ISPO.com is also available in English ×
 Das müssen Sie wissen, wenn Sie ein Fahrrad-Navi kaufen wollen
Bike | 25.08.2016

Beratung und Tipps: Diese GPS-Geräte helfen

Fahrrad-Navi: Die besten Routenplaner fürs Fahrrad

Das müssen Sie wissen, wenn Sie ein Fahrrad-Navi kaufen wollen. Fahrrad Navi, mit Sicherheit direkt ans Ziel (Quelle: Thomas Froitzheim / ADFC)
Fahrrad Navi, mit Sicherheit direkt ans Ziel
Bild: Thomas Froitzheim / ADFC
Artikel bewerten:
Zierten Fahrrad-Navis noch vor wenigen Jahren Profi-Bikes, ist die GPS-gesteuerte Navigation heute auch bei Gelegenheitsradlern beliebt. Aus gutem Grund: Mit den Routenplanern fürs Bike lassen sich nicht nur unabhängig unbekanntes Terrain erkunden, man behält auch die schönsten Trails und Touren im Blick. Tipps und Tricks für den Kauf.

Warum ein Fahrrad-Navi? Vorteile der mobilen Orientierungshilfe

Wer häufiger mit einer klassischen Fahrrad-Karte unterwegs war, kennt ihre Nachteile: Das ständige Auf- und Zusammenfalten kann einem schnell auf die Nerven gehen, das Ablesen während der Fahrt ist fast unmöglich. Navigations-Apps fürs Smartphone sind da weit bequemer.

Was aber tun, wenn auf weiter Flur die Internet-Verbindung zusammenbricht und keine mobilen Daten mehr empfangen werden können?

Hier kann der digitale Routenplaner seine Stärken ausspielen: Einmal befestigt, kann die Route bequem und schnell beim Radfahren abgelesen werden. Da sämtliche Daten auf dem Gerät gespeichert werden, stehen Route und Zusatzinformationen zum Streckenabschnitt auch dann bereit, wenn man einmal eine mäßige Edge-Verbindung oder keinen Empfang hat.

Fahrrad-Routenplaner im Test: Was sollte ein Fahrrad-Navi können?


Auch wenn viele Radfahrer die befestigten Wege nicht verlassen, sollte jedes Fahrrad Navi staub- und wasserdicht sein. Wichtig ist zudem die Helligkeit des Displays. Ist dieses zu dunkel, kann das Ablesen bei Sonne schnell zum Problem werden. Aber auch die Größe des Bildschirms spielt eine Rolle, denn auf einem Mini-Bildschirm lässt sich während der Tour nur wenig erkennen.

Um sich Touren aus dem Internet herunterzuladen – eine Linkliste dazu findet sich zum Beispiel beim Verkehrsclub ADFC, sollte das Fahrrad Navi mit den gängigen Kartenformaten wie .gpx kompatibel sein und über ausreichend Speicherplatz verfügen – drei bis vier Gigabyte sollten es hier schon sein. Bei kleineren Datenträgern ist es wichtig, dass sich der Speicherplatz erweitern lässt.

Damit man im Gelände nicht plötzlich ohne Orientierungshilfe dasteht, ist eine lange Akku-Laufzeit von Vorteil. Richtwert: Mindestens acht Stunden, besser 12 bis 15. Für den Notfall ist es empfehlenswert, immer einen Ersatz-Akku dabei zu haben.

Ausstattung, Kosten – welches Fahrrad-Navi passt zu mir?

Wieviel kostet nun ein mobiler Routenplaner fürs Bike? Die Preise für ein vernünftiges Gerät gehen bei circa 130 Euro los und lassen sich je nach Ausstattung schnell steigern.

Um den Geldbeutel nicht unnötig zu strapazieren, macht es Sinn im Vorfeld zu überlegen, für welche Zwecke der Routenplaner genutzt werden soll. Wer beispielsweise nur gelegentlich eine Tagestour im Umland plant, kommt mit wesentlich weniger Speicherplatz und Funktionen aus, als ein ambitionierter Langstreckenradler.


Hier eine Auswahl gängiger Geräte im Überblick:

• Günstiger Allrounder mit großem Display: Blaupunkt Bike Pilot, ab ca. 129 Euro
• Robust mit einfacher Bedienung: A-Rival Teasi One 2, ab ca. 139 Euro
• Top-Kartenauswahl für DACH-Region: Mio Cyclo 300 DACH, ab ca. 175 Euro
• Testsieger bei fahrradmagazin.net: Garmin GPS MAP 64s , ab ca. 229 Euro
• Multitalent mit zahlreichen Zusatzfunktionen: Falk Pantera, ab ca. 297 Euro
• Die Königsklasse mit integrierter Kamera: Garmin Oregon 650t, ab ca. 349 Euro

Welche Zusatzfunktionen gibt es?

Neben den Standard-Funktionen wie Geschwindigkeitsanzeige, Bereitstellung von Karten oder Streckenaufzeichnung besitzen Fahrrad-Navis inzwischen viele praktische Extras. So können einige Routenplaner wie das Garmin nüvi 2699LMT-D mit Hilfe eines TMC-Empfängers aktuelle Verkehrsmeldungen empfangen und bei Bedarf alternative Strecken berechnen.

Eine weitere Zusatzfunktion, die vor allem Abnehmwillige und Fitness-Freunde ansprechen dürfte, ist eine kalorienabhängige Routenplanung wie sie beim A-Rival Teasi One 2 zu finden ist. Wer sich also gerade auf Fahrrad Navi-Suche befindet, sollte die Produktinformationen in jedem Fall genauer unter die Lupe nehmen – es lohnt sich.

Die Sicherheit Ihres Bikes hat für Sie Priorität? Dann lesen Sie bei uns auch alles zum Thema Fahrradschloss, zu den besten Fahrrad-Apps und was Sie bei der richtigen Beleuchtung Ihres Fahrrads beachten müssen.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
Kommentare
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media