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 Custom Boards: So gestalten Sie Ihr Snowboard selbst
Wintersport | 24.11.2016

Snowboards: So schafft man mit etwas Farbe ein Unikat

Custom Boards: So gestalten Sie Ihr Snowboard selbst

Custom Boards: So gestalten Sie Ihr Snowboard selbst. Hauptsache auffällig, möglichst einzigartig – die bunte Welt der Snowboards (Quelle: Thinkstock)
Hauptsache auffällig, möglichst einzigartig – die bunte Welt der Snowboards
Bild: Thinkstock
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Der Trend zum Personalisieren, wie er derzeit auch bei Sportschuh-Herstellern zu beobachten ist, hat in der Snowboardszene von Anfang an eine große Rolle gespielt. Die preiswerteste Möglichkeit, sich sein eigenes Custom Board zu gestalten, ist, ein Serienboard zu bemalen.

Wenn Sticker auf dem Snowboard nicht mehr genügen, muss Farbe her. Ein Permanent-Marker, zum Beispiel ein Edding, ist der einfachste Weg, das Board zu bemalen. Sollen großflächige Veränderungen her, eignen sich Lackfarben mit zusätzlichen Weichmachern. Die flexiblen Zusätze sind nötig, damit die Farbschicht bei Bewegung und Kälte später nicht abplatzt. Wer wasserlösliche Acrylfarben verwenden will, muss diese anschließend mit flexiblem Klarlack versiegeln.


Vorbereitung des Snowboards zum Bemalen

Schritt 1
Soll die Bindung nicht mit bemalt werden, muss sie abgeklebt oder abgeschraubt werden. Im abgebauten Zustand unbedingt daran denken, dass die Bohrlöcher nicht mit Farbe zulaufen. Durch Schrauben oder kleine Aufkleber lassen sich die Öffnungen schützen.

Schritt 2
Das Board erstmal gründlich säubern, mit warmem Wasser und Spülmittel. Fett lässt sich leicht mit Glasreiniger entfernen. Gut trocknen.

Schritt 3
Am sichersten ist es, auch Unterseite und Kanten des Snowboards komplett abzukleben. Der zusätzliche Aufwand schützt vor größeren Problemen, wenn doch mal Farbe daneben geht.

Sportgerät und Accessoire: das Snowboard (Quelle: Thinkstock)
Sportgerät und Accessoire: das Snowboard
Bild: Thinkstock


Anschleifen ja oder nein?

Das Topsheet des Snowboards besteht meist aus Harz oder einer Kunststoff-Folie und kann nicht so ohne weiteres großflächig bemalt werden. Um die Gefahr von Rissen zu vermeiden, muss die Fläche vorher schon angeschliffen werden.

Wer nach dem Aufrauen mit Schleifpapier Sorge hat, dass die Oberfläche verkratzt wirkt, kann zunächst mit einer Grundierung z.B. aus Kunststoff für Autokarosserieteile vorstreichen. Sie wird in dünnen Schichten gleichmäßig mit einem Pinsel aufgetragen. Darauf achten, dass sich an den Kanten keine Nasen bilden. Über Nacht gut trocknen lassen.

Falls es doch uneben geworden ist, nochmal nachschleifen und Grundierung wiederholen.


Streichen oder sprayen?

Soll nicht das gesamte Snowboard unifarben bemalt werden, bietet sich für den Laien eher das Sprayen an. Motive, Schriftzüge, grafische Muster o.ä. lassen sich gut mit einer Sprühdose oder einer Airbrushpistole auftragen. Dazu die Motive entweder direkt aufs Board skizzieren und Ränder sauber abkleben oder mit Schablonen arbeiten.

Damit nichts verrutscht, muss alles sicher mit Klebeband – bei Schablonen doppelseitiges Klebeband – befestigt werden. Nun gehts an die Arbeit. Sind die Motive getrocknet, stellt sich die Frage nach zusätzlichen Effekten. Metallic-Look oder Schatten vielleicht?

Ist das Kunstwerk fertig, muss das Board für die volle Flexibilität der Farbschicht mit geeignetem Klarlack (z.B. Autolack) versiegelt werden. Das geht wieder besser mit einem Pinsel.


Custom Boards  – lohnend aber nicht umsonst

Im Vergleich zum Full Custom Made Snowboard, bei dem neben der Optik des Sheets auch das gesamte Design einschließlich Shape, Base und Seitenwangen individuell gewählt werden kann, ist das Selbstbemalen des Snowboards preislich eine gute Option. Denn während Serienboards um die 300 Euro kosten, schlagen Maßanfertigungen mit mindestens 1.500 Euro zu Buche.

Dazwischen gibt es einige weitere Varianten. So kann man eine limitierte Sonderedition mit dem Design eines bekannten Graffiti-Künstlers kaufen. Oder man schaut nach Serienboards, die sich in teil-personalisieren lassen. Einige Snowboard-Hersteller wie Burton bieten analog dem Trend der Sportschuhproduzenten (adidas, Nike) die Möglichkeit, aus einer Palette von Modellvarianten die Lieblingskombination zu wählen und dazu eigene Fotos, Tags, Logos o.ä. hochzuladen, die dann gegen einen Aufpreis von circa 200 Euro professionell aufgedruckt und versiegelt werden. Zu allem passend: Die „handpainted“ Snowwear von Mojo, denn so gesellt sich Unikat zu Unikat. Nun noch den passenden Helm dazu, dann das der sportliche Auftritt wirklich Stil. (Helme als Unikat gibt’s zum Beispiel bei Indigo.)

Für das eigene Bemalen des Snowboards muss eine Einzelperson neben der Arbeitsleistung mit circa 100 Euro an Kosten rechnen. Auch wenn man keine großen Mengen braucht, ist Autolack nicht preiswert und vor allem kaum in kleinen Dosen zu haben.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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