- Ökologie und nachwachsende
Rohstoffe für die neue Hartware
- Vielseitigkeit,
Allmountain, Twin-Tip und Touren weiter gefragt
- Sicherheitsfrage bei
allen Alpinprodukten immer wichtiger
- Fast alle Hersteller
präsentieren Premium-Linien
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Die Umwelt ist das große Thema auch in der Hartware:
Schon jetzt greifen immer mehr Hersteller auf solche Materialien und
Produktionswege zurück, die die Umwelt nicht mehr allzu sehr belasten. So kommen
in einigen neuen Ski neben Naturmaterialien wie Bambus, Basalt, Hölzer aus
kontrollierter Waldwirtschaft bis hin zu Baumwolle, Leinen und Kork auch
vermehrt recycelte Materialien, etwa für Beläge zum Einsatz. Gespart wird zudem
an aggressiven Farben. So präsentiert Rossignol etwa den Attraxion Echo
Lady-Ski mit natürlichen Materialien, 50
Prozent weniger Farbe als traditionelle Ski, Verwendung von
Recyclingmaterialien im Belag bis hin zu kontrollierten Produktionsanlagen in
einem ISO9001-zertifizierten Werk. Atomic zeigt auf der ispo winter
09 einen Skischuh, der aus Biokunststoff,
Baumwolle und Bambusfaser hergestellt ist. Und vor allem kleine
Skischmieden achten nicht nur auf wasserlösliche Farben sondern auf weit mehr
umweltfreundliche Rohstoffe und Produktionen, auf kurze Lieferwegs und
Materialien aus ihrer Gegend. Zu ihnen gehört etwa das hierzulande neue Label
Nocopy aus Schweden. Und auch der Kunststoffhersteller für hochwertige
Rennbeläge und Oberflächenfolien CPS forscht im Rahmen des „Green-Line-Projekts“
nach nachwachsenden Rohstoffen. Sie sollen das immer teurere Erdöl für die
Produktion ersetzen und nicht die Nahrungsmittel-Kette tangieren. Erstmals
zeigt jetzt das Unternehmen eine Oberfläche aus Rizinusöl, ein neuer Belag ist
aus Bio-Gas. Auf umweltverträgliche Wachse aus nicht-toxischen Inhaltsstoffen
hat sich zudem das NST Eco Performance-Unternehmen spezialisiert.Â
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Haltbar, zeitlos und langfristig
Der Handel und letztendlich
auch die Endverbraucher erleben zudem eine weitere Tendenz: Immer mehr
Hersteller besinnen sich auf zeitlose Modelle, die auch zwei bis drei Saisonen
ihre Gültigkeit haben, nicht gleich wieder innovativ überarbeitet, optisch
aufpoliert oder gar ersetzt werden. Damit sollen allzu schnelllebige
Modeprodukte, zu denen die Masse der Ski in den letzten Jahren geworden ist,
wieder wertvolles Equipment werden, das bei aufmerksamer Pflege über mehrere
Winter seine gute Leistung ausspielen darf. Über den Trend‚ Qualität statt
Quantität mit bewährte Technologien kann sich freilich auch der Handel freuen,
der für die extrem breite Marken- und Modellauswahl kaum Spielräume hat.
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Allmountain mit Potential
Geht es um die neuen Ski
ist Vielseitigkeit in allen Bereichen angesagt. Schließlich will von allen Skispielarten auf wechselndem Terrain
(Piste, Parks, Gelände, Ziehwege) und bei oft gezwungenermaßen wechselhaften
Schnee- und Wettersituationen alles (sicher) mitgemacht werden. Zum einen
wird es immer mehr Customizing-Produkte geben, als Aufhänger für neue
Technologien: Dazu gehören Anpassungsmöglichkeiten für variable Sidecuts,
Flexeinstellungen und Torsionsanpassungen (u.a. mit two-in-one-Ski, variable
Radien pro Ski). Zudem setzt die Industrie weiter auf Allmountain, etwa mit
wachsenden Mittelbreiten um die 80 mm. Damit wird diese Gruppe für satte 80
Prozent der Skifahrer optimal. Gesetzt wird dabei verstärkt auf
High-Performance Medium Turn Ski, also noch exklusivere Modelle für
Premium-Kunden. Wohl wissend, dass diese markenbewusste Zielgruppe immer mehr
bereit ist, für Qualität zu bezahlen und dafür in ausgesuchten Läden eine
Top-Beratung mit bestem Service in Anspruch zu nehmen. So kommen noch mehr als
bisher ambitionierte Ski-Kollektionen mit bewährten Technologien, neuen
Hightech-Materialien und Konstruktionen in die Regale: leichter gebaut, mit
hochwertigen Legierungen und dem Schwerpunkt auf beste Fahrqualität und
langlebige Produkte.
Für ältere Skifahrer liegt
dabei der Fokus auf „sicher“, etwa mit wieder längeren Skimodellen mit mehr
Kante, mehr Grip und dank Sandwichbauweise und Holzkern auch besserer
Auflagefläche und tollen Fahreigenschaften. Zudem werden Bindungen gefragt sein,
die auch bei langsamen Stürzen rechtzeitig auslösen. Ohnehin: Noch mehr
Beachtung bekommt die gesamte Einheit ‚Ski – Bindung’, schließlich sind noch
bessere Flexverhalten gefragt.
Geht es um das Thema
Ladyski, so „etabliert sich dieses auf solidem Niveau und wird in den
Kollektion sogar noch ausgeweitet“, sagt etwa Matthias Klopfenstein, BU Manager Ski Intersport
Schweiz. „Dabei sind Design und Gewichtseinsparungen die absoluten
Key Elemente“.
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Noch mehr Angebote für Free-Fans
Wachsen werden ebenfalls
die Segmente Freeride und Freestyle, Touren und Backcountry. Der Fokus in
diesen Randgruppen-Bereichen mit enormem Wachstums-Potential liegt auf einer
gewissen Individualisierung der Segmente, auf maßgeschneiderten Produkten:
Schließlich haben Spaß- und Abenteuerfreaks andere Bedürfnisse als
naturbegeisterte und umweltbewusste Skifahrer, als technik-interessierte oder
lifestyle-orientierte Wintersportler.
So wird sich etwa speziell
im Freestyle eine neue, junge Zielgruppe alles andere als mainstream den Berg
hinunterbewegen. Sowohl in Parks- und Pipes als auch auf allen natürlichen
Hindernissen am Pistenrand. Oder eben gleich abseits; mit echten FatSki auf der
Suche nach neuen Herausforderungen und Playgrounds. Damit heißt die Strategie
der Hersteller im Freestyle-Sektor: Weg von reinen Park & Pipe Modellen,
hin zu Allmountain-Twins für breitere Einsätze.
Nach dem Motto ‚Freerider
ist nicht gleich Freerider’ geschieht auch hier ähnliches: Während es für die
einen das Größte ist, chillig und relaxt durch tiefen Powder zu cruisen,
schwören Big-Mountain Fans auf die extremeren Herausforderungen: Steile Wände,
außerordentliche Lines und das Ganze möglichst schnell und flüssig fahren –
egal ob im Powder, im eisigen Frühjahrs-Harsch oder doch mal auf der Piste. So
wird es für sie noch mehr Modelle mit neuen Taillierungen, noch breiteren
TwinTips und noch ausgeklügelteren und längeren Rockern geben. Features mit
denen sich die jeweiligen Zielgruppen noch exakter identifizieren können.
Und auch für die wachsende
Zahl der Tourengeher weitet sich das Angebot: Angeboten werden mehr als bisher
neue Ski, die noch leichter, dennoch breiter und stabil genug für beste Abfahrten
sind. Kompatibel für Touren-, Telemark- bis hin zu Pisteneinsätzen.
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Rental boomt
Und noch ein Segment wird –
ungeachtet oder auch wegen der Finanzkrise – stabil durch den Winter kommen:
Das Rental-Geschäft, dazu die diversen Skitauschsysteme inklusive Saisonmieten.
Kein Wunder: Denn für die eine Woche Skiurlaub pro Jahr, die durchschnittliche
Skifahrer absolvieren, kann das Equipment seltener nagelneu und für die ganze
Familie gekauft werden. Damit werden in Zukunft immer weniger Ski gekauft, dafür
zunehmend vor Ort gemietet. So spielt etwa in Frankreich der Verleih bereits
eine größere Rolle als der Verkauf. Mancher Hersteller reagiert auf diese
Situation mit neuen Strategien. „Mit try and buy bieten wir den Konsumenten die
Möglichkeit, hochwertige Produkte auf dem aktuellen Stand der Technik
auszuprobieren“, sagt etwa Thomas Rakuscha, Direktor Marketing und
Produktmanagement Blizzard. „So erreichen wir auch diejenigen, die sich noch
keine Neuski gekauft haben, und bringen ihn vielleicht zum Grübeln. Immerhin
kostet heute ein hochwertiger Ski 500, 600 Euro. Wer nur eine Woche im Jahr auf
Skiurlaub fährt, borgt sich vor Ort die Ausrüstung. Damit meine ich auch jene
Konsumenten, die zwar kaufwillig, vom Überangebot aber zunächst überfordert
sind. Hier fällt der Verleih auf jeden Fall unter die Kategorie ‚ausprobieren’
– das empfehle ich auch! So heißt es heute ja nicht mehr banal wie früher
Leihski, sondern Demo“.
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Designs werden langlebiger aber auch abgefahrener
Geht es um die neuen
Designs ist zweierlei im Trend: Einerseits wird es sehr ruhig, fast zeitlos mit
eleganten, teils glänzenden und matten Oberflächen. Weiß und Schwarz herrschen
vor, dazu kommen farbige Schriftzüge oder geschwungene Linien, die ein wenig
Dynamik und Sportlichkeit vermitteln. Oft aber zeigen sich die Skioberflächen
unifarben, manchmal mit dezenten Ton-in-Ton-Mustern oder hochwertigen,
holographischen Designs. Alles Hinweise darauf, so wenig wie möglich starken
modischen Schwankungen zu unterliegen. Sportliche Racer bekommen wie gewohnt,
wenn auch langsam dezenter, weiterhin kontrastierende Streifen und Zahlen in
knalligem Rot, Gelb, Grün bis Orange.
Eher ausgefallen geht es
dann schon bei der jüngeren Zielgruppe, den Free-Ridern und –Stylern zu: Mit
abgefahrenen Designs wie ein asymmetrisch auf beide Ski verteiltes Skelett,
asiatisch anmutenden Bildern, Graffiti, Manga-Figuren, Zitaten, U-Bahn-Plänen
oder
Hip-Hop- und Poker-Emblemen im Casino-Stil. Alles kombiniert mit glänzenden und
matten Lackierungen aber auch transparenten Elementen.
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Integrierte Bindungssysteme für Vielseitigkeit
Mit verbesserten Systemen,
mehr Sicherheit und Variabilität präsentieren die Bindungs-Spezialisten ihre
Neuheiten, zunehmend auch als integrierte Bindungssysteme für Kinderski. Unter
anderem können dank des Schizo-Frantic-Insertsystems (Marker für K2) Rider in der
nächsten Saison ihre Bindung mit ein paar Schraubenumdrehungen nach vorne oder
hinten verstellen und die Bindungsposition individuell auf das Terrain oder
persönliche Vorlieben anpassen. Mit traditioneller Position lässt sich der Ski
AllMountain einsetzen, für Fun im Powder wird die Bindung für zusätzlichen
Auftrieb nach hinten gesetzt. Zentraler montiert funktioniert der Ski optimal
beim Rückwärtsfahren und im Park.
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Alpinschuhe gehen gut
Noch mehr
Beachtung wird beim gut gehenden Alpinschuhmarkt dem Thema Komfort und
Perfect
fit geschenkt: Dafür bieten die Hersteller neue
(thermoverformbare)
Shell-Anpassungsmöglichkeiten, unter anderem für die
Möglichkeit, beim
Orthopädieschuster noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Dazu
Einlegesohlen,
Heizungssysteme gegen kalte Füße und noch einfachere
Einstiegshilfen bei Cuff
und Unterschalen. So kommen nun noch komfortablere Schuhe zum Gehen auf
den
Markt, mit flexbaren Unterschalen bis hin zu weicheren Sohlenpads, oder
Schnallen die keine Druckstellen mehr erzeugen können. Zunehmend
wird die
Funktion der Schuhe mit neuen modernen Designs umgesetzt, neue
Abspritzungstechniken erlauben daher oft komplett neue
Looks.                     Â
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