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 Klettersteige: Das sind die besten Frühlings-Touren für Profis in der Steiermark
Outdoor | 29.12.2016

Klettersteige in der Steiermark: Top-Frühlingstouren

Steiermark: Klettersteige im Frühling für Profis

Klettersteige: Das sind die besten Frühlings-Touren für Profis in der Steiermark. An die Wiege der Klettersteige – in der Steiermark wurde der erste Klettersteig der Alpen gebaut.  (Quelle: Thinkstock)
An die Wiege der Klettersteige – in der Steiermark wurde der erste Klettersteig der Alpen gebaut.
Bild: Thinkstock
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In der Steiermark, auf dem berühmten Dachstein, wurde der erste Klettersteig der Alpen gebaut. Inzwischen sind viele weitere hinzugekommen. Dachstein & Co. – die schönsten Frühlingsziele für Klettersteig-Profis in der Steiermark.

Die Gemeinde Ramsau am Dachstein bezeichnet sich selbst als Wiege der Klettersteige. Der Ort liegt zu Füßen des Dachsteinmassivs mit dem Hohen Dachstein als höchstem Gipfel der Steiermark und Oberösterreichs. Ramsau ist zugleich Startpunkt der Dachstein Gletscherbahn. Sie fährt in 2.700 Meter Höhe auf den Hunerkogel, wo zahlreiche anspruchsvolle Klettersteige beginnen.


Mythos Dachstein

Der legendäre erste und extrem schwierige Steig „Der Johann“ (E), dessen 170-jähriges Bestehen gefeiert wurde, führt im Sommer über den 2.995 Meter hohen Gipfel des Großen Dachsteins. Zusammen mit dem Anna-Klettersteig (D) und dem Schulter- und Radkluftanstieg (B) bildet er eine Super-Ferrata von insgesamt 1.200 Metern Länge und neun Stunden Dauer.

Der Dachsteinkalk gilt als idealer Kletter-Felsen. Für erfahrene Bergsteiger bereits im Frühjahr machbar (mit Steigeisen und Pickel für den Zustieg über steile Altschneefelder) sind die schweren Klettersteige „Skywalk“ an der Bergstation der Seilbahn und der Irg-Klettersteig gegenüber des Dachsteins am Koppenkarstein.
Klettersteig-Empfehlung: Via Ferrata Irg

  • Lage: Dachsteinmassiv, Großer Koppenkarstein, Südwand
  • Schwierigkeit: C/D
  • Dauer: 2 h plus Zu- und Abstieg (1 h + 1,5 h)
  • Höhendifferenz: 280 m
  • Zustieg: Von der Bergstation Hunerkogel über den Dachsteingletscher (auch Schladminger Gletscher genannt) und den Rosmarie Stollen absteigen oder von der Talstation über den einfachen und schönen Klettersteig „Edelgriß“ (B, 300 Hm, 2h) hinauf. Die Einstiegshöhe befindet sich auf 2.585 Metern und ist mit einer Tafel markiert. Zusammen mit dem Westgrat-Klettersteig am Koppenkartsein (B/C mit Seilbrücke, Dauer: 1,5 h) bildet der „Irg“ eine Runde.

Verlauf: Ein klassischer Anstieg auf den Gipfel über den Südgrat. Der perfekt mit dickem Stahlseil und vielen Trittstiften versicherte Klettersteig überwindet drei Pfeiler. Die schwierigsten Abschnitte bilden der Risspfeiler gleich nach dem leichten Einstieg und der Mittelpfeiler mit den beiden einzigen C/D-Stellen. Der Berggipfel des Großen Koppenkarsteins ist bei 2.865 Metern erreicht. Direkt gegenüber sieht man den Dachstein mit dem „Balkon der Alpen“ – dem Skywalk – und hat einen guten Blick auf den Dachsteingletscher.

Abstieg: Über den einfachen und schönen Klettersteig „Edelgriß“ (B) bis zur Talstation (2h) oder zurück zur Bergstation Hunerkogel und mit der Seilbahn hinab.


Klettersteig-Empfehlung: Via Ferrata Skywalk

Bis zum slowenischen Triglav-Gebirge kann man bei guter Sicht vom „Balkon der Alpen“ sehen, dem 2005 eingeweihten Dachstein Skywalk neben der Bergstation Hunerkogel. Die gläserne Bodenplatte der balkonartigen Aussichtsplattform ragt über die steile Südwand des Hunerkogels hinaus. An seinen schroffen Abstürzen befindet sich der Skywalk-Klettersteig, einer der schwierigsten der Alpen. Zuschauer sind hier wie beim „Irg“-Klettersteig garantiert.

  • Lage: Ramsau, Hunerkogel 2.685 m
  • Schwierigkeit: D/E
  • Höhendifferenz: 140 Hm
  • Dauer: 1 h plus Zu- und Abstieg (20 min + 5 min)
  • Zustieg: Von der Bergstation der Dachstein-Gletscherbahn Hunerkogel bis zum Eingang zur Talfahrt laufen. Dort beginnt der rot-weiß-markierte Hunerscharten-Klettersteig (C/D). Auf diesem Steig circa 20 Minuten bis zur ausgeschilderten Abzweigung des Skywalk absteigen.

Verlauf: Der Steig beginnt gnädig. Vom Hunerscharten-Klettersteig aus wird ein Band zum ersten Pfeiler gequert. Ihn geht es sofort steil und zum Schluss leicht überhängend hinauf. Nun muss eine Platte gequert werden, die am Ende in eine Stielwand mit Riss gipfelt. Links geht es zum nächsten Pfeiler, auf dem man sehr ausgesetzt und luftig schnell an Höhe gewinnt bzw. gewinnen sollte. Wiederum links schließt sich die letzte Wand an, bevor es über eine Querung auf den Grat geht. Hinter der Absperrung führt rechts ein Weg zur Skywalk-Aussichtsplattform.

Abstieg: von der Plattform zur Bergstation und mit der Dachstein-Gletscherbahn zurück ins Tal nach Ramsau.

Gesäuse

Ebenfalls in den Ennstaler Alpen, zu denen auch das Dachsteinmassiv zählt, liegt das Gesäuse. Dabei handelt es sich um schroffe Kalksteinfelsen im Durchbruchstal der Ems. Das Seitental des Johnsbaches gehört ebenfalls zum Nationalpark Gesäuse und bietet einen für Österreich einmaligen Alpinpark mit vier Klettersteigen. Durch die Tal-Lage im ursprünglichen Alpendorf Johnbach auf 753 m sind sie schon im Frühling ab April stabil begehbar. Neben der X-treme Variante (E) hält auch der Luis-Klettersteig (D) für Profis genügend Herausforderungen bereit.


Klettersteig-Empfehlung: Via Ferrata Luis

  • Lage: Johnsbach, Alpinpark
  • Schwierigkeit: D
  • Dauer: 45 min plus Zu- und Abstieg (10 min + 30 min)
  • Höhendifferenz: 130 Hm
  • Zustieg: Aus Richtung Hieflau oder Admont kommend am Ortseingang von Johnsbach hinter dem Tunnel parken. Der Einstieg befindet sich beim Tunnel hinter einem kleinen Bach.

Verlauf: Über eine senkrechte Wand geht es mit Hilfe von Klammern und Leiter auf einen Vorsprung. Dort biegen die beiden schwierigen Klettersteige nach rechts ab, die leichtere nach links. Auf Profis wartet als nächstes ein Überhang.

Die X-treme-Variante zweigt wiederum rechts ab, wir bleiben auf der linken Route. Nach einem Aufschwung folgt eine Querung schräg nach oben zur Schlüsselstelle. Jetzt müssen senkrechte und leicht überhängenden Platten und Kanten geklettert werden. Oben angekommen, führen die Klettersteig-Routen wieder zusammen. Über leichtes Gelände geht es auf dem Grat zum Gipfel, der an der Rückseite abgeklettert wird. Von Stufen über steile bis senkrechte Passagen ist auch dort wieder viel Abwechslung geboten.

Abstieg: Über den Bibelweg am Bergsteigerfriedhof nach Johnsbach zurück.


Weitere Klettersteige: Sie planen zum Saisonbeginn eine Via Ferrata-Tour? Hier finden Sie einige der schönsten Klettersteig-Touren für den Frühling, nach Regionen zusammengestellt. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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