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 Was das Olympia-Aus für das Sport Business bedeutet
Sportbusiness | 01.12.2015

Kommentar vom Director der ISPO Group

Olympia-Aus in Hamburg: Was es für das Sport Business bedeutet

Was das Olympia-Aus für das Sport Business bedeutet. Die Olympischen Ringe bei den Spielen 2012 in London
Die olympischen Ringe 2012 in London: Nach dem Referendum gegen eine Olympia-Bewerbung wird es so ein Bild in Hamburg nicht geben.
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Das Nein der Hamburger zu Olympischen Spielen in der Hansestadt ist nicht nur schade, sondern hat weitreichende Konsequenzen für das Sport Business. Ein Kommentar von Tobias Gröber, Director der ISPO Group.

Die Menschen in Hamburg haben mit knapper Mehrheit von 51,6 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen Sommerspiele 2024 entschieden. Dass sie das getan haben, ist durchaus nachvollziehbar: Themen wie ausufernde Kosten von Großveranstaltungen und Korruptionsvorwürfe haben dem Ansehen der großen Verbände und Organisationen schwer geschadet.

Den Verantwortlichen der Bewerbung ist es leider nicht gelungen, den Menschen die Begeisterung und die Bedeutung von Olympischen Spielen – für den Sport, die Sportbranche und darüber hinaus – zu vermitteln. 


Olympische Spiele hätten die wichtige Rolle von Sport in den Mittelpunkt gerückt

Und das ist extrem schade. Olympische Spiele sind der Höhepunkt in jedem Athletenleben, und was die hohe Aufmerksamkeit betrifft, die sie für den Sport generieren, mit nichts vergleichbar. Ein derartiges Großereignis hätte in Deutschland die besondere und wichtige Rolle von Sport und Bewegung in den Mittelpunkt gerückt: Als grundlegendes Element einer gesunden Gesellschaft, die schon jetzt mit Bewegungsmangel zu kämpfen hat.  

Die Sportbranche muss die besondere Rolle des Sportes kommunizieren

Es ist nun der Auftrag der Sportbranche, im Schulterschluss mit der Politik, diese besondere Rolle des Sportes zu kommunizieren. Wir alle – die Industrie, die Regierung, die Sportstätten und -Vereine und die Verbände – sind nun gefordert, gemeinsam neue Ziele zu definieren und anzupacken: Zum Beispiel den Sport wieder mehr in die Schulen und in die Städte zu bringen – ihn im täglichen Leben zu verankern.


Wir müssen noch mehr Menschen für den Sport aktivieren: Mit mehr Produkten, mehr Services, einer umfangreicheren Infrastruktur. Wir müssen die Wertschöpfung verbessern und Innovationen fördern – aber nicht nur auf Produktebene, sondern auch über Kommunikation und Kollaboration.

Was ist Ihre Meinung zum Aus für Olympia in Hamburg? Schreiben Sie es mir in den Kommentaren.

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Tobias Gröber ist Director der ISPO Group. (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von Tobias Gröber, Director ISPO Group
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