ISPO.com is also available in English ×
Blitzumfrage für Business Professionals: Ihre Meinung zählt! Jetzt teilnehmen – in nur zwei Minuten
 Mountainbike: Das sind die besten Frühlings-Touren für Profis in Kärnten
Bike | 27.12.2016

MTB: Im Frühling mit dem Bike nach Kärnten

Kärnten: Mountainbike-Touren im Frühling für Profis

Mountainbike: Das sind die besten Frühlings-Touren für Profis in Kärnten. In voller Fahrt: Mit dem Mountainbike durch die Bergwelt Kärntens (Quelle: Thinkstock)
In voller Fahrt: Mit dem Mountainbike durch die Bergwelt Kärntens
Bild: Thinkstock
Artikel teilen:
Artikel bewerten:
Kärnten bietet Mountainbikern eine enorme Vielfalt und einige echte Highlights, die eine Anreise schon alleine lohnen würden. Im Süden hat man mit dem Flow Country Trail einen MTB-Superlativ geschaffen, am Millstätter See darf „genockbikt“ und in den Gailtaler Alpen die Kondition auf die Probe gestellt werden. Top-Profi-Touren für den Frühling in Kärnten.

Millstädter Alm Tour

Waren Sie je „nockbiken“? Die Rede ist von Touren in den Kärtner Nockbergen am Millstädter See, also in jenem Bergland, in dem die Berge mit der Form ihrer Kuppen an die berühmten Nockerln erinnern. Ein pure Bike-Vergnügen, das allerdings harmloser klingt als es ist: Selbst Bike-Profis finden in der Region um Millstatt Singletrails und Freeride-Touren von höchstem Anspruch. Immerhin geht es auf über 2.000 m hinauf, was dank der begünstigten Lage schon im Frühling kein Problem ist.

  • Länge: 49 km
  • Dauer: 7,5 h
  • Höhenmeter: 1.500

Die Millstädter Almtour bietet 1x Kärnten von seiner schönsten Seite. Blühende Almwiesen, die Weite des Millstätter Sees, das Panorama der Nockberge, deren Höhe man nach der Kurbelei weit besser ermessen kann, und schließlich der Blick vom Thörl über ganz Kärnten. Eine MTB-Tagestour, die sportliche Herausforderungen und Genuss zu verbinden weiß.


Los geht es in Millstadt auf dem Radweg am See entlang immer Richtung Südost nach Döbriach. An der unteren Spitze des Sees angelangt, folgt man dem Weg nach Radenthein, wo der Aufstieg in die Berge endgültig beginnt. In zahlreichen Kurven windet sich der asphaltierte Weg den Hang nach Kaning hinauf. Noch vor dem Ort biegt man jedoch ab, Kaning wird damit an der linken Flanke passiert. Auf diese Weise gelangt man ins Nöringtal und, vorbei an den alten Bergwerken, hinauf zur Jagdhütte Riegelalm. Knapp die Hälfte der Strecke und die ersten 1.000 Höhenmeter sind geschafft.

Das wahre Highlight der Tour steht jedoch noch bevor, denn nach einem Richtungswechsel nach Süden erscheint vor dem Lenker nun immer deutlich die Kuppe des Kaninger Thörl. Man kurbelt weiter hinauf und erreicht bei Kilometer 27 über einen schönen Trail den höchsten Punkt der Tour: den Thörl mit 1.905 m. Wieder hinunter geht es die nächsten sechs Kilometer über Schotter, vorbei an der Millstätter Hütte (1.874 m) und Schwaigerhütte (1.625 m) – Rastort frei nach Wahl – wieder hinunter nach Millstadt und damit an den See.


Flow Country Trail Petzen

  • Länge: 10 km
  • Höhenmeter: 1.062

Wo befindet sich der längste Flow-Mountainbike-Trail der Welt? Auf dem Petzen im Süden von Kärnten. So heißt es jedenfalls in der Eigenwerbung. Dass der 2015 von den MTB-Spezialisten Diddie Schneider und Hans Rey entworfene Downhill-Kurs XXL-Format besitzt, wird kein Biker bestreiten wollen.

Um den Parcours mehrfach zu testen lohnt sich die zeitsparende Auffahrt mit der Bergbahn, Bike natürlich inklusive. Die Macher versprechen eine wahre Achterbahnfahrt, in der sich Fliehkräfte und Schwerkraft je nach fahrerischem Können zu einem einzigartigen Downhill-Gefühl zusammenfügen. Drei weitere Cross Country Strecken (je circa 4 km und 200 Hm) ergänzen das Angebot vor Ort. Hier geht’s zur Übersichtskarte für alle vier Trails.



Weissensee, Große Seerunde

Der Weissensee wurde in den vergangenen Jahren zu einem MTB-Hotspot ausgebaut. Allein am Ufer des Sees starten 11 Routen in allen Schwierigkeitsgraden in die umliegende Bergwelt. Ein weiteres Highlight: der MTB-Weissensee-Trail, eine 3,3 km lange Downhill-Herausforderung, die man über die Weissenseer Bergbahn erreicht.

  • Länge: 31 km
  • Dauer: 4 h
  • Höhenmeter: 970

Wer genug Kondition mitbringt und sich einen perfekten Überblick verschaffen will, begibt sich auf die große Seerunde, die über Schotterwege, Pfade und Straßen um den größten Teil des Weissensees und in die umliegende Bergwelt führt. Nur den westlichsten Zipfel bei Gatschach schließt die Runde nicht mit ein – wohl aber seine Betrachtung aus der Höhe. Gleich zweimal geht es beim Rundkurs über die 1.200-Meter-Marke hinaus, einmal gleich zu Beginn am Mühlbach, ein weiteres Mal am gegenüberliegenden Ufer auf dem Weg zur Bodenalm.

Ein guter Startpunkt für die Tour ist die Brücke bei Techendorf. Von hier geht es wenige Meter Richtung Neusach am Ufer entlang, dann jedoch gleich am ersten Abzweig links Richtung Alm hinterm Brunnen und Fellschartenhütte. Nach drei Kilometern sind rund 250 Höhenmeter gewonnen. Ein Schotterweg führt die folgenden sieben Kilometer in einer Höhe um 1.150 m mit kurzen An- und Abstiegen parallel zum Nordufer des Sees entlang. Auf Höhe der Kleinen Wand muss das Bike kurz geschoben werden, kurz danach geht es – nach einem knackigen Anstieg – an der schmalen Ostseite des Sees wieder ins Tal.

Der Weg quert hier zwischen dem Gasthof Dolomitenblick und dem Gasthof Weissenbacher die Straße und führt ein Stück vom See weg. Unmittelbar hinter dem Gasthof Weissenbacher hält man sich rechts und bei Erreichen des Tscherniheimer Baches wieder rechts. Im weiten Bogen, an der verfallenen Kavallaralm und der Bodenalm (mit Käserei, bewirtschaftet ab Mai) vorbei geht es über die Höhenzüge am Südufer zurück zum Ausgangspunkt. Den höchsten Punkt der Tour mit 1.249 Metern erreicht man bei der Bodenalm. Danach geht es mehr als 300 m steil bergab direkt ans Seeufer hinunter.

Tipp: Die Hermagorer Bodenalm bietet auch Betten zur Übernachtung an. Auf dem Matratzenlager kostet es 17 Euro pro Person, Almfrühstück inklusive. Man sollte früh anfragen und buchen, denn die 25 Betten der Alm sind schon im Frühling schnell belegt.


Auf Tour im Frühling: Unterwegs mit dem Mountainbike

Es zieht Sie in andere Regionen? Wir haben verschiedene MTB-Touren von Format für Sie zusammengestellt. Hier geht’s mit dem Bike …

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
Kommentare
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media