprojekte wie die U-Bahn in Rio – werden auf etwa 13 Milliarden Euro geschätzt. Auch nach den Sommerspielen wird der Sport laut Hilton eine weiter wachsende Bedeutung in Brasilien spielen – eine große Chance für die Sport-Industrie.


„Wir werden Equipment und Sportmaterialien brauchen. Deshalb bin ich hier auf der ISPO mit einer Botschaft unterwegs: Es gibt große Möglichkeiten, in den Sport in Brasilien zu investieren.“ Interessant sei in diesem Zusammenhang auch der günstige Wechselkurs – momentan bekommt man für einen Euro 4,43 brasilianische Real. Das ist deutlich mehr als in der Vergangenheit.

Brasilianische Tourismusexperten auf der ISPO MUNICH

Mit im großen Tross von Sportminister Hilton sind auch viele Tourismusexperten aus Brasilien. Sie werben für Investitionen in diesen Sektor und laden zum Besuch der Heimat von Samba, Caipirinha und der angeblich schönsten Frauen der Welt ein. Der Gigant ist tatsächlich erwacht.


Lars Becker (Quelle: Lars Becker)
Ein Beitrag von Lars Becker, Autor
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