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 Schwere Gipfel-Touren im Vinschgau: Hier bekommen Sie den schönsten Ausblick
Outdoor | 28.12.2016

Bergwandern im Frühling: Top-Touren im Vinschgau

Die schönsten Gipfel-Touren im Vinschgau im Frühling

Schwere Gipfel-Touren im Vinschgau: Hier bekommen Sie den schönsten Ausblick. Bergwandern: Willkommene Rast in der Frühlingssonne (Quelle: Thinkstock)
Bergwandern: Willkommene Rast in der Frühlingssonne
Bild: Thinkstock
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Der Vinschgau in Südtirol hat nicht nur die Bergriesen, sondern auch die Sonne für sich gepachtet. Mitten in den Alpen, umgeben von 3.000ern, genießt man ein besonderes Klima, das Wanderer mehr lieben als Landwirte: Es regnet hier nur selten, die Sonne lacht. Ideale Bedingungen für Wanderer mit hohen Ansprüchen – unsere Frühlingstouren.

Der Vinschger Höhenweg

Der Vinschger Höhenweg führt über mehr als 100 Kilometer von Schloss Juval im Schnalstal bis zur Etschquelle nach Reschen. Der Weg verläuft auf einer Höhe von 1.500 bis 2.000 m und ist damit im späten Frühling bereits gut zu begehen.

  • Länge: 105 km
  • Dauer (Laufzeit): 36 h
  • Höhenmeter Aufstieg: 5.500

Wer eine Woche Zeit mitbringt, kann ihn in voller Länge beschreiten – neben ausreichend Kondition für mehr als 5.000 Höhenmeter beim Auf- und rund 4.300 Höhenmeter beim Abstieg braucht es vor allem gutes Schuhwerk. Die touristische Infrastruktur ist vorhanden, Übernachtung und Versorgung sind also kein Problem.

Viele Wanderer unterteilen die Strecke in sechs Tagesetappen. Wir empfehlen gleich die erste Tour.


Der Vinschger Höhenweg von Staben bis nach Kofel

  • Länge: 13,5 km
  • Dauer: 6 h
  • Höhenmeter Aufstieg: 1.500

Die mittelalterliche Burg „Schloss Juval“ erhebt sich hoch über Staben und Naturns. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist schon dank ihres Besitzers eng mit dem Bergsport verbunden: Der Extrembergsteiger Reinhold Messner erwarb die Burg in den 1980er Jahren, restaurierte die schon arg verfallenen Gemäuer und eröffnete hier Teile seines Messner Mountain Museums. Der ideale Ausgangspunkt für eine Bergwanderung also.

Die Tagestour führt den Wanderer am Sonnenberg entlang, was im Frühling ein Vergnügen, im Hochsommer dagegen eine enorme Anstrengung ist. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung wachsen kaum hohe Pflanzen, Kräuter und Trockengräser bestimmen die Vegetation. Was immer essbar ist, wird von den Weideschafen und Ziegen zum Überleben genutzt.

Der gut beschilderte, durchgehende Weg verlangt Trittsicherheit und Ausdauer. Zum Teil geht es in langgezogenen Steigungen steil bergan, wobei der Blick in den Vinschger Talkessel für die Mühen entschädigt. Vor allem zwischen Kilometer sechs und neun ist Durchhaltevermögen gefragt. Wer am Wochenende unterwegs ist, kann im urgemütlichen Hofschank Niedermairhof am Tomberg bei Tschars Station machen.

Weit, weit wandern: 108 km durch das Vinschgau!

Posted by Bergwelten on Freitag, 14. Oktober 2016



Tellakopf

  • Länge: 13,5 km
  • Dauer: 7 h
  • Höhenmeter Aufstieg: 1.250

Blühende Wiesen und lichte Lerchenwälder erfreuen den Wanderer auf seinem Weg zum Tellakopf, der allerdings kräftezehrend ist und eine gute Kondition voraussetzt. Von Taufers im Münstertal kommend erreicht man nach circa 1,5 h den Egghof (1.723 m), der auch eine gute Adresse für die Nacht wäre. Weiter geht es hinauf, bis auf fast 2.100 m auf die Tellalm und von hier über das Grasland (Weg Nr. 6) aufs Telajoch, wo der letzte Anstieg über den Grat auf den Gipfel des Tellakopfes beginnt. Bei guter Kondition sollten seit dem Start in Taufers nicht viel mehr als vier Stunden vergangen sein. Drei weitere Stunden braucht es für den Rückweg ins Tal.


Schlinigpass und Uinaschlucht

  • Länge: 18 km
  • Dauer: 5,5 h
  • Höhenmeter Aufstieg: 850

Spektakulär ist der richtige Ausdruck für diese Tour, die wir hier mit Hin- und Rückweg berechnet haben. Ausgangspunkt ist das Bergdorf Schlinig. Von hier aus geht es auf gut ausgebauten Forstwegen zur Alp Planbell hinauf und dann direkt weiter zur Sesvennahütte (2.256 m). Ein klarer Bergsee, der Wasserfall und der sich weitende Blick entschädigen für den etwas steileren Anstieg in Hüttennähe.

Auf der Höhe führt die Wanderung weiter zum Schlinigpass (2.300 m) und damit zugleich der Schweizer Grenze entgegen. Über Wiesen geht es hinab ins Unterengadin zur Uina Schlucht mit ihrem berühmten Felsweg. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Fels gesprengt, vor allem auf Betreiben des Deutschen Alpenvereins. Dieser betrieb nämlich damals in der Region die Pforzheimer Hütte, ganz in der Nähe der heutigen Sesvennahütte. Diese kann man je nach Uhrzeit auf dem Rückweg für eine kurze Rast nutzen.
 

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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