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 BSI: Warten auf das Wintergeschäft
ISPO-MUNICH | 24.01.2016

Fazit 2015

BSI: Warten auf das Wintergeschäft

BSI: Warten auf das Wintergeschäft. Von links: Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack (Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel), Siegfreid Paßreiter (Fischer + Löffler) Nicole Espey (BSI),  Andy Schimeck (Marmot Mountain Europe GmbH und Vize-Präsident BSI). (Quelle: Messe München GmbH)
Von links: Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack (Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel), Siegfreid Paßreiter (Fischer + Löffler) Nicole Espey (BSI), Andy Schimeck (Marmot Mountain Europe GmbH und Vize-Präsident BSI).
Bild: Messe München GmbH
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Der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) zieht für 2015 ein durchwachsenes Fazit. Die warmen Temperaturen und der Trend zu Leih-Ski ließ die Verkäufe im Wintersport-Bereich zurückgehen. Neben der Hoffnung auf ein spätes Wintergeschäft konnte der Verband auch einen Lichtblick verkünden.

Die warmen Temperaturen im Dezember sorgten dafür, dass das Wintersport-Segment ein ernüchterndes Vorweihnachtsgeschäft hatte, so BSI-Vertreter auf einer Pressekonferenz auf der ISPO MUNICH. „Wir haben das Spiel gegen iPhones, Tablets und Drohnen verloren“, erklärte Siegfried Paßreiter von Fischer + Löffler. Paßreiter hofft aber auf ein verspätetes Wintergeschäft. „Bis Ostern können wir noch einiges aufholen.“


Ein Wintersport-Bereich, der positiv herausstacht, war Tourenski. Trotz der ungünstigen Wetterlage wollen immer Menschen auf diese Weise die Natur erleben. Über 40.000 Paar Tourenski seien verkauft worden. Tourenski-Ausrüstung und -Zubehör gingen ebenfalls gut.

Skischuhe stechen im Wintersport-Segment heraus

Beim Thema Skischuhe konnte Paßreiter Positives vermelden. Da der Trend zu hochwertigen und vor allem passgenauen Boots geht, hat der Einzelhandel hier Vorteile gegenüber dem Internet, da hier anprobiert werden kann.

Insgesamt seien „die Lichtblicke aber dünngesät“, so Paßreiter. Neben einer schrumpfenden Zielgruppe ist auch der Trend zu Leihski ein Problem für den Handel.


Die Umsatzzahlen im Outdoor-Bereich waren bis Oktober deutlich im Plus. Aber auch hier machte sich der milde Winter bemerkbar, da der Bedarf nach warmen Daunenjacken beispielsweise nicht besonders hoch war.

Leichtes Wachstum im Outdoor-Bereich

Beim Gesamtumsatz geht Andy Schimeck von Marmot, der auch Vize-Präsident des BSI ist, von „Zahlen im Bereich ein bis zwei Prozent Wachstum“ aus. Besonders gut läuft das Kletter-Geschäft. „Bouldern hat sich als Fitnesssport etabliert“, so Schimeck.

Auch die Nachfolge der zurückgetretenen Desiree Derin-Holzapfel wurde thematisiert. Laut Satzung können die drei Vize-Präsidenten der Verband vorübergehend leiten. Bis zur turnusmäßigen Wahl 2017 solle der BSI so weitergeführt werden, erklärte Schimeck.

Die BSI-Verteter verkündeten zudem den Beitritt des Verbandes zum Textilbündnis, die Reaktivierung der Fachgruppe Wintersport und Etablierung der Arbeitsgruppe PSA und Produktsicherheit sowie das neues Veranstaltungsformat ‚BSI Dialog’.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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