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 Outdoor-Bekleidung zur neuen Saison - darauf kommt es an
Outdoor | 01.12.2016

Outdoor-Fashion: Das sind die Trends

Wetterfest, modisch, komfortabel: Die richtige Bekleidung für Outdoor-Aktivitäten

Outdoor-Bekleidung zur neuen Saison - darauf kommt es an. Outdoor-Look: Funktional, schick und alltagstauglich  (Quelle: Thinkstock)
Outdoor-Look: Funktional, schick und alltagstauglich
Bild: Thinkstock
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Das Wetter kann man sich bekanntlich nicht aussuchen, die Outdoor-Kleidung dagegen schon. Und da die Sportindustrie ständig an verbesserten Outfits arbeitet, lohnt es sich gleich doppelt, gut informiert zu sein: So ist man beim Sport im Freien nicht nur modisch up to date, sondern auch bei der Funktionalität auf der sicheren Seite.

Kennen Sie den Double-layer Hiking Sock oder die Arctic Grip Sohlentechnologie von Vibrams? Vielleicht noch nicht, denn die beiden Gold-Gewinner der ISPO 2016 stehen beispielhaft für die Outdoor-Mode der neuesten Generation. Worum es dabei geht und was die aktuelle Outdoor-Mode für die Damen und Herren bestimmt, das erfahren Sie hier.


Die Trends der Outdoor-Ausrüstung

Immer geringeres Gewicht

Möglich wird die weitere Gewichtsreduktion vor allem durch neue Verfahren bei der Herstellung. Dank der Verarbeitung dünnerer Fäden gelingt es so, immer leichtere Stoffe zu produzieren. Da der grundsätzliche Aufbau aus Stoff- (Polyester) und Membranschichten beibehalten wird, bleiben die positiven Eigenschaften erhalten.

Eine geringeres Gewicht wird auch durch die Entwicklung neuer Materialien möglich: Ein Beispiel: Die Emergency Jacket von Blackyak, ausgezeichnet mit dem ISPO-Award in Gold in der Kategorie Outer Layer. „Less is more“ urteilte die Jury.

Stärkeres Design

„Urban outdoor“ heißt das Stichwort, das den Gegensatz zwischen Funktionskleidung und Designerstück verschwinden lässt. Outdoor-Kleidung trägt man heute nicht mehr nur zum Wandern, sondern auch im Kino und Büro. Zu erkennen ist das nicht nur an modischen Farben und Schnitten, aber auch an der guten Verarbeitung.

Stärkerer Umwelt-Fokus

Nach der Greenpeace-Kritik an der Verwendung von schädlichen Chemikalien versuchen die Hersteller unter anderem, auf die Verwendung von Fluorcarbonaten in der Kleidung zu verzichten. So hat der baden-württembergische Ausrüster VAUDE erklärt, die Sommer-Kollektion 2017 werde zu 95% PFC-frei sein. 2018 soll die Wende geschafft sein. VAUDE verpflichtet sich zum Komplettverzicht auf PFC in der Bekleidung.


Stärkere Spezialisierung

Viele Hersteller versuchen, mit immer ausgefeilteren Lösungen zu punkten. Möglich wird dies auch, weil die Kundschaft für Outdoor-Produkte kontinuierlich wächst. So hat Wrightsock eine Socke speziell für den Laufsport präsentiert, die Blasenbildung zum Beispiel beim Wandern oder Trekking weitgehend verhindern soll.Der Grund dafür ist ein patentierter dritter Aufsatz.

Die passenden Schuhe – zumindest im Winter – liefert zum Beispiel Merell/Vibram dazu. Hier ist die Sohle in der Lage, Rutschgefahr über eine thermische Reaktion anzuzeigen. Zugleich sorgt die Arctic Grip Technologie dafür, dass man beim Wandern nicht ins Rutschen gerät.

Mode für den Sport? Mode für den Alltag! (Quelle: Thinkstock)
Mode für den Sport? Mode für den Alltag!
Bild: Thinkstock


So flippig und stylisch die neue Outdoor-Mode auch daherkommen wird, viele Innovationen wird man nicht sofort sehen. Innenliegende Nähte wie bei der der HOODED ACTIVE DOWN JACKET von Blackyak oder eine verbesserte Atmungsaktivität wie bei der Extrem 8000 Pro Jacket von Berghaus sorgen eher für mehr Komfort und Langlebigkeit, als auf den äußeren Effekt zu zielen.

Und vom Grundsatz erfindet sich die Outdoor-Mode natürlich nicht neu. Der Begriff der modernen Funktionskleidung hat auch 2017 Bestand, ebenso das bewährte „Zwiebel(schalen)prinzip“. Kurz zusammengefasst bedeutet das:

Schicht für Schicht: die Grundlagen 

  • Outdoor-Sportkleidung ist atmungsaktiv. Sie lässt keine Nässe rein, transportiert den Schweiß aber nach außen ab. Das gilt für ALLE Schichten, sonst scheitert das gesamte Prinzip.
  • Dem „next to skin layer“, also der Unterwäsche, kommt weiterhin eine Sonderstellung zu. Sie muss Feuchtigkeit nach außen leiten, darf aber die Haut nicht austrocknen. Schließlich hat Schweiß auch eine regulierende Funktion. Außerdem muss die Wäsche bequem sein, wie schon zu Großmutters Zeiten. Der modische Effekt steht hier am Ende der Prioritätenliste – zumindest, wenn es tatsächlich zum Sport in die freie Natur geht.
  • Sportshirts sind zwar als Zwischenschicht konzipiert, dürfen aber auch ein bisschen mehr können. Kein Zwiebelprinzip, ohne mit dem Schälen zu planen. So sind Eigenschaften wie der UV-Schutz bei der Zwischenschicht ebenso von Vorteil wie eine Tasche für das Handy. Im Winter müssen diese Schichten vor allem atmungsaktiv isolieren. Sie sollten sich zudem gut waschen lassen und schnell wieder trockenen.
  • Die äußere Schicht (outer shell) schützt vor Regen und Wind, schädlichen Strahlungen und neugierigen Blicken. In den meisten Fällen sorgt eine Membran für den gewünschten Effekt. Auch sogenannte Softshells tuen als äußere Schicht verlässlich ihren Dienst.

Und wann werden die Fasern aus Licht Strom erzeugen, um uns beim Wandern den Weg zu leuchten? Sie werden – aber 2017 ist’s bestimmt noch nicht so weit.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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