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 Gut gerüstet in die Berge
Wintersport | 11.10.2016

Verreisen mit Snowboard und Co.

Mit dem Auto in den Winterurlaub – darauf kommt es an

Gut gerüstet in die Berge. Sicher in den Winterurlaub, trotz schlechter Straßenverhältnisse (Quelle: Thinkstock)
Sicher in den Winterurlaub, trotz schlechter Straßenverhältnisse
Bild: Thinkstock
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Ein Skiurlaub ohne Gepäck? Das ist wenig realistisch. Schon deshalb bietet sich die Anreise mit dem Auto an. Was bei der Fahrt in die Winterferien beachtet werden muss – von der Bereifung über die Skiträger bis zur Parksituation vor Ort.

Voluminöse Skikleidung, sperrige Skistiefel, Skihelme und dann noch Ski, Skistöcke oder das Snowboard – die Fahrt mit Familie oder Freunden in den Winterurlaub ähnelt gerne einem kleinen Umzug. Je nach Autogröße und Zahl der Mitreisenden heißt es da oftmals anbauen, damit alles Nötige in die Berge transportiert werden kann.


Ski-Transport im Auto

Wer mit dem Van und Kleinbus in den Winterurlaub fährt, kann Ski und Snowboards im Kofferraum verstauen. Bei kürzeren Autos und maximal drei Reisenden lassen sich die Lehnen der hinteren Sitzreihe teilweise umklappen und die Skier vom Kofferraum bis in den Fond durchschieben. Die Kunst besteht dann darin, auch das restliche Gepäck unterzubringen.

Sind mehr Reisende an Bord oder ist der Wagen schlicht zu klein, kommen Skihaltern oder Dachboxen zum Einsatz. Beides gibt es wahlweise zu kaufen oder zu leihen. Für ADAC-Mitglieder gibt’s beim Dachboxenverleih Kynast ein paar Prozent Rabatt. Mit rund 100 Euro für 14 Tage ist man – je nach Größe und Ausstattung – schon mit dabei.

Halterungen für bis zu 6 Paar Ski oder vier Snowboards können wie Fahrradträger am Heck des Autos (an der Heckklappe oder an der Kupplung) oder auf dem Dach montiert werden. Gepäckboxen werden ebenfalls als Dach- oder Heckträger angeboten. Je nach Volumen können sie bis zu 8 Paar Ski oder sechs Snowboards aufnehmen und außerdem eventuell noch Skistöcke, Skihelme, Koffer und Taschen. 

Großer Nachteil dieser Art des Transports: Der Luftwiderstand steigt, die Geschwindigkeit muss gedrosselt werden. Genaue Angaben dazu finden sich auf den Trägersystemen.

In den Bergen herrscht im Winter häufig Schneekettenpflicht  (Quelle: Thinkstock)
In den Bergen herrscht im Winter häufig Schneekettenpflicht
Bild: Thinkstock


Winterreifen und extra Schneeketten?

Gute Winterreifen sollten selbstverständlich sein, wenn man sich im Winter mit dem Auto in die Berge begibt, egal ob in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. In den Mittelgebirgen und im Alpenraum sollte man zudem grundsätzlich Schneeketten auf die Fahrt in den Winterurlaub mitnehmen. Selbst wenn es zum Ferienbeginn noch mild ist: Die Wetterverhältnisse sich schnell ändern. Etliche Alpen-Straßen sind dann nur noch für Fahrzeuge mit Schneeketten passierbar.

Gebietet in Wintersport-Gegenden das blaue Verkehrsschild „Schneekettenpflicht“, sind diese anzulegen, auch wenn gerade kein Schnee fällt. Andernfalls drohen Bußgelder, Fahrverbote oder im schlimmsten Fall ein Unfall, der das Ende vom Urlaub bedeuten kann.

Schneeketten zu kaufen, ist die eine gute Investition. Für ADAC-Mitglieder gibt es auch die Möglichkeit, sich über den Automobilklub Schneeketten zu kaufen und im Fall der Nichtbenutzung zurückzugeben. Der Preis wird dann abzüglich einer Mietgebühr erstattet. Der Tagessatz für den Miet-Kauf beträgt 3 Euro, der Wochensatz 15. Vorteil dieser Variante: Man hat immer neue Schneeketten, die zum Automodell passen. Ein Paar Schneeketten (2 Stück) kosten beim ADAC ab 59 Euro. Schneeketten werden auf die Antriebsräder montiert.


Parksituation im Winterurlaub

Eine Schaufel zum Freilegen des Autos nach starken Schneefällen sollte für den Winterurlaub mitgenommen und idealerweise außerhalb des Wagens z.B. im Hotelzimmer aufbewahrt werden. Auch eine Abdeckhülle (wenigstens für die Windschutzscheibe) ist sinnvoll.

Eiskratzer und ein weicher und möglichst langstieliger Besen erleichtern die restliche Feinarbeit. Abgesehen vom Türschloss-Enteiser sollte man aus Umweltschutzgründen auf chemische Mittel zum Auftauen verzichten.

Eine Reserve an Frostschutz-Mittel und Zusätzen für die Scheibenwaschanlage mitzuführen, kann ebenfalls nie schaden. Am Wintersportort sind solche Käufe nur selten günstiger! Auch der Erwerb von Vignetten für Mautstraßen lohnt sich häufig im Vorverkauf, beispielsweise an Tankstellen oder im Internet.


Checkliste für den Winterurlaub mit dem Auto

• Winterreifen
• Schneeketten
• Skihalter oder Dachträger
• kleine Schneeschaufel
• Abdeckhülle für Windschutzscheibe
• Eisschaber
• Kleiner Besen
• Türschloss-Enteiser
• Frostschutz-Mittel für die Scheibenwaschanlage
• Vignetten
 

Alles an Bord? Dann viel Spaß auf der Piste, gerade wenn es das erste Mal sein sollte.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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