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Statement zur ispo winter 2009 von
Adalbert von der Osten, Geschäftsführer des BSI – Bundesverband der Deutschen
Sportartikel-Industrie e.V.  BSI: Gute Wintersportumsätze sorgen
für gute Messestimmung  48 Prozent der Unternehmen beurteilen die
aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut, 25 Prozent haben für 2009 eine
gute und 55 Prozent eine befriedigende Geschäftserwartung  Nach zwei
Jahren, in denen uns unser unvermeidlicher und deshalb wichtigster
Marktpartner, das Wetter, nur magere Umsatzergebnisse im Bereich Wintersport
bescherte, stehen wir nun inmitten einer Wintersaison, die uns allen, Industrie
und Handel, Freude macht. Die BSI-Mitgliedsfirmen, die hier ihren
Umsatzschwerpunkt haben, melden entsprechend gute Zahlen. Gute
Wintersportumsätze bestimmen also die gute Messestimmung, mit der wir alle nach
München kommen.  Aber nicht
nur sie. Unser BSI-Konjunkturbarometer, das wir monatlich durch die Befragung
unserer Mitgliedsunternehmen erstellen, zeigt bei unserem neuen BSI-Geschäftsklimaindex
einen deutlichen Sprung nach oben. Der Index stieg von 63,4 Punkten im November 2008 auf
86,3 im Dezember 2008. Gleichzeitig weisen auch alle anderen Indices, die wir erstellen, im
Vergleich zu November 2008 wieder nach oben. Darüber hinaus beurteilen 48
Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut (2007
52 Prozent) und was die Geschäftserwartung für 2009 angeht, so beurteilen 25
Prozent sie als gut und 55 Prozent als befriedigend. Â Mit diesen
Werten können wir als BSI den künftigen Marktentwicklungen in Deutschland,
Europa und der Welt angemessen begegnen. Dabei gibt uns der legendäre
amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt, der Held der amerikanischen
Wirtschaftskrise in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, unser Motto vor. Er
urteilt: „Das einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst.“  Aus diesem
Grund präsentieren sich alle unsere Firmen hier auf der ispo furchtlos und
wollen offen alle neuen Chancen nutzen, die für jeden Unternehmer auch in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten liegen. Als Verband beteiligen wir uns ganz
sicher nicht an den täglich neuen Medienwettbewerben um die beste und
schwärzeste Prognose.  So sieht
das BSI-Konjunkturbarometer aus: Knapp die Hälfte der befragten
Branchenunternehmen, 48 Prozent, beschreibt die aktuelle Geschäftslage jetzt
Mitte Januar für den Monat Dezember 2008 mit sehr gut beziehungsweise mit gut
(2007 52 Prozent) und 48 Prozent mit befriedigend (2007 40 Prozent). Die
Geschäftserwartung für die kommenden sechs Monate wird von 5 Prozent als
günstiger, 73 Prozent als gleich bleibend und 22 Prozent als ungünstiger
beurteilt (2007 28, 68, 4 Prozent). Den Auftragseingang beurteilten im Dezember
2008 33 Prozent als gestiegen, 41 Prozent als stabil und 36 Prozent als
zurückgegangen (2007 32/48/21 Prozent).  Den
Jahresumsatz 2008 bewerteten im BSI-Konjunkturbarometer im Dezember 2008 52
Prozent als gestiegen (im Dezember 2007 75 Prozent), 24 Prozent als stabil
(2007 8 Prozent), 24 Prozent als zurückgegangen (2007 17 Prozent).  Den durch
die BSI-Konjunkturzahlen vorgegebenen Trend untermauert die ispo Winter 2009
mit einem umfassenden Angebot an technischen und modischen Neuheiten für alle
Angebotsbereiche von Wintersport bis Outdoor, von Teamsport über Fitness und
sportive Mode bis hin zu umfangreichen Angeboten für Frauen und Bestager.  Der
anhaltende scharfe Wettbewerb sorgt am Markt weiter dafür, dass für dringend
notwendige Preiserhöhungen wenig Platz ist. Im vergangenen Jahr hatten wir es
zunächst mit weiter steigenden Rohstoff- und Energiepreisen zu tun, die erst in
den letzten Monaten 2008 bis heute wieder leicht abgefallen sind.
Preisanpassungen sind allerdings sowohl von Seiten der Industrie als auch von
Seiten des Handels notwendig, wenn man das bisherige bewährte arbeitsteilige
Vertriebssystem Markenindustrie Sportfachhandel flächendeckend intakt halten
will. Â So stellen
sich die Marktentwicklungen in ausgewählten Angebotssegmenten unserer
Mitglieder dar. Zur ispo Winter beginne ich anlassgemäß mit dem Wintersport.  Unserem
Vorstandsmitglied und Vorsitzenden der Fachgruppe Wintersport, Siegfried
Paßreiter, zufolge haben in der bisherigen Saison die kalten Temperaturen und
die guten Schneeverhältnisse in den deutschen Mittelgebirgen und die
vielfältigen Aktivitäten aller Wintersportorte entlang des Alpenhauptkamms
dafür gesorgt, dass im deutschen Sportfachhandel wieder mehr Wintersportumsatz
gemacht wird. Das betrifft sowohl die Bereiche Hartware, also Alpin- wie
Langlaufski, Snowboards, Rodel und Schlittschuhe, ebenso wie den Einkauf von
funktioneller Sportmode, die mehr als 50 Prozent aller Winterverkäufe im
Fachhandel ausmacht. 20 Prozent der Verkäufe fallen auf die Hartware.  Starke
Umsatzsteigerungen gab es dabei auch diesmal wieder im Bereich Zubehör. Die
seit 10 Jahren zu beobachtende Tendenz zu mehr Sicherheit im Wintersport setzt
sich unbeirrt fort und bestimmt hier die Umsätze und technischen
Neuentwicklungen. Industrie und Handel ist es bis heute gelungen, dass ein
Großteil aller Kinder nicht mehr ohne Helm auf der Skipiste oder beim Rodeln
unterwegs ist. Â Es ist
natürlich bedauernswert, dass es erst eines Skiunfalls eines bekannten
deutschen Politikers bedarf, um das Thema Sicherheit beim Skilauf in die Medien
zu heben und damit auch bei den Erwachsenen wieder ins Bewusstsein zu rücken.
In den vergangenen Wochen sind Skihelme, Skibrillen und Rückenprotektoren
regelrecht zu Verkaufsschlagern geworden.  So hören
wir von einem Mitgliedsunternehmen, das Spezialist in diesem Bereich ist, dass
im deutschsprachigen Alpenraum der jährliche Absatz des Gesamtmarktes von
durchschnittlich 800 000 Helmen in diesem Jahr bereits auf 1,3 Millionen
gestiegen ist. Natürlich hat dieses Mitgliedsunternehmen an dieser Nachfrage
entsprechend partizipiert. Man konnte dieser rasant steigenden Nachfrage aber
nur dadurch schnell nachkommen, weil man die Entwicklung und die Produktion der
Helme in Deutschland belassen hat. Zum Schluss des allgemeinen Helmruns auf die
Sportfachgeschäfte wurden nur noch schwarze Helme produziert und die tägliche
Produktion von 2.600 Helmen immer sofort an den Handel ausgeliefert. Â Seit der
rasanten Entwicklung des Carvingski ab Mitte der 90er Jahre wissen wir, dass
immer mehr Skifahrer mit immer schnelleren Ski auf immer härter werdenden
Pisten unterwegs sind. Das war für alle Firmen im BSI der Grund, auch
entsprechende Sicherheitsausrüstungen zu entwickeln. Wir hoffen, dass das breit
gefächerte Angebot und die Neuheiten unserer Firmen auf der ispo wieder die
gespannte Aufmerksamkeit des Fachpublikums finden. Â Es stieg
aber nicht nur die Nachfrage nach Helmen. Die guten Möglichkeiten, die die
wochenlangen tiefen Minustemperaturen dem Eislauf boten, fegten beginnend mit
Januar 2009 den Markt für alle Produkte, die Kufen hatten, leer.  Im Bereich
Langlauf erwarten wir noch bei hoffentlich anhaltendem Schneewetter vor allem
in den Mittelgebirgen eine entsprechende Nachfragesteigerung, die sich
erfahrungsgemäß Anfang/Mitte Januar einstellt und bis zum Schluss der Saison,
die gewöhnlich bis Ostern dauert, anhält.  Etwas
Wasser in unseren Wein des Winteroptimismus gießen die Umsätze im Bereich
Alpinski und Snowboard. Verkaufte man noch laut GfK in der Saison 2001/2002 700
000 Paar Alpinski, so hat sich diese Zahl in der laufenden Saison um die 320
bis 350 000 Paar eingependelt. Die Zahl der dazu verkauften Skischuhe liegt
fast gleich. Die Zahl der verkaufen Snowboards in Deutschland liegt dabei
inzwischen bei 60 bis 80 000 Stück pro Jahr. Dieser Umsatz spricht
erfahrungsgemäß für eine Gesamtzahl an aktiven Snowboardern in Deutschland von
200 bis 250 000. Hier macht sich die zurückgehende Zahl der sportlichen Kids
bemerkbar. Â Blickt man
auf die Käuferschicht bei Ski, so stellt man fest, dass die Bestagers auch die
Bestbuyers sind. Offensichtlich setzt dabei die mittlere bis ältere
Sportgeneration mehr auf den Besitz eigener Ski, die sie fast ausschließlich
beim ortsansässigen Fachhandel nach genauer und ausführlicher Beratung kaufen
beziehungsweise zu kleineren Teil auch mieten. Dafür spricht auch die Tatsache,
dass Premium-Ski von 800 bis 1500 Euro VK auf keinen Fall Leih-, sondern
Kaufobjekte sind. Â Die oberen
und mittleren Preislagen im Skibereich sind auch 2008/2009 wieder schwerer an
den Mann zu bringen beziehungsweise sie sind auch in dieser Saison wieder
Produkte, die der Fachhandel mit starken roten Rabattetiketten verkauft. Â Wegen des
andauernden Preiswettkampfs in diesem Bereich verabschieden sich auch immer
mehr Sportfachgeschäfte, sehr zum Bedauern unserer Wintersportindustrie, aus
dem Bereich des Ski- und Snowboardverkaufs. Â Nach der
erfolgreichen Einführung des Carvings ist bis heute leider kein Carving Nummer
zwei als bahnbrechende Neuheit nachgekommen, was entsprechende Kaufimpulse
auslösen würde. Gleichzeitig gehen die Winterurlauber in Deutschland von Jahr
zu Jahr mehr dazu über, sich ihre Ski am Urlaubsort zu mieten.  Zu dieser
Entwicklung trägt auch bei, dass die Urlaubskasse gerade bei jungen Familien
und jüngeren Erwachsenen durch steigende Preise der weichen Urlaubsfaktoren wie
Hotelunterkunft, Verpflegung und Skipass zunehmend belastet wird und oftmals zu
Lasten des entsprechenden Ausrüstungseinkaufs geht.  Als BSI
freuen wir uns, dass alle Firmen unserer Fachgruppe Outdoor seit vielen Jahren
auf der ispo Winter ihre Heimat haben. Outdoor ist nach wie vor ein Bereich, in
dem unsere Unternehmen jedes Jahr erfolgreich neue Maßstäbe in der Entwicklung
hochfunktioneller Sportbekleidung und Ausrüstung für Wandern, Trekking und
Bergsteigen setzen. Die Outdoorbekleidung, wie sie auf der ispo Winter 2009
gezeigt wird, beeinflusst in jedem Jahr den weiten Bereich der allgemeinen
Sportmode für drinnen und draußen.  Das ist
einer der Gründe, warum sich der Outdoormarkt in den letzten 20 Jahren zu einem
der stärksten Sportartikelmärkte in ganz Europa entwickelt hat. Gleiches gilt
für die Entwicklung der anbietenden Markenfirmen in diesem Segment.  Die
European Outdoor Group, der die Fachgruppe Outdoor im BSI als Mitgründer
angehört, schätzt 2008 das Volumen des Outdoormarktes inklusive des
Outdoorlifestylemarktes in Europa auf nahezu 6 Milliarden Euro mit enormen
Zuwachsraten. Â Die
Bekleidung ist nach wie vor der umsatzstärkste Bereich. Sie ist für rund 50
Prozent des gesamten Outdoorumsatzes in Europa verantwortlich. Â Bei einer
langjährigen Betrachtung des Marktes wird dem Analysten aber auch deutlich,
dass die Branche von den Umsätzen, für die allein sportbegeisterte und
funktionsorientierte Outdoorer und Gipfelstürmer verantwortlich sind, nicht
mehr weiter wachsen kann. Deshalb war und ist es für die Outdoorunternehmen
wichtig, dass es gelungen ist, die Outdoorprodukte auch im täglichen Leben fest
zu verankern. Was früher nur Bergsteiger anzogen, zieht man heute zum
Spaziergang im Park an. Outdoor hat jetzt das ganze Jahr Saison. Outdoor ist
der Ganzjahressport schlechthin geworden, denn auch im Winter locken
beispielsweise entsprechende Wanderausflüge. Die Produkte in diesem
Angebotsbereich richten sich deshalb nicht mehr nur an Leistungs- und
Breitensportler, sondern ganz allgemein auch an alle Groß- und Kleinstädter von
heute. Â Zwei
Drittel aller Deutschen betreiben neuen Untersuchungen zufolge einmal pro Monat
Sport. Trotzdem sind 65 Prozent aller Männer und deutlich mehr als die Hälfte
der Frauen zu dick. Hier ergeben sich beispielsweise neue gesundheitserhaltende
und -fördernde Perspektiven für Nordic Walking und Trekking. Wir werden auf der
ispo dazu neue Farben und pfiffige Schnitte funktioneller und zugleich
modischer Sportbekleidung sehen. Schließlich kämpfen alle Hersteller in diesem
Bereich auch um die junge Generation. Sie gilt es dabei von der Playstation in
Richtung Sportstadion zu locken und sie damit zu eigener körperlicher Aktivität
drinnen und draußen zu motivieren.  Ausgehend
von dem Optimismus, mit dem wir alle in die neue Saison gehen, haben wir als
BSI auch unsere bisherige jahrzehntelange erfolgreiche Kooperation mit der
Messe München zu Beginn des Jahres 2009 auf eine neue vertragliche Grundlage
gestellt. Wir haben als BSI mit Messe München einen Vertrag unterzeichnet, der
uns als ideellen Träger der ispo Winter ausweist. Gleichzeitig stellen wir auf
der ispo unser neues Verbandslogo vor, mit dem wir auch in unser 100-jähriges
Verbandsjubiläum im Jahr 2010 starten. Es soll mit seiner gefälligen und
vernetzten Form auch unsere Aufbruchstimmung in das zweite Jahrhundert unserer
Verbandsgeschichte symbolisieren. Â Die enge
Zusammenarbeit zwischen der Weltmesse ispo und dem Unternehmensverband BSI ist
ein starkes Signal an die Öffentlichkeit, dass die BSI-Mitglieder den
nationalen und internationalen Markt für Sportartikel und Sportmode als einen von den Produkten
her interessantesten und auch langfristig weiter wachsenden Markt beurteilen. Â Er wird
seit jeher von den Wünschen von Verbrauchern aller Alterstufen angetrieben, die
im aktiven Sport und in der sportlichen Freizeit eine wichtige Lebensqualität
für sich selbst sehen. Gleichzeitig wird in allen Ländern Europas das
Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zunehmen. Im Sportartikelhändler und
im Sportartikel- und Sportmodeproduzenten sehen daher immer mehr zufriedene
Kunden ihre ganz persönlichen Wellnessberater.  Dem Ausbau
ihrer Unternehmensposition auf diesem weiter wachsenden großen Freizeit-,
Sport- und Gesundheitsmarkt, zu dem auch die jährliche Neuheitenpräsentation
auf der ispo Winter gehört, gilt weiter die ganze Aufmerksamkeit der im BSI
zusammengeschlossenen Sportartikel- und Sportmodeunternehmen.  Für uns
alle im BSI ist das ein
guter Start in die ispo Winter und in das Jahr 2009. Â Â BSI
- Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. Der
BSI – Bundesverband der deutschen Sportartikelindustrie e.V. ist der 1910
gegründete Unternehmensverband der deutschen Sportartikelhersteller,
-importeure und -großhändler. Ihm gehören 150 führende meist mittelständisch
geprägte Firmen an. Unter ihnen internationale Marktführer wie Adidas, Puma,
Asics, Fischer, Völkl, Marker, Lowa, Vaude, Tatonka oder Kettler. Die deutsche
Sportartikelindustrie ist direkt oder indirekt Arbeitgeber für 120 000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Euro erwirtschaften.
Der BSI ist Mitglied des Verbandes der europäischen Sportartikelhersteller FESI
mit Sitz in Brüssel und damit auch Mitglied im Weltverband der
Sportartikelindustrie WFSGI mit Sitz in Lausanne. Der BSI ist Mitgründer und
ideeller Träger der Köln-Messen spoga und spoga horse und ideeller Träger der
Münchener ispo Winter, der Weltmesse des Sports. Gleichzeitig ist er Förderer
der Münchener Golf Europe sowie der fsb in Köln. Die im BSI organisierte
Fachgruppe Outdoor ist Gründerin der Friedrichshafener Messe OutDoor.  Â
Pressekontakt  Bundesverband
der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) Adalbert
von der Osten, Geschäftsführer Postfach
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Tel.:   02224/76381 Fax:   02224/75940 sportinfo@bsi-ev.de www.bsi-ev.de  Abdruck
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