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 Für erfahrene Bergsteiger: Die schönsten Gipfel-Touren in Südtirol
Outdoor | 16.12.2016

Frühlings-Wandern: Bergtouren in Südtirol

Die schönsten Gipfel-Touren in Südtirol im Frühling

Für erfahrene Bergsteiger: Die schönsten Gipfel-Touren in Südtirol. Blühende Landschaften: Frühlings-Bergwandern in Südtirol (Quelle: Thinkstock)
Blühende Landschaften: Frühlings-Bergwandern in Südtirol
Bild: Thinkstock
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In Südtirol leben kaum mehr als 500.000 Menschen, aber jedes Jahr kommen Millionen Touristen aus aller Welt. Fast 30 Millionen Übernachtungen wurden 2015 registriert, Tendenz gerade im Mai stark steigend. Was treibt die Menschen im Frühling in den Norden Italiens? Es sind vor allem die Berge, die Outdoor-Fans zu ausgiebigen Wanderungen verführen.

Einige der schönsten und zugleich anspruchsvollsten Wanderungen in Südtirol für diese Jahreszeit haben wir hier für Sie zusammengestellt.


>>> Lesen Sie hier auch unsere Frühlings-Wanderempfehlungen für die Bergwelt im Nationalpark Hohe Tauern und im Allgäu. Tipps zu weiteren Wanderregionen finden Sie auch am Ende dieses Artikels.

Leiferer Höhenweg

  • Dauer: 6 h
  • Länge: 18 km
  • Aufstieg: 1060 m

Für alle, die im Winter sportlich pausiert haben, bildet dieser Höhenweg einen herausfordernden Wiedereinstieg. Vom Rathaus Leifers geht es übers Brantental stetig bergan zum Schwabhof hinauf. Es folgen einige seil-gesicherte Passagen am steilen Fels, hier ist Trittsicherheit verlangt. Oben angekommen wird man mit einem grandiosen Ausblick belohnt.

Aber noch steht das längere Wegstück bevor, das über weite Strecken durch dichte Wälder führt (teilweise asphaltiert), bevor der steile Anstieg nach Seit neue Kräfte verlangt. Eine Einkehr im Rechtebner Hof ist hier zu empfehlen, denn nach Bozen geht es im Folgenden über mehrere hundert Höhenmeter durch schluchtenartiges Gelände steil bergab. Vor Erreichen der ersten Häuser im Viertel von Oberau trifft der Wanderer noch auf die Haselburg. Das Gemäuer, das seinen Ursprung im späten 12. Jahrhundert hat, beherbergt heute neben Restaurant und Weinkeller auch eine aussichtsreiche Skybar.


Rojental

  • Dauer: 3 h
  • Länge: 7,5 km
  • Aufstieg: 400 m

Eine Vielzahl blühender Pelzanemonen, Naturfreunden vielleicht besser als Frühlings-Kuhschellen oder auch Frühlings-Küchenschellen bekannt, machen diese Wanderung im Vinschgau zu einem unvergesslichen Erlebnis im Urlaub. Zu hunderten stehen die seltenen Anemonen (in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten) zwischen den Lärchen am Wegesrand, im Mai in voller Blüte.

Um die Blüten zu Gesicht zu bekommen, müssen jedoch zunächst einige Höhenmeter überwunden werden. Ausgangspunkt der Tour ist der Wanderparkplatz, den man von Reschen kommend hinter Frojen erreicht, nachdem man die Station der Bergbahn passiert hat (Schild zur Reschner Alm). Vom Parkplatz geht es zur Kalchwaldhütte hinauf. Der Blick schweift hier weit übers Land, über den Reschensee bis hin zu den Ötztaler Alpen. An den Hängen ab circa 2.000 Metern Höhe blühen die Pelzanemonen, zwischen denen es nun weitere 200 Höhenmeter bergan geht.

Wir verlassen diesen Weg nach einer Strecke von rund fünf Kilometern (ab Start) und beginnen mit dem Abstieg zum Weiler Rojen, in dem es einen Alpengasthof zur Einkehr gibt. Links entlang des Rojenbachs mit seinen blühenden Wiesen geht es zurück zum Ausgangspunkt.


Ifinger

  • Dauer: 4 h
  • Länge: 10 km
  • Aufstieg: 720 m

Meran 2000 ist als Skigebiet in den Sarntaler Alpen weltbekannt, doch der 2.581 m hohe Ifinger lädt auch Wanderer ab dem späten Frühjahr zur Gipfeltour. Auf das Hochplateau, dem Ausgangspunkt der Bergwanderung, gelangt man am besten mit der Kabinenbahn ab Falzeben (alternativ mit der Seilbahn Meran 2000 an der Strada Panoramica im Osten von Meran). Von hier geht es über die Routen Nr. 3 und 19 der Kuhleitenhütte (2.361 m) entgegen, um die man einen weiten östlichen Bogen auf steiler werdenden Pfaden schlägt. Richtig steil und steinig wird es hinter der Oswaldscharte (Serpentinensteig), womit sich auch der Blick immer weiter öffnet.

An einer Gabelung folgt man dem rechten Weg, um auf den Hauptgipfel zu gelangen. Schwindelfreiheit wird vorausgesetzt, denn es hier muss teilweise geklettert werden. Gerade bei mäßigen Witterungsverhältnissen begnügt man sich mit dem Gang nach links zum Kleinen Ifinger. 25 Meter ist er niedriger, der Rundumblick vom Peitlerkofel bis zum Stubaier Gletscher jedoch nicht weniger grandios.

Der Rückweg entspricht dem Hinweg, wobei man man sich eine Einkehr in der Kuhleitenhütte nun redlich verdient hat. 


Meran, zweitgrößte Stadt Südtirols, lohnt auch einen längeren Aufenthalt. In der Umgebung lässt es sich herrlich wandern, im Flair der historischen Kurstadt kann man lustwandeln und die Südtiroler Spezialitäten probieren. Ein Hotel zu finden ist sicherlich kein Problem. Eine Empfehlung und selbst eine Meraner Sehenswürdigkeit ist das moderne Hotel Therme Meran im 50.000 qm großen Thermen-Park. Wer an den Ostertagen in Meran weilt, sollte die größte Pferderennbahn Europas in Untermais besuchen. Hier findet am Ostermontag (2017 am 17. April) zur Saisoneröffnung traditionell das Haflinger Galopprennen statt. 


ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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