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 Klettersteige: Das sind die besten Frühlings-Touren für Profis in Tirol
Outdoor | 29.12.2016

Klettersteige in Tirol: Top-Frühlingstouren

Tirol: Klettersteige im Frühling für Profis

Klettersteige: Das sind die besten Frühlings-Touren für Profis in Tirol. Gut gesichert voran: sportliche Klettersteig-Freuden in Tirol  (Quelle: Thinkstock)
Gut gesichert voran: sportliche Klettersteig-Freuden in Tirol
Bild: Thinkstock
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Während in den höheren Lagen Tirols noch in der Maisonne Ski gefahren wird, sind die ersten Klettersteige in den Tälern bereits ab April begehbar. Die besten Frühlingsziele für Profis in Tirol.

Kaiser-Max-Klettersteig

250 Meter luftig über dem Inntal klettern, das bietet der Kaiser-Max-Klettersteig an der Martinswand nahe Innsbruck. Sein zweites Teilstück, das auch umgangen werden kann, gilt gar als schwerste Via Ferrata Tirols. Nur mit einem Stahlseil gesichert geht es dort 100 Meter lang sehr glatt und extrem steil in die Höhe. Ab April kann die große Herausforderung gesucht werden.

  • Lage: Martinswand, Zirl, 12 km von Innsbruck, Inntal, Karwendel
  • Schwierigkeit: E
  • Dauer: 2,5 h plus Zu- und Abstieg ( 15 min + 1 h)
  • Höhendifferenz: 280 Hm
  • Zustieg: Vom Bahnhof Kematen zu Fuß oder mit dem Auto von Zirl Richtung Osten auf der B 171, nach dem Steinbruch parken. An der Klettersteig-Hinweistafel auf dem Parkplatz an der Martinswand startet der markierte Wanderweg zum Einstieg (640 m). Wegen Steinschlaggefahr schon im Wald den Helm aufsetzen.


Verlauf: Nach einer ersten Wand und einer kurzen Steilpassage bis Schwierigkeitsgrad C/D folgt zunächst abwechselnd Kletterei über Rampen und Steilstücke (überwiegend B) bis zu einer sehr steilen Platte (D). Diese führt lange in der Senkrechten zur Max-Grotte, an der eine erste Ausstiegsmöglichkeit besteht.

Wer weiter will, klettert zunächst zurück und quert rechts zu einer Rampe durch die „Spitz“-Nische. Dahinter geht es wieder steil und stark ausgesetzt an den Fuß der hohen, steilen Schlusswand hinab. Nach ersten Passagen in D/E kann an einer Kante Rast eingelegt werden. Nun steht das schwerste Wandstück, die berühmt-berüchtigte „100-Meter-Vertikale“, im E-Grad bevor. Bis zum Steigbuch bleibt es extrem glatt und steil. Beim Buch kann der zweite Ausstieg nach links erwogen werden. Ansonsten geht es anhaltend fordernd weiter, steil und überhängend in D und E, bis der Ausstieg am Kleinen Kopf der Martinswand (1.346 m) erreicht ist.

Abstieg: Nach einer kurzen Gehpassage führt ein Abstiegs-Klettersteig (B) zur Max-Grotte und von dort auf den Wanderweg Richtung Zirkl entlang der Straße zum Ausgangspunkt zurück.


Lehner Wasserfall Klettersteig

Als einer der schönsten Klettersteige Tirols gilt der Lehner Wasserfall Klettersteig in den Ötztaler Alpen. Er ist direkt an einem hohen Wasserfall errichtet worden und im Frühling ab Mai gut zu begehen. Der Normalweg (C) lässt sich um eine anspruchsvolle Variante in D/E mit einem langen Überhang am Wasserfall verlängern.

  • Lage: Au im Ötztal
  • Schwierigkeit: D/E
  • Dauer: 1,5 h plus Zu- und Abstieg (20 min + 30 min)
  • Höhendifferenz: 170 Hm
  • Zustieg: Am Ötztaler Heimatmuseum im Ortszentrum von Au parken. Rot markiertem Wanderweg in den Hochwald bis zur Hängebrücke folgen. Auf der anderen Uferseite geht es bergan in wenigen Metern an die Wand zum Einstieg (1.280 m).

Verlauf: Eine lange, recht steile Einstiegswand markiert den Beginn des Klettersteigs. In moderaten Schwierigkeiten (max. C) geht es hinter einem bewaldeten Band über einen Pfeiler, eine Stufe und Schrofen schließlich über mehrere Rampen sukzessive hinauf. Nach einer steilen Ecke gabeln sich die Klettersteig-Varianten. In gleicher Richtung weiter die Wand hoch führt mit einem kurzen Überhang in D/E oder einer leichten Umgehungsmöglichkeit in B der Normalweg.

Die sportlichere Variante quert die Platten nach links. Direkt am Wasserfall mit imposanter Geräuschkulisse und Hautkontakt zu den sprühenden Fluten erhebt sich dann die hohe Steilwand mit langem Überhang. Zahlreiche Klammern erleichtern den Aufstieg, der wegen seiner Länge viel Ausdauer erfordert. Anhaltend in D/E gewinnt der Klettersteig an Höhe und führt in einem Bogen schließlich zum Wandbuch. Auf einer Drei-Seilbrücke wird zum krönenden Abschluss der tosende Wasserfall überquert.

Bei der Normalvariante des Klettersteigs gelangt über eine der beiden Abstiegsmöglichkeiten ebenfalls dorthin. Auf der anderen Uferseite ist nach einer kurzen Steilstufe der Ausstieg erreicht. Durch den Wald geht es auf dem Forstweg zurück zum Parkplatz.


Achensee Fünf Gipfel Klettersteig

Zu den längsten Klettersteigen der Alpen gehört „Achenseer Fünf Gipfel Klettersteig“ im Rofangebirge. Wie sein Name erahnen lässt, führt er auf fünf Berge, die einzeln oder kombiniert mit Wanderwegen über teils steile Bergwiesen verbunden sind.

Wer die Gesamtstrecke mit allen Überschreitungen hintereinander absolviert, bringt es auf eine Klettersteig-Rekordlänge von zwei Kilometern – und genießt immer dabei das herrliche Panorama von Achensee, Rofan bis Karwendel. Die Routen starten allesamt bei der Bergstation der Rofanseilbahn. Die Frühlings-Saison für diesen Klettersteig beginnt im Mai.

  • Lage: Maurach, Rofan-Seilbahn, Rofangebirge
  • Schwierigkeit: D
  • Dauer: 6,5 h plus Zu- und Abstieg (50 min + 50 min)
  • Höhendifferenz: 800 Hm
  • Zustieg: In Maurach mit der Rofan-Seilbahn zur Bergstation (1.834 m). Die Komplettrunde startet an der Haidachstellwand, deren Einstieg in der Nähe der Mauritzalm erreicht wird. Von der Bergstation kommend führt vor der Alm rechts ein markierter Wanderweg zur Haidachstellwand und damit direkt zum Einstieg.

Verlauf: Vom Einstieg über eine Felsstufe gelangt man links vom Wanderweg über Platten in moderatem Schwierigkeitsgrad B auf den 2.192 Meter hohen Gipfel der Haidachstellwand. Die Abstiegskletterei (maximal C) wartet mit einer Seilbrücke, einem Grat und einer kurzen Gehpassage auf. Über Platten gelangt man auf den Wanderweg zur Gruberscharte. Hier beginnt der Einstieg zum Rosskopf, einer idealen Abkürzung der Gesamtroute auf vier Gipfel, 540 Höhenmeter und 4,5 Stunden.

Es geht zunächst links am Wandfuß vorbei (Helm aufsetzen – Steinschlaggefahr!), bis sich rechts der Einstieg zeigt. Über eine steile Wand in C/D wird ein Band erreicht. Von der Wiese führt ein Aufschwung auf eine Rampe und den Grat zum Gipfel des Rosskopfs (2.2.46m). Der Abstieg erfolgt ebenfalls über einen Grat und eine Stufe mit Gehpassagen.

Nächstes Ziel ist die Seekarlspitze (2.261 m). Sie ist über Platten und eine herausfordernde Kante (D) erreichbar. Vom Gipfel aus geht es auf einem Wanderweg und nur einer kurzen Kletterpassage auf das Spieljoch (2.236m).

Der Abstieg über den Grat (max. C) dauert deutlich länger als der Aufstieg. Mit dem 2.299 m hohen Hochiss, dem höchsten Berg des Rofangebirges, wartet nun der krönende Abschuss des Klettersteigs. Zunächst über Platten und dann über zwei schwierige Pfeiler (bis C/D) wird schließlich der Ausstieg direkt am Gipfel erreicht.

Abstieg: Zu Fuß vom Gipfel des Hochiss über den Gschöllkopf (2.039 m) zur Bergstation der Rofan-Seilbahn zurück.


Weitere Klettersteige: Sie planen zum Saisonbeginn eine Via Ferrata-Tour? Hier finden Sie einige der schönsten Klettersteig-Touren für den Frühling, nach Regionen zusammengestellt. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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