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 Die fünf schönsten Stadt-Marathons der Welt
Running | 25.08.2016

Die schönsten City-Marathons

City-Marathon: Diese Rennen in der Stadt sind die schönsten der Welt

Die fünf schönsten Stadt-Marathons der Welt. Zehntausende Läufer treffen sich zu den großen City-Marathons weltweit (Quelle: Thinkstock)
Zehntausende Läufer treffen sich zu den großen City-Marathons weltweit
Bild: Thinkstock
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Paris, London oder Berlin, New York, Boston oder Chicago, Tokio, Hong Kong oder Melbourne – eine Großstadt ohne Marathon ist heute kaum noch vorstellbar. Längst ist der Laufsport so auch zu einem Reise- und Wirtschaftsfaktor geworden. Das sind fünf der schönsten City-Ziele für den Marathon.

Tokio-Marathon, Japan

• Termin: jährlich im Februar
• Erstaustragung: 2007
• Streckenrekord Männer: Dickson Kiptolo Chumba, 2014, 2:05:42
• Streckenrekord Frauen: Helah Kiprop, 2016, 2:21:27
• Startgeld: umgerechnet circa 85 Euro

Marathon wird in Tokio schon seit mehr als 35 Jahren gelaufen, bis 2006 war die Veranstaltung jedoch einer männlichen Läufer-Elite vorbehalten. Seit dem Neustart 2007 steht das seitdem größte Marathon-Event Japans auch allen Hobby-Läuferinnen und Hobby-Läufern offen. Um einen der rund 36.000 Startplätze zu ergattern, braucht es allerdings Glück und daher oft mehrere Versuche.


Das macht den Tokio-Marathon aus

Der Tokio-Marathon ist die perfekte Mischung aus City-Sightseeing und dem Kennenlernen einer fremden aber weltoffenen Kultur. Tausende Marathon-Fans säumen beim Lauf die Strecke, die sternförmig durch Tokio führt und dabei alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten passiert. Viele der Zuschauer sind bunt verkleidet und jubeln den Aktiven zu: „ganbatte kudasaiiiii!“ – „nicht aufgeben“! Ebenfalls perfekt für die Aktiven: das enge Netz an Verpflegungsstationen entlang der Strecke.

Paris-Marathon, Frankreich

• Termin: jährlich in der ersten April-Hälfte
• Erstaustragung: 1976
• Streckenrekord Männer: Kenenisa Bekele, 2014, 2:05:03
• Streckenrekord Frauen: Feyse Tadese, 2013, 2:21:06
• Startgeld: 80 bis 115 Euro je nach Anmeldezeit

Der Paris-Marathon zählt zu den größten Laufveranstaltungen der Welt mit rasant steigenden Teilnehmerzahlen. 2016 kamen mehr als 40.000 Läuferinnen und Läufer ins Ziel.

Das macht den Paris-Marathon aus

Zu Fuß und ohne Verkehrs-Chaos durch die wohl schönste Stadt der Welt – schon das ist die Anreise zum Marathon wert. Einmal selbst über die Champs-Élysées zu laufen, die jeder Sport-Fan von den Tour-de-France-Übertragungen kennt, sich an der Seine stromabwärts dem Eifellturm zu nähern oder den schattigen Bois de Boulogne zu erreichen – all das ist unvergesslich. Marathon in Paris bedeutet für viele Läufer Genuss-Ausdauer-Sport in seiner schönsten Form. 

New-York-City-Marathon, USA

• Termin: jährlich am ersten Sonntag im November
• Erstaustragung: 1970
• Streckenrekord Männer: Geoffrey Kiprono Mutai, 2011, 2:05:06
• Streckenrekord Frauen: Margaret Okayo, 2003, 2:22:31
• Startgeld: mindestens 358 USD


New York gibt sich die Ehre und bietet auch beim Marathon den Superlativ: Mit mehr als 50.000 Finishern ist der „TCS New York City Marathon“ der größte Marathonlauf der Welt.

Das macht den New York-Marathon aus

Die Popularität des New York Marathons beruht auf der hohen Attraktivität der Stadt und der seit 40 Jahren gewählten Streckenführung durch alle fünf Bezirke – Staten Island, Brooklyn, Queens, die Bronx und Manhattan. Auch die Laufbegeisterung der New Yorker spielt eine Rolle, die entlang der Strecke für Stimmung sorgt.

In der Marathonwoche befindet sich die Stadt im besten Sinne im Ausnahmezustand. Es lohnt daher auch eine Anreise als Nicht-Läufer. Mit einem Race Week Event Ticket lässt sich das Flair der Läuferstadt New Yorks in dieser Zeit aufzusaugen.

Chicago Marathon, USA

• Termin: jährlich in der ersten Oktober-Hälfte
• Erstaustragung: 1977
• Streckenrekord Männer: Dennis Kimetto, 2013, 2:03:45
• Streckenrekord Frauen: Paula Radcliffe, 2002, 2:17:18
• Startgeld: circa 475 Euro

Rund 45.000 Menschen gehen beim Chicago-Marathon an den Start, begleitet von Live-Musik und den Anfeuerungsrufen der Zuschauer. Wohl bei keinem anderen City-Marathon kommen mehr Fans an die Strecke, um die Läufer ins Ziel „zu tragen“.

Das macht den Chicago-Marathon aus

Der „Bank of America Chicago Marathon“, so der offizielle Titel, führt bei meist angenehm-kühlen Temperaturen durch die Straßenschluchten der Großstadt Chicago, vorbei an den riesigen Wolkenkratzern, die das Stadtbild bestimmen. Mit hohem Tempo geht es am Ufer des Lake Michigan entlang, durch den Grant Park, der zugleich Start und Ziel des Laufs bildet.

Der Kurs in Chicago ist flach, schnell und daher bei Profiläufern beliebt. Ein Risiko besteht allerdings aufgrund der oft stark auffrischenden Winde.

Melbourne-Marathon, Australien

Melbourne Cricket Ground, Ziel beim Marathonlauf in der australischen Metropole  (Quelle: Thinkstock)
Melbourne Cricket Ground, Ziel beim Marathonlauf in der australischen Metropole
Bild: Thinkstock


• Termin: jährlich im Oktober
• Erstaustragung: 1978
• Streckenrekord Männer: Dominic Ondoro, 2014, 2:10:47
• Streckenrekord Frauen: Lisa Weightman, 2014, 2:26:05
• Startgeld: circa 130 Euro

Die Teilnehmer-Zahlen beim Melbourne-Marathon haben sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Über 6.000 Läuferinnen und Läufer erreichen hier inzwischen das Ziel. Der Marathon ist Teil und Höhepunkt des Melbourne Marathon Festivals mit verschiedenen Lauf-Events.

Das macht den Melbourne-Marathon aus

Beim Melbourne-Marathon erleben die Läufer die City in Down Under mit ihren Sehenswürdigkeiten, dem Yarra Park und die Port Phillip Bay. Unumstrittener Höhepunkt ist jedoch der Start- und Zielpunkt des Marathons: der Melbourne Cricket Ground.

Das gigantische Stadion, eröffnet 1854, fasst mehr als 100.000 Zuschauer. Hier gab es neben Cricket und Australian Football schon Olympische Spiele (1956, 2000), eine Papstmesse (1986) und Auftritte von Stars wie der Rolling Stones, Madonna oder U2.


Sie interessieren sich für die schönsten Marathon-Strecken in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Dann lesen Sie hier weiter.


 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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