ISPO.com is also available in English ×
 Sneaker im Büro: Wann Sie welche tragen dürfen – und wann nicht
Textilien | 30.08.2016

Mit Sneakern in die Arbeit

Sneaker im Büro: Diese Tipps sollten Sie beachten

Sneaker im Büro: Wann Sie welche tragen dürfen – und wann nicht. Schuhwechsel nach dem Büro? Muss mit Sneakers längst nicht mehr sein. (Quelle: Thinkstock)
Schuhwechsel nach dem Büro? Muss mit Sneakers längst nicht mehr sein.
Bild: Thinkstock
Artikel teilen:
Artikel bewerten:
Sneaker sind lässig, bequem und laufen sich gut. Für die Gesundheit unserer Füße ist das von Vorteil. Aber sind die Sportschuhe von Adidas, Nike oder Reebok auch fürs Büro geeignet? Unbedingt – vorausgesetzt, man beachtet einige Fashion-Regeln.


Die Zeiten, in denen man mit Sneakers fehl am (Arbeits-)Platz erschien, sind 2016 lange vorbei. Keine Abmahnung, kein Aufschrei, nicht einmal Getuschel, Athleisure heißt das Zauberwort. Mal abgesehen vom Banken- und Versicherungswesen oder der einen oder anderen Unternehmensberatung werden die Kollegen die legere Schuhmode wohl kaum zur Kenntnis nehmen – schon gar nicht in einem Sportunternehmen.



Legitimiert wurde der sportliche Look dabei nicht nur von Trendsettern wie Ex-Umweltminister Joschka Fischer oder Apple-Gründer Steve Jobs. Auch aus Harvard gab es 2013 grünes Licht: An der Elite-Uni stellte man fest, dass der Auftritt in Sneakern für Erfolg steht – getreu dem Motto: Wer es sich leisten kann, unangepasst zu sein, muss es schon weit gebracht haben.


Die Kleider-Etikette hat sich also verändert und wenn Modeflüsterin Stephanie Grupe den Damen rät, ruhig mal Sneakers statt Ballerinas zum Kleid zu kombinieren, dann weiß sie warum. Denn Sneaker stehen nicht nur für Erfolg, sondern auch für jugendliche Sportlichkeit.
Das alles heißt jedoch nicht, dass es die Etikette nicht mehr gibt. Auch im Sneaker kann man gewaltig in Fettnäpfchen treten.


Dos und Don‘ts – was tun, was besser vermeiden


Die richtige Wahl, nicht nur bei den Größen

Ein Risiko liegt darin, den Begriff „Sneakers“ zu weit auszulegen. Es handelt sich nämlich keineswegs um einen Turnschuh, der speziell für den Sport entwickelt wurde. Wer also plant, nach dem Büro den Moonshine-Tarif auf dem Golfplatz zu nutzen oder eine Runde Bowlen zu gehen, sollte trotzdem nicht in Golf- oder Bowlingschuhen im Büro erscheinen. Auch reine Laufschuhe sind keine Sneaker und damit tabu.
Grundsätzlich ist ein Low-Top Sneaker im Büro einem High-Top vorzuziehen. Wirkt der flache Schuh sportlich-elegant, erinnert die knöchelhohe Variante letztlich doch zu sehr an die großen Kerle, die den Ball im Korb platzieren.


Die richtige Kombination

Sneaker heben die Gesetze des guten Geschmacks nicht auf: Sie sollten zum Outfit passen:
• Wer in Kostüm oder Anzug zum Meeting im Büro erscheint, gibt dem einfarbigen Sneaker den Vorzug. Der Gesprächspartner soll uns schließlich in die Augen schauen, nicht auf die Füße.
• Edle Kombinationen setzen Sneaker im Büro ins richtige Licht, ein „Schlabberlook“ hinterlässt womöglich den falschen Eindruck. Daher: Keine Jogginghosen oder Jeans mit Cut-Outs dazu.
• Knöchellänge Sneaker-Socken sind eine sichere Wahl, Füßlinge kommen im Büro dagegen nur an extrem heißen Tagen in Frage. Lange Socken können ebenfalls getragen werden.
• Eine auffällige Uhr, Kette oder auch Tuch oder Schlips – das bewusst getragene Accessoire ist in der Kombination mit Sneakers hochwillkommen. Der Stilbruch sportlich-edel hat Niveau.

Perfekt kombiniert: Sneakers und feines Business-Outfit (Quelle: Thinkstock)
Perfekt kombiniert: Sneakers und feines Business-Outfit
Bild: Thinkstock



• Wer zu viel Sportswear kombiniert, wird eher auf dem Weg ins Fitnessstudio gesehen, nicht als Leistungsträger im Büro. Daher Vorsicht bei Sneakern mit weiterem Sport-Outfit.
• Alternative: Edle Sneaker aus Leder /Wildleder. Die dürfen auch mit Sport-Shirts kombiniert werden, denn es gilt: sportlich, aber nicht wie zum Sport.

Der richtige Auftritt

Eigentlich gilt das immer, doch beim Tragen der Sneaker ist es besonders wichtig: Neuwertig und absolut sauber sollen sie sein. Die Ausrede vom Lieblingsschuh gilt dabei nie. Wenn Ihre Schuhe die besten Zeiten schon hinter sich haben, wird das nämlich ganz schnell auch von Ihnen behauptet.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
Kommentare
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media