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Nr.  27.01.2009 Download:  File-Download
BSI: Gute Wintersportumsätze sorgen für gute Messestimmung
Statement zur ispo winter 2009 von Adalbert von der Osten, Geschäftsführer des BSI – Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V.
 
BSI: Gute Wintersportumsätze sorgen für gute Messestimmung
 
48 Prozent der Unternehmen beurteilen die aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut, 25 Prozent haben für 2009 eine gute und 55 Prozent eine befriedigende Geschäftserwartung
 
Nach zwei Jahren, in denen uns unser unvermeidlicher und deshalb wichtigster Marktpartner, das Wetter, nur magere Umsatzergebnisse im Bereich Wintersport bescherte, stehen wir nun inmitten einer Wintersaison, die uns allen, Industrie und Handel, Freude macht. Die BSI-Mitgliedsfirmen, die hier ihren Umsatzschwerpunkt haben, melden entsprechend gute Zahlen. Gute Wintersportumsätze bestimmen also die gute Messestimmung, mit der wir alle nach München kommen.
 
Aber nicht nur sie. Unser BSI-Konjunkturbarometer, das wir monatlich durch die Befragung unserer Mitgliedsunternehmen erstellen, zeigt bei unserem neuen BSI-Geschäftsklimaindex einen deutlichen Sprung nach oben. Der Index stieg von 63,4 Punkten im November 2008 auf 86,3 im Dezember 2008. Gleichzeitig weisen auch alle anderen Indices, die wir erstellen, im Vergleich zu November 2008 wieder nach oben. Darüber hinaus beurteilen 48 Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut (2007 52 Prozent) und was die Geschäftserwartung für 2009 angeht, so beurteilen 25 Prozent sie als gut und 55 Prozent als befriedigend.
 
Mit diesen Werten können wir als BSI den künftigen Marktentwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt angemessen begegnen. Dabei gibt uns der legendäre amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt, der Held der amerikanischen Wirtschaftskrise in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, unser Motto vor. Er urteilt: „Das einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst.“
 
Aus diesem Grund präsentieren sich alle unsere Firmen hier auf der ispo furchtlos und wollen offen alle neuen Chancen nutzen, die für jeden Unternehmer auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten liegen. Als Verband beteiligen wir uns ganz sicher nicht an den täglich neuen Medienwettbewerben um die beste und schwärzeste Prognose.
 
So sieht das BSI-Konjunkturbarometer aus: Knapp die Hälfte der befragten Branchenunternehmen, 48 Prozent, beschreibt die aktuelle Geschäftslage jetzt Mitte Januar für den Monat Dezember 2008 mit sehr gut beziehungsweise mit gut (2007 52 Prozent) und 48 Prozent mit befriedigend (2007 40 Prozent). Die Geschäftserwartung für die kommenden sechs Monate wird von 5 Prozent als günstiger, 73 Prozent als gleich bleibend und 22 Prozent als ungünstiger beurteilt (2007 28, 68, 4 Prozent). Den Auftragseingang beurteilten im Dezember 2008 33 Prozent als gestiegen, 41 Prozent als stabil und 36 Prozent als zurückgegangen (2007 32/48/21 Prozent).
 
Den Jahresumsatz 2008 bewerteten im BSI-Konjunkturbarometer im Dezember 2008 52 Prozent als gestiegen (im Dezember 2007 75 Prozent), 24 Prozent als stabil (2007 8 Prozent), 24 Prozent als zurückgegangen (2007 17 Prozent).
 
Den durch die BSI-Konjunkturzahlen vorgegebenen Trend untermauert die ispo Winter 2009 mit einem umfassenden Angebot an technischen und modischen Neuheiten für alle Angebotsbereiche von Wintersport bis Outdoor, von Teamsport über Fitness und sportive Mode bis hin zu umfangreichen Angeboten für Frauen und Bestager.
 
Der anhaltende scharfe Wettbewerb sorgt am Markt weiter dafür, dass für dringend notwendige Preiserhöhungen wenig Platz ist. Im vergangenen Jahr hatten wir es zunächst mit weiter steigenden Rohstoff- und Energiepreisen zu tun, die erst in den letzten Monaten 2008 bis heute wieder leicht abgefallen sind. Preisanpassungen sind allerdings sowohl von Seiten der Industrie als auch von Seiten des Handels notwendig, wenn man das bisherige bewährte arbeitsteilige Vertriebssystem Markenindustrie Sportfachhandel flächendeckend intakt halten will.
 
So stellen sich die Marktentwicklungen in ausgewählten Angebotssegmenten unserer Mitglieder dar. Zur ispo Winter beginne ich anlassgemäß mit dem Wintersport.
 
Unserem Vorstandsmitglied und Vorsitzenden der Fachgruppe Wintersport, Siegfried Paßreiter, zufolge haben in der bisherigen Saison die kalten Temperaturen und die guten Schneeverhältnisse in den deutschen Mittelgebirgen und die vielfältigen Aktivitäten aller Wintersportorte entlang des Alpenhauptkamms dafür gesorgt, dass im deutschen Sportfachhandel wieder mehr Wintersportumsatz gemacht wird. Das betrifft sowohl die Bereiche Hartware, also Alpin- wie Langlaufski, Snowboards, Rodel und Schlittschuhe, ebenso wie den Einkauf von funktioneller Sportmode, die mehr als 50 Prozent aller Winterverkäufe im Fachhandel ausmacht. 20 Prozent der Verkäufe fallen auf die Hartware.
 
Starke Umsatzsteigerungen gab es dabei auch diesmal wieder im Bereich Zubehör. Die seit 10 Jahren zu beobachtende Tendenz zu mehr Sicherheit im Wintersport setzt sich unbeirrt fort und bestimmt hier die Umsätze und technischen Neuentwicklungen. Industrie und Handel ist es bis heute gelungen, dass ein Großteil aller Kinder nicht mehr ohne Helm auf der Skipiste oder beim Rodeln unterwegs ist.
 
Es ist natürlich bedauernswert, dass es erst eines Skiunfalls eines bekannten deutschen Politikers bedarf, um das Thema Sicherheit beim Skilauf in die Medien zu heben und damit auch bei den Erwachsenen wieder ins Bewusstsein zu rücken. In den vergangenen Wochen sind Skihelme, Skibrillen und Rückenprotektoren regelrecht zu Verkaufsschlagern geworden.
 
So hören wir von einem Mitgliedsunternehmen, das Spezialist in diesem Bereich ist, dass im deutschsprachigen Alpenraum der jährliche Absatz des Gesamtmarktes von durchschnittlich 800 000 Helmen in diesem Jahr bereits auf 1,3 Millionen gestiegen ist. Natürlich hat dieses Mitgliedsunternehmen an dieser Nachfrage entsprechend partizipiert. Man konnte dieser rasant steigenden Nachfrage aber nur dadurch schnell nachkommen, weil man die Entwicklung und die Produktion der Helme in Deutschland belassen hat. Zum Schluss des allgemeinen Helmruns auf die Sportfachgeschäfte wurden nur noch schwarze Helme produziert und die tägliche Produktion von 2.600 Helmen immer sofort an den Handel ausgeliefert.
 
Seit der rasanten Entwicklung des Carvingski ab Mitte der 90er Jahre wissen wir, dass immer mehr Skifahrer mit immer schnelleren Ski auf immer härter werdenden Pisten unterwegs sind. Das war für alle Firmen im BSI der Grund, auch entsprechende Sicherheitsausrüstungen zu entwickeln. Wir hoffen, dass das breit gefächerte Angebot und die Neuheiten unserer Firmen auf der ispo wieder die gespannte Aufmerksamkeit des Fachpublikums finden.
 
Es stieg aber nicht nur die Nachfrage nach Helmen. Die guten Möglichkeiten, die die wochenlangen tiefen Minustemperaturen dem Eislauf boten, fegten beginnend mit Januar 2009 den Markt für alle Produkte, die Kufen hatten, leer.
 
Im Bereich Langlauf erwarten wir noch bei hoffentlich anhaltendem Schneewetter vor allem in den Mittelgebirgen eine entsprechende Nachfragesteigerung, die sich erfahrungsgemäß Anfang/Mitte Januar einstellt und bis zum Schluss der Saison, die gewöhnlich bis Ostern dauert, anhält.
 
Etwas Wasser in unseren Wein des Winteroptimismus gießen die Umsätze im Bereich Alpinski und Snowboard. Verkaufte man noch laut GfK in der Saison 2001/2002 700 000 Paar Alpinski, so hat sich diese Zahl in der laufenden Saison um die 320 bis 350 000 Paar eingependelt. Die Zahl der dazu verkauften Skischuhe liegt fast gleich. Die Zahl der verkaufen Snowboards in Deutschland liegt dabei inzwischen bei 60 bis 80 000 Stück pro Jahr. Dieser Umsatz spricht erfahrungsgemäß für eine Gesamtzahl an aktiven Snowboardern in Deutschland von 200 bis 250 000. Hier macht sich die zurückgehende Zahl der sportlichen Kids bemerkbar.
 
Blickt man auf die Käuferschicht bei Ski, so stellt man fest, dass die Bestagers auch die Bestbuyers sind. Offensichtlich setzt dabei die mittlere bis ältere Sportgeneration mehr auf den Besitz eigener Ski, die sie fast ausschließlich beim ortsansässigen Fachhandel nach genauer und ausführlicher Beratung kaufen beziehungsweise zu kleineren Teil auch mieten. Dafür spricht auch die Tatsache, dass Premium-Ski von 800 bis 1500 Euro VK auf keinen Fall Leih-, sondern Kaufobjekte sind.
 
Die oberen und mittleren Preislagen im Skibereich sind auch 2008/2009 wieder schwerer an den Mann zu bringen beziehungsweise sie sind auch in dieser Saison wieder Produkte, die der Fachhandel mit starken roten Rabattetiketten verkauft.
 
Wegen des andauernden Preiswettkampfs in diesem Bereich verabschieden sich auch immer mehr Sportfachgeschäfte, sehr zum Bedauern unserer Wintersportindustrie, aus dem Bereich des Ski- und Snowboardverkaufs.
 
Nach der erfolgreichen Einführung des Carvings ist bis heute leider kein Carving Nummer zwei als bahnbrechende Neuheit nachgekommen, was entsprechende Kaufimpulse auslösen würde. Gleichzeitig gehen die Winterurlauber in Deutschland von Jahr zu Jahr mehr dazu über, sich ihre Ski am Urlaubsort zu mieten.
 
Zu dieser Entwicklung trägt auch bei, dass die Urlaubskasse gerade bei jungen Familien und jüngeren Erwachsenen durch steigende Preise der weichen Urlaubsfaktoren wie Hotelunterkunft, Verpflegung und Skipass zunehmend belastet wird und oftmals zu Lasten des entsprechenden Ausrüstungseinkaufs geht.
 
Als BSI freuen wir uns, dass alle Firmen unserer Fachgruppe Outdoor seit vielen Jahren auf der ispo Winter ihre Heimat haben. Outdoor ist nach wie vor ein Bereich, in dem unsere Unternehmen jedes Jahr erfolgreich neue Maßstäbe in der Entwicklung hochfunktioneller Sportbekleidung und Ausrüstung für Wandern, Trekking und Bergsteigen setzen. Die Outdoorbekleidung, wie sie auf der ispo Winter 2009 gezeigt wird, beeinflusst in jedem Jahr den weiten Bereich der allgemeinen Sportmode für drinnen und draußen.
 
Das ist einer der Gründe, warum sich der Outdoormarkt in den letzten 20 Jahren zu einem der stärksten Sportartikelmärkte in ganz Europa entwickelt hat. Gleiches gilt für die Entwicklung der anbietenden Markenfirmen in diesem Segment.
 
Die European Outdoor Group, der die Fachgruppe Outdoor im BSI als Mitgründer angehört, schätzt 2008 das Volumen des Outdoormarktes inklusive des Outdoorlifestylemarktes in Europa auf nahezu 6 Milliarden Euro mit enormen Zuwachsraten.
 
Die Bekleidung ist nach wie vor der umsatzstärkste Bereich. Sie ist für rund 50 Prozent des gesamten Outdoorumsatzes in Europa verantwortlich.
 
Bei einer langjährigen Betrachtung des Marktes wird dem Analysten aber auch deutlich, dass die Branche von den Umsätzen, für die allein sportbegeisterte und funktionsorientierte Outdoorer und Gipfelstürmer verantwortlich sind, nicht mehr weiter wachsen kann. Deshalb war und ist es für die Outdoorunternehmen wichtig, dass es gelungen ist, die Outdoorprodukte auch im täglichen Leben fest zu verankern. Was früher nur Bergsteiger anzogen, zieht man heute zum Spaziergang im Park an. Outdoor hat jetzt das ganze Jahr Saison. Outdoor ist der Ganzjahressport schlechthin geworden, denn auch im Winter locken beispielsweise entsprechende Wanderausflüge. Die Produkte in diesem Angebotsbereich richten sich deshalb nicht mehr nur an Leistungs- und Breitensportler, sondern ganz allgemein auch an alle Groß- und Kleinstädter von heute.
 
Zwei Drittel aller Deutschen betreiben neuen Untersuchungen zufolge einmal pro Monat Sport. Trotzdem sind 65 Prozent aller Männer und deutlich mehr als die Hälfte der Frauen zu dick. Hier ergeben sich beispielsweise neue gesundheitserhaltende und -fördernde Perspektiven für Nordic Walking und Trekking. Wir werden auf der ispo dazu neue Farben und pfiffige Schnitte funktioneller und zugleich modischer Sportbekleidung sehen. Schließlich kämpfen alle Hersteller in diesem Bereich auch um die junge Generation. Sie gilt es dabei von der Playstation in Richtung Sportstadion zu locken und sie damit zu eigener körperlicher Aktivität drinnen und draußen zu motivieren.
 
Ausgehend von dem Optimismus, mit dem wir alle in die neue Saison gehen, haben wir als BSI auch unsere bisherige jahrzehntelange erfolgreiche Kooperation mit der Messe München zu Beginn des Jahres 2009 auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt. Wir haben als BSI mit Messe München einen Vertrag unterzeichnet, der uns als ideellen Träger der ispo Winter ausweist. Gleichzeitig stellen wir auf der ispo unser neues Verbandslogo vor, mit dem wir auch in unser 100-jähriges Verbandsjubiläum im Jahr 2010 starten. Es soll mit seiner gefälligen und vernetzten Form auch unsere Aufbruchstimmung in das zweite Jahrhundert unserer Verbandsgeschichte symbolisieren.
 
Die enge Zusammenarbeit zwischen der Weltmesse ispo und dem Unternehmensverband BSI ist ein starkes Signal an die Öffentlichkeit, dass die BSI-Mitglieder den nationalen und internationalen Markt für Sportartikel und Sportmode als einen von den Produkten her interessantesten und auch langfristig weiter wachsenden Markt beurteilen.
 
Er wird seit jeher von den Wünschen von Verbrauchern aller Alterstufen angetrieben, die im aktiven Sport und in der sportlichen Freizeit eine wichtige Lebensqualität für sich selbst sehen. Gleichzeitig wird in allen Ländern Europas das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zunehmen. Im Sportartikelhändler und im Sportartikel- und Sportmodeproduzenten sehen daher immer mehr zufriedene Kunden ihre ganz persönlichen Wellnessberater.
 
Dem Ausbau ihrer Unternehmensposition auf diesem weiter wachsenden großen Freizeit-, Sport- und Gesundheitsmarkt, zu dem auch die jährliche Neuheitenpräsentation auf der ispo Winter gehört, gilt weiter die ganze Aufmerksamkeit der im BSI zusammengeschlossenen Sportartikel- und Sportmodeunternehmen.
 
Für uns alle im BSI ist das ein guter Start in die ispo Winter und in das Jahr 2009.
 
 
BSI - Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V.
Der BSI – Bundesverband der deutschen Sportartikelindustrie e.V. ist der 1910 gegründete Unternehmensverband der deutschen Sportartikelhersteller, -importeure und -großhändler. Ihm gehören 150 führende meist mittelständisch geprägte Firmen an. Unter ihnen internationale Marktführer wie Adidas, Puma, Asics, Fischer, Völkl, Marker, Lowa, Vaude, Tatonka oder Kettler. Die deutsche Sportartikelindustrie ist direkt oder indirekt Arbeitgeber für 120 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Euro erwirtschaften. Der BSI ist Mitglied des Verbandes der europäischen Sportartikelhersteller FESI mit Sitz in Brüssel und damit auch Mitglied im Weltverband der Sportartikelindustrie WFSGI mit Sitz in Lausanne. Der BSI ist Mitgründer und ideeller Träger der Köln-Messen spoga und spoga horse und ideeller Träger der Münchener ispo Winter, der Weltmesse des Sports. Gleichzeitig ist er Förderer der Münchener Golf Europe sowie der fsb in Köln. Die im BSI organisierte Fachgruppe Outdoor ist Gründerin der Friedrichshafener Messe OutDoor.
 
 

Pressekontakt
 
Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI)
Adalbert von der Osten, Geschäftsführer
Postfach 1149, 53581 Bad Honnef
Mühlenweg 12, 53604 Bad Honnef
Tel.:    02224/76381
Fax:    02224/75940
sportinfo@bsi-ev.de
www.bsi-ev.de
 
Abdruck honorarfrei. Wir freuen uns über ein Belegexemplar.
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