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 Fitness-Boxen: Kein Gegner – maximal effektives Training
Fitness | 01.09.2016

Fitness-Boxen statt Laufband, Stepper und Hanteltraining

Boxen als Fitness-Sport: Darum ist es so effektiv

Fitness-Boxen: Kein Gegner – maximal effektives Training. Boxen ohne Gegner, Ganzkörperworkout bei Frauen und Männern  (Quelle: Thinkstock)
Boxen ohne Gegner, Ganzkörperworkout bei Frauen und Männern
Bild: Thinkstock
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Lets get ready to rumble – immer mehr fitnessbegeisterte Hobbysportler werden im Studio zu Rocky Balboa und geben an Pratzen und Sandsack richtig Gas. Nicht ohne Grund: Fitnessboxen ist eine höchst effektive Trainingsmethode, um in Form zu kommen und überschüssige Pfunde zu verlieren.

Fitness-Boxen – was genau ist das?

Einfach ausgedrückt:  Fitness-Boxen ist nichts anderes, als das Boxen ohne Gegner. Statt im Ring oder beim sogenannten Sparring gegeneinander anzutreten, beschränkt sich Fitness-Boxen hauptsächlich auf das Training der erlernten Techniken.


Langweilig? Weit gefehlt. Wer einmal auf den Sandsack eingedroschen hat, wird feststellen, dass es zum Dampf-Ablassen kaum ein besseres Mittel gibt. Und bei der Partnerarbeit mit den Handpolstern, den sogenannten Pratzen, kann im Anschluss noch ein Gang höher geschaltet werden. Die ideale Methode, um Stress abzubauen und gleichzeitig richtig in Form zu kommen.

Was macht das Training so effektiv?

Ob Grundlagenausdauer, Schnellkraft oder Beweglichkeit – beim Fitness-Boxen wird der gesamte Körper auf vielfältige Weise trainiert. Dass nebenbei auch noch ordentlich Kalorien verbrannt werden – bis zu 800 pro Stunde – und die überschüssigen Pfunde nur so purzeln, ist ein willkommener Nebeneffekt. Doch was macht das Fäuste schwingen zu so einem effektiven Workout?

Es ist vor allem die Kombination aus Grundlagenausdauer und explosiven Bewegungen, die Muskeln und Nervensystem fordern, so dass ein hoher Trainingsreiz gesetzt wird. Gleichzeitig werden bei fortgeschrittener Technik auch vermehrt Koordination und Gleichgewichtssinn angesprochen, was ein Höchstmaß an Konzentration erfordert und der Effektivität zusätzlich zugutekommt.

Nicht zuletzt spielt beim Fitness-Boxen der Fun-Faktor eine große Rolle. Wer verlässliche Rezepte sucht, beim Sport dauerhaft am Ball zu bleiben: Beim Boxsport könnte er fündig werden. Spätestens nach drei bis vier Trainingswochen am Sandsack sollten Sie den körperlichen Effekt spüren: an Ihrer Figur, der Kraft, Explosivität und Kondition. Sie fühlen sich dann einfach rundum fit.


Frauen- oder Männersport? Für wen ist Fitness-Boxen geeignet?

Grundsätzlich ist Fitness-Boxen für jeden geeignet. Wie bei allen Sportarten sollte man als Anfänger allerdings einen kurzen Gesundheitscheck vornehmen lassen, bevor man mit dem Training loslegt.

Obwohl klassisches Boxen seit jeher als Männerdomäne gilt, scheint die Fitness-Variante auch bei der Damenwelt auf großes Interesse zu stoßen. Experten sehen neben den schnellen Trainingsergebnissen vor allem psychische Aspekte als Ursache. Der Hamburger Box-Trainer Christian Görisch erklärt  bei Men's Health: „Diese Kurse beanspruchen praktisch jede Muskelgruppe, verbessern Ausdauer, Schnellkraft sowie Kraftausdauer und trainieren auch die Psyche". Gestärkt wird also nicht nur der Körper, sondern auch das Selbstbewusstsein.  

Die Qual der Wahl – Variationen von Fitness-Boxen

Fitnessboxen, für den Stressabbau und ein gutes Körpergefühl (Quelle: Thinkstock)
Fitnessboxen, für den Stressabbau und ein gutes Körpergefühl
Bild: Thinkstock


Wurde Fitness-Boxen bis vor einigen Jahren vor allem in den Boxvereinen angeboten, steht der Trend inzwischen auch in den meisten Fitnessstudios auf dem Trainingsplan. Hier hat man nun die Qual der Wahl, denn häufig unterscheiden sich die Kurse hinsichtlich der Auswahl der Übungen. Hier die wichtigsten Varianten im Überblick:

  • Box-Conditioning – kommt dem klassischen Boxen am nächsten: Training mit Sandsack und Pratzen.
  • Box-Aerobic – Box-Techniken werden synchron zur Musik ausgeübt, hoher Aerobic-Anteil.
  • Tae Bo – hier wird ebenfalls zur Musik trainiert. Enthalten sind Aerobic und Kickbox-Übungen.
  • Body Combat – vereint Elemente aus verschiedenen Kampfsportarten.
  • Thaiboxen – klassische Boxtechniken werden mit Tritten, Kniestößen und Haltetechniken kombiniert.    
ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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