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 EOG: Die Outdoor-Branche wächst weiter
Outdoor | 24.01.2016

Umsatzwachstum trotz Wettertiraden

EOG: Die Outdoor-Branche wächst weiter

EOG: Die Outdoor-Branche wächst weiter. Pressekonferenz der European Outdoor Group
Pressekonferenz der European Outdoor Group (EOG) auf der ISPO MUNICH 2016
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Trotz schwieriger Wetterverhältnisse und herausfordernder Marktbedingungen: Die Outdoor-Branche wächst weiter. Das zeigen Zahlen für 2015 und Prognosen für das laufende Jahr von der European Outdoor Group (EOG), dem Zusammenschluss der führenden Outdoor-Hersteller und Händler. Die Zeichen in der Branche stehen auf Zusammenarbeit. Dabei spielt auch die ISPO MUNICH eine wichtige Rolle.

Obwohl das Wintergeschäft wegen der ausbleibenden Kälte erst verspätet vor ein paar Tagen so richtig begann, machte John Jansen auf der Pressekonferenz der European Outdoor Group (EOG) ein zufriedenes Gesicht. „Wir hatten ein herausforderndes Jahr und trotzdem wächst die Branche. Das ist eine gute Nachricht“, sagte der EOG-Präsident am Eröffnungstag der ISPO MUNICH.

85 Prozent der befragten 50 EOG-Unternehmen gaben für 2015 ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent und mehr an. Die Konsumenten seien bereit, für innovative Produkte auch mehr zu bezahlen. Ein wichtiger Umsatztreiber sei das „Lumbersexual“-Outfit gewesen – also kernige Männermode für den Typ Holzfäller.

Outdoor: Umsatz soll auch 2016 steigen

Für die laufende Wintersaison 2015/2016 sind die Zahlen der EOG ebenfalls positiv: 64 Prozent der teilnehmenden Mitglieder erwarten im Vergleich zum Winter 2014/2015 eine Steigerung des Umsatzes. Und das trotz der Herausforderungen durch eine ungünstige Wechselkurs-Entwicklung, die Druck auf die Endkonsumenten-Preise macht. Auch für das Gesamtjahr 2016 sehen die in der EOG zusammengeschlossenen Outdoor-Marken und -Händler die Branche auf Wachstumskurs: 75 Prozent erwarten eine Umsatzsteigerung gegenüber 2015.

ISPO MUNICH unterstützt Synergien in der Outdoor-Branche

Auch auf der ISPO MUNICH spielt das Outdoor-Segment eine herausragende Rolle. 50 neue Aussteller präsentieren sich in diesem Jahr auf der Leitmesse der Sportartikel-Industrie, die durch eine neue Hallenaufteilung noch mehr den Fokus auf Outdoor legt.

„Outdoor gehört zu den etablierten Megatrends. Unser Ziel ist es in diesem Jahr, zum Beispiel durch die räumliche Nähe zum Ski neue Synergien zu schaffen und neue Zielgruppen zu erschließen“, sagte Klaus Dittrich. Der Chef der Münchner Messe lobte die enge Zusammenarbeit mit der EOG mit dem gemeinsamen Ziel, die Branche weiter zu entwickeln.

Zeichen in der Outdoor-Branche stehen auf Zusammenarbeit

Ohnehin stehen die Zeichen in der Outdoor-Industrie auf verstärkte Zusammenarbeit aller Player. Nachdem seit inzwischen über einem Jahr neben Marken auch Händler Mitglied werden können (15 große sind inzwischen dabei) können nun auch Zulieferer wie zum Beispiel Gore-Tex Mitglied in der EOG werden. Das wurde in der jährlichen Mitgliederversammlung vor der ISPO MUNICH beschlossen.

„So kann die EOG mit einer noch stärkeren Stimme sprechen und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission vorantreiben“, so Jansen. Andus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für den digitalen Binnenmarkt, wird auf der Multisegmentmesse ISPO MUNICH, die nicht nur eine Outdoor-Messe ist, zu Gast sein. Wichtige Themen auf dem EOG-Meeting waren auch die Entwicklung einer Nachhaltigkeits-Charta und die Fokus-Setzung auf die junge Generation kommender Kunden.

John Jansen, Präsident der EOG (Quelle: Messe München GmbH)
Kann ein konstantes Wachstum für seinen Verband verzeichnen: EOG-Präsident John Jansen.
Bild: Messe München GmbH

#itsgreatoutthere

„Die Aktionen unter dem Titel #itsgreatotthere sind unser wichtigstes Projekt. Die Kids von 10 bis 15 definieren, was für sie Outdoor ist. Es ist eine Verpflichtung der Industrie, die Kinder nach draußen zu bringen. Das sind unsere künftigen Kunden“, sagte Jansen. 2016 sollen die EOG-Mitglieder mindestens 400 Events organisieren, die Kids in die Natur und den Schnee bringen.

Lars Becker (Quelle: Lars Becker)
Ein Beitrag von Lars Becker, Autor
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